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Ein Blog mit kritischen Texten zum digitalen und polierten Zeitgeist des 21. Jahrhunderts, zum persönlichen Leben im 20. Jahrhundert als Aspekt der privaten Individualität und Denkanregungen dazu, warum auch sogenannte "alte", analoge und imperfekte Dinge ihren Reiz haben. Warnung: das Blog kann blasphemischen Mangel an Respekt für die überlegene "Großartigkeit" der Moderne enthalten. RSS-Feed: http://www.simpleblog.org/rss.php?u=Bruchbach

Neues Teilkapitel 6 vom Selene-Romanprojekt20.3.2017

Man mag es kaum glauben, aber hier ist ein neues Teilkapitel für das Selene-Romanprojekt.


Es ist aber im Grunde das Kapitel mit der "Action", mit dem ich eigentlich nicht wirklich zufrieden bin. Die ersten zwei Seiten sind noch aus dem bisherigen Umfang als Überleitung, die nächsten 10 Seiten sind neu. Was mir hier einfach fehlt, ist der "sense of wonder", der in den ersten Kapiteln noch präsent war, der aber mit der Verschiebung in den kälteren SciFi-Bereich immer mehr verschwunden ist.


Außerdem ist es wohl immer so, daß ich irgendwann anfange, mit Projekten nicht mehr zufrieden zu sein, und meine mauen Ideen als nicht mehr ausreichend betrachte, so daß die Sache einschläft oder verschwindet. Schade. Da könnte wohl nur ein Co-Autor helfen, der mir auf die Finger klopft ;-).


Hier trotz aller Zweifel dennoch 12 Seiten aus Kapitel 6:


http://www.bruchbach.de/gipfel.pdf


Das theologische Thema zum Ende hin über "Fingerabdrücke" in der Schöpfung und die Freiheit zum Atheismus ist im Prinzip ganz nett. Kritik oder weiterführende Ideen sind wie immer willkommen.


Wenn ich weiterschreiben sollte, erwarte ich aber jetzt natürlich massives Lob und Leute, die sich auf die Knie werfen und "Wir sind unwürdig..." rufen ;-).

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386er Screenshots of the Month März 20178.3.2017

Und noch ein kleiner Beitrag zum 386er, mit dem ich mich zur Zeit wohl wieder (allzu) umfangreich beschäftige. Irgendwie ärgere ich mich da immer noch über die Titulierung im forum64 als "lahme und kastrierte Krüppelmaschine" für die Tonne und Zeitvergeudung. Das bezog sich zwar nicht speziell auf meinen, sondern auf 386SX generell, aber trotzdem. Unschön.


Und weil ich schon lange keine WfW-Screenshots in 8-Bit-Farbe und bunt mehr hatte, hier wieder zwei Stück. Einmal düsterer und einmal knüllebunt, soweit es die 512 KB Videospeicher zulassen. Eigentlich hätte ich für die farbigere Variante auch die eher farblosen Mac-Icons auswechseln sollen, aber ich war zu faul dazu. Außerdem gefallen mir die in ihrer Einfachheit irgendwie.






Ja, das sind "nur" 256 Farben.


Was mir bei den Screenshots auffällt, sind zweierlei Dinge. Zum Einen sehen sie auf meinem Röhrenmonitor stets besser aus, als auf der Flachgurke im Büro. Gerade bei dem bunteren Bild sind die Übergänge zwischen den Farben auch bei "nur" 256 Farben auf einer guten Röhre doch deutlich weicher und weniger krümelig.


Zum Anderen hilft es natürlich, wenn ein Bild generell aus weniger Farbtönen besteht, so wie der erste Screenshot, weil sich dann die reduzierte Palette auf weniger Farben verteilen kann, und eine bessere Abstufung möglich ist. Da kommt man dann im Resultat sogar mit weniger als 256 Farben aus, und hat trotzdem weichere Übergänge.


Hat zufällig jemand eine neumodische ISA-Grafikkarte mit ET4000-Chipsatz und 1 MB übrig? Das wäre mal ein interessantes Experiment, allerdings würde dann natürlich der Reiz des Auslotens der 256-Farben-Grenze verschwinden.


Als Nächstes kommt wieder ein längerer Beitrag zu einem medialen Thema.

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Mein Computer ist der Beste2.3.2017

Irgendwie habe ich im Moment eine Tendenz zu mürrischen und egozentrischen Nörgelbeiträgen, oder? Sorry.


Ich hatte dieser Tage doch mal wieder versucht, einen (aus meiner Sicht) völlig normalen Thread im forum64 zu starten. Das Resultat war natürlich absehbar, und die übliche Mischung aus 08/15-Kram, Wortverdrehungen und lustigen Kotz- und Stock-im-Arsch-Smilies (was es nicht alles gibt). Gewonnen hat eine Argumentation dann meist derjenige, der von sich behaupten kann, daß er daheim einen ordentlichen Computer hat, der alles tut, was man damit tun möchte, weil sich das heute "so gehört". Soll mir Recht sein.


Okay, ich bin auch wieder mit Schuld an der Kabbelei, weil ich zum selbstdarstellerischen Übertreiben tendiere, wenn ich merke, daß eine sogenannte Diskussion vorhersehbar und klischeehaft wird. Mea culpa. Es ist irgendwie auch ermüdend, wenn man sich ständig wiederholen muß, und nach ein paar Wochen wieder mit "Wat? Wer bist du denn?" begrüßt wird.


Obwohl ich mir also keine echte Mühe mit Argumenten gegeben habe, fiel mir folgende Formulierung ein, die ich doch gerne mal festhalten möchte, bevor sie in der Masse versinkt. Etwas holprig geschrieben, aber ich mag mein eigenes Geblubber ;-).


"Mein Computer ist der Beste überhaupt, und zwar für mich. Und zwar deswegen, weil es mein Computer ist, weil er individuelle Eigenschaften hat (die sich natürlich erst über Jahre und Jahrzehnte entwickeln können), und weil er das für mich tut, was ich möchte, und weil er mir das Universum an Möglichkeiten erschließt, das ich erforschen möchte, und weil er mir zeigt, daß alte Hardware und Software für mich ein Abenteuer sind, und nicht Stagnation auf Spermüllniveau.


Darauf würde nun sicher jemand amüsiert entgegnen, was der dogmatische Unfug soll, und was ich denn machen würde, wenn ich z.B. einen UltraHD-Film rendern, schneiden und vertonen muß, wie man es mit einem ordentlichen und effizienten Stück Werkzeug halt tun können muß. Darauf fällt mir keine Antwort ein und ich habe das Argument verloren."


Als Resultat auf diese Aussage hin wurde ich übrigens neben dezenter Zustimmung auch als Troll bezeichnet. Und dann wurde mir noch unterstellt, ich hätte ein Büro mit XP-Rechner. Hey, ich arbeite nur an einem solchen, es ist doch nicht "mein" Büro. Wobei scheinbar ein Begriff wie "neumodisches XP" mittlerweile auch schon für viele amüsant ist. Man lernt nie aus.


Verlinken mag ich den Kram nicht. Wer möchte, kann dort einfach nach dem Thread mit dem

seltsamsten Titel suchen.

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Handyquark28.2.2017
Ein grottendämlich-superprogressiver Artikel auf fokus.de:

http://www.focus.de/digital/videos/nokia-nostalgie-nervt-wer-das-nokia-3310-feiert-darf-sich-auch-ueber-trump-und-brexit-nicht-wundern_id_6712823.html

Ich habe ja zugegeben keine Ahnung von Handykram und Smartphones, aber irgendwie geht es wohl darum, daß alle Leute, die ein künstlich auf "nostalgisch" getrimmtes Handy ohne Schnickschnack gut finden, entweder gleich automatisch die Wegbereiter der rechten Reaktion sind, oder diese zumindest durch ein nostalgisch "verblendetes" Weltbild stützen bzw. nicht mehr kritisieren dürften.

In den Augen des hypermodernen Autors lässt sich also das "was bei uns gerade falsch läuft" damit entlarven und begründen, daß Leute ein Handy gut finden, auf dem nicht mal WhatsApp läuft. Liegt das nur an mir, oder ist das totaler Unfug aus einer Denkrichtung, die alles verdammt, was nicht dem stromlinienförmigen Zeitgeist und der Anpassung im Jahr 2017 entspricht?

Also entweder ich verstehe den Artikel irgendwie nicht, oder das ist alles totaler Unfug. Und kann es nicht gerade an Zeichen von Freigeistigkeit sein, wenn man sich kritisch mit den digitalen Segnungen und der oft damit verbundenen Arroganz befasst? Warum sollte man mit solch kritischen Gedanken dann automatisch zum Wegbereiter von Trump und AfD werden? Ach ja, Vergangenheit böse, nur Gegenwart und Zukunft gut. Wer nicht voll und ganz im Jahr 2017 lebt (und sich nach Steinzeitkram wie einem Discman oder einem Nintendo 64 zurücksehnt) ist wohl gleich verdächtig, und muß dann mit Befremden und Betroffenheit registriert werden.

Falls ich das kunterbunte Geblubber wirklich irgendwie falsch verstehe, bitte ich um Korrektur. Ansonsten lege ich das unter der Rubrik Dunkelheit des 21. Jahrhunderts ab.

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386er goes Mac27.2.2017

Am Wochenende hatte ich wieder den 386er angeschlossen und ein bißchen rumprobiert. Nur rumdaddeln wäre ja langweilig, also habe ich ihn mal mit ein paar Emulatoren gefüttert - einfach nur, um zu sehen, was davon überhaupt funktioniert bzw. verwendbar ist. Viele Emulatoren setzen ja eine FPU und/oder hohe Taktraten voraus, da hat man mit einem SX25 also schlechte Karten. Aber es ist immer interessant, es einfach mal auszuprobieren, anstatt gleich zu sagen "Geht sowieso nicht..."


Was mich dabei ein wenig überrascht hat, war der Macintosh-Emulator mit dem etwas unfreundlichen Namen Executor 2 (und der äußerst dämlichen Shareware/Demoversion-Einschränkung, daß sich das Programm nach 10 Minuten jeweils selbst beendet). Ich hatte vermutet, daß er sich entweder mit einer "FPU not present error"-Meldung gleich gar nicht starten lässt, oder aber im Betrieb so stark ruckelt, daß man den Mauszeiger kaum bewegen kann.


Aber siehe da, der läuft auf dem SX25 erstaunlich gut - relativ gesehen. Der Mauszeiger bewegt sich flüssig, und man kann sogar Anwendungen starten und in gewissem Rahmen verwenden, wie z.B. Texte mit Tex-Edit tippen. Das ist natürlich alles zu träge für effektives Arbeiten, aber mit einem DX40 sollte man da gut dabei sein.


Nun wundert es mich natürlich, wie er das schafft. Er müsste ja als echter Mac-Emulator einen kompletten 68000er emulieren, und den Rest der Mac-Hardware und dann noch die grafische Oberfläche und die Anwendungen. Und das alles bedienbar schnell auf einem SX25? Does not compute. Ich gehe davon aus, daß hier doch etwas gemogelt wird, und die Emulation nicht so komplex ist, wie sie sein sollte. Man müsste mal "echte" Mac-Dateiimages darauf probieren, anstatt nur das mitgelieferte Demo-Zeugs.


Ich konnte mich auch noch dunkel erinnern, daß im CF mal vor diesem Programm gewarnt wurde, weil es ziemlich im Dateisystem rumfuhrwerkt, oder gleich die FAT zerschießt. Letzteres ist mir zwar nicht passiert, aber Scandisk hat nach jeder Verwendung des Emulators immer mehrere 100 KB verlorene Dateifragmente gemeldet. Da ist also auch Murksi drin.


Hier dennoch ein paar Fotos mit Kollege 386er im Bild:



Die Bedienoberfläche des Emulators (altes MacOS?)



Sogar ein Spiel lässt sich in 256 Farben starten - die Mac-Demoversion von Lemmings.



Noch eine Nahaufnahme vom Desktop. Sieht ein echtes (älteres) Mac-System so aus? Ich habe nie eines benutzt.


Ansonsten suche ich immer noch einen C64-Emulator, der auf dem SX25 eine brauchbare Performance bringt. Ja, ich weiß, es gibt eine sogenannte "LowEnd"-Version namens c64s386.exe, aber die scheint mir extrem eingeschränkt. Kann doch nicht so schwer bzw. unmöglich sein, eine optimierte Performance unterhalb der 486er-Schwelle zu erreichen.

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The Final Link21.2.2017

Der definitiv letzte Beitrag zum Thema "Link´s Awakening" auf dem Gameboy-Emulator unter DOS, denn ich habe es nun bis zur Endsequenz durchgespielt.


Okay, zugegeben, ab und zu habe ich ein bißchen in eine Komplettlösung geguckt, aber meistens konnte ich es selbst lösen bzw. habe mir den richtigen Weg dann durch die Lösung nur bestätigen lassen. Wirkliche Sackgassen oder tödliche Fallen gibt es ja nicht oder kaum. Ich glaube, die einzige Möglichkeit für ein sofortiges Ableben im Spiel ist es, im Wucherladen zu klauen und dann trotzdem wieder reinzugehen. Der Ladenbesitzer ist dann wirklich sehr verärgert...


Den teuren Bogen braucht man übrigens tatsächlich nicht, das Spiel läßt sich auch ohne lösen.


Ein kleiner Bug bzw. Logikfehler fiel mir auf. Ist es ein Fehler im Emulator oder im Spiel selbst? Ich hatte doch große Probleme mit dem vorletzten Endgegner, also diesem großen Adler ganz oben im Eagle Tower. Der hat mich jedes Mal mit seinem Wind von der Plattform geweht. Irgendwann habe ich dann in die Lösung geschaut, ob mir vielleicht doch ein wichtiger Gegenstand fehlt, um ihn zu besiegen. Die Lösung sagte dann, daß man bei Problemen mit dem Adler erstmal zum letzten Tempel gehen sollte, um sich dort ein wirksameres Item zu holen - den Flammenstab.


Also habe ich den Eagle Tower wieder verlassen, ohne den Adler zu besiegen und das Instrument zu holen (das habe ich dann später gemacht). Vor dem Tower hat dann weiterhin der fliegende Gockel auf mich gewartet, und ist mir auch nachgelaufen. Und trotzdem war im Hühnerhaus auch ein zweiter fliegender Gockel, der mit Tarin rumgeblödelt hat. Wenn ich mit meinem Gockel rein bin, waren also zwei Stück im Raum. Ich hatte mich noch gewundert, woher der zweite auf einmal kommt, aber es ist wohl so, daß es derselbe sein soll - weil ich den Tower nicht beendet hatte, wurde er als Begleiter nicht gelöscht, aber gleichzeitig lief trotzdem das Skript an, daß ihn mit Tarin im Hühnerhaus zeigt. Nachdem ich das Instrument geholt hatte, lief es wieder in logischen Bahnen.


Zum Thema Skripte bzw. Eventflags austricksen: man kann übrigens den Endgegner komplett besiegen und sich trotzdem noch von der Endsequenz zurückziehen. Nach der Jubelmeldung über den Sieg erscheint der Text "Climb the stairs..." und kurz danach (und bevor die Stufen erscheinen) kann man noch Manbos Mambo spielen und sich zum Eingang vom Ei zurückteleportieren und auch wieder davonlaufen. Bringt halt relativ wenig, weil es nichts mehr zu lösen gibt, und die NPCs auch in ihren Satzschleifen hängen. Es eröffnet sich also leider keine komplett neue Welt. Schade. Der Endgegner ist dann auch nicht als besiegt vermerkt, sondern taucht wieder neu auf, wenn man zu ihm zurückläuft.


Ansonsten ist es natürlich sehr schade, daß das Spiel nun vorbei ist, weil man gerne noch weiter dort geblieben wäre. Wunderbar gemacht, sowohl von der menschlichen, als auch von der technischen Seite her. Ein Spiel dieser Art und Klasse sollte man wirklich mal auf dem C64 umsetzen, wie es ja in Ansätzen schon probiert wurde.

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Grumpy old man13.2.2017
Am Freitag hatte ich doch tatsächlich meinen 40. Geburtstag und sowas bringt einen doch auch etwas zum Nachdenken. Obwohl es das eigentlich gar nicht tun sollte.

Irgendwie fehlt mir zu diesem rechnerisch korrekten Alter subjektiv nach wie vor der Zugang. Das mag daran liegen, daß ich solchen Zeiträumen wie 20 oder 25 Jahren bekanntermaßen nur relativ wenig Bedeutung zuschreibe oder zugestehe. Meine Weltsicht und Meinung zu den Dingen sind daher kaum anders, als sie vor 20 Jahren oder mehr waren. Also warum sollte ich mich oder die Welt dann anders sehen, nur weil jetzt beim Alter eine 4 voransteht?

Mir fehlt da oftmals auch der Zugang zur "eigenen Generation", die sich doch relativ häufig mal auf Zeugs wie Karriere oder Geld fokussiert. Warum sollte ich Zeit und Aufmerksamkeit für so etwas verwenden? Solange ich genug Geld habe, um damit Nahrung, Benzin und Miete eigenständig zu bezahlen (und ein bißchen was für eine gute VHS oder ein Buch vom Flohmarkt übrig bleibt) ist für mich alles in Ordnung. Was würde ich denn mit zusätzlicher Karriere und mehr Geld anfangen? Schnickschnack kaufen, der als Bedarf bis vor kurzem noch gar nicht existiert hat? In "reife" Werte investieren? Meh. Ich konnte auch nie nachvollziehen, warum man sich mit höherem Alter für Geld "Lebensqualität" kaufen soll, und die Dinge plötzlich edler, besser, stärker, schneller etc. braucht. Das Denken ist mir fremd geblieben.

Ebenso fremd ist mir auch geblieben, warum sich Nonkonformismus und Hinterfragung mit den Jahren in Dinge wie z.B. brave Nostalgie oder zeitgemäß korrektes "Retrohobby" und Lifestyle nach Standardschema zu wandeln haben - immer einfacher, bequemer, und bloß nicht sozial unangenehm oder "zu altmodisch" auffallen. Die Leute, die im Alter von 20 Jahren z.B. "rebellisch" gegen eine technologische Standardisierung und das Wintel-Imperium argumentiert haben, sind nur ein paar Jährchen später Teil des Systems geworden. Und warum? Weil das alles schon sooooo lange her ist und man halt seine Perspektiven wechseln muß. Meh.

In dem Sinne habe ich vermutlich den Kontakt zur schnelllebigen Welt merklich verloren, weil diese eben solchen Regeln folgt. Das erklärt auch die Irritation online und offline aus diversen Richtungen (bzw. meinen Interesseverlust am Internet). Und manchmal habe ich den Eindruck, daß gerade die etablierte 30+ oder 40+ Generation besonders streng reagiert, wenn man anders sein will, und dieses auch ausspricht. Denn solche sozial auffallenden Flausen konnte man sich vielleicht in den 80er und 90er Jahren in der Jugend erlauben, aber doch nicht "gereift" im Jahr 2017.

Ist das, was ich beschreibe, nun leere Stagnation und Vergeudung von Lebenszeit? Von meiner Warte aus nicht. Auch wenn man seine Weltsicht in Jahrzehnten nicht ändert, gibt es doch innerhalb dieser Weltsicht so viele Details und Facetten und neue Dinge zu entdecken. Man muß halt nur mehr auf die kleinen Dinge schauen und diesen zu neuen Pfaden folgen. Und das kann belohnender und reichhaltiger sein, als Geld, Karriere, gekaufte Lebensqualität und irgendwelche Smartphone-Screens.

Der Beitrag sollte eigentlich länger werden, aber wer möchte schon eimerweise derlei Egozentrik übelster Machart lesen ;-).

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Noch mehr Link-Kram8.2.2017
In den letzten Wochen hatte ich mich mehr mit dem 386er und dem XT beschäftigt, aber ich habe den Windfisch natürlich nicht vergessen, die alte Schlafmütze.

Sieht doch schon ganz gut aus... (Stand von gestern)



Muß man eigentlich wirklich diesen überteuerten Bogen für 980 rupees kaufen? Ich habe es jetzt mal getan, aber das reisst doch ein großes Loch in die Finanzen, da man ja maximal 999 sammeln kann. Ist das Spiel ohne den Bogen eigentlich unlösbar, oder lassen sich auch Dinge wie der Wurfhaken oder der Bumerang weiterhin als Alternative dazu verwenden? Oder gibt es irgendwo gar einen Bogen umsonst zu finden - mal abgesehen vom Klauen beim Händler?

Die "berühmte" Quest mit der Meerjungfrau habe ich auch gelöst. Da geht es ja in der englischen Fassung um eine Halskette, die sie verloren hat. In der japanischen und deutschen Fassung ist das doch wohl das Bikini-Oberteil, oder? Dann muß die englische Fassung aber auch eine überarbeitete Grafik habe, denn die Halskette ist ja als item zu sehen. Da hat wohl mal wieder einer an die Kinder gedacht.

Ach ja, was ich irgendwie vernachlässigt habe, ist das Sammeln von diesen Muscheln, da habe ich bisher nur 16 Stück. Ist das ein Problem bzw. wird das später noch ein Problem?

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Mysteries of DOS6.2.2017

Hier mal zum Mitraten für Leser zwei "mysteriöse" Ereignisse unter DOS/WfW 3.11, für die ich selbst auch keine rechte Erklärung habe. Vielleicht hat ja jemand Ideen. Das ist die Art von Fragen, die man früher im CF gestellt hätte.


Phänomen 1 - schnellerer DOS-Dateizugriff auf MP3 durch vormaligen Start von Windows (Notebook)


Das erste Ereignis betrifft das Notebook. Nun nehme ich das mit aktuellem MpxPlay unter DOS öfter mal zum MP3s hören her. Ja, ich weiß, neumodischer Digitalschnickschnack. Wenn man MpxPlay startet, liest er aus den Dateien im jeweiligen Musikverzeichnis die nametags der MP3s ein, so daß man das Lied mit vollem Namen und Interpreten in der Auflistung angezeigt bekommt. Ist ja auch gut so, hier wären kurze 8+3-Namen sicher etwas informationsarm.


Das interessante Phänomen ist nun, daß dieses Einlesen natürlich einen kurzen Moment dauert. Ruft man allerdings Windows 3.11 vorher auf, beendet es wieder, und startet dann unter DOS den MpxPlay, geht dieser Dateizugriff  bzw. das Einlesen der Namen mindestens dreimal so schnell. How come?


Die Beschleunigung des Plattenzugriffs kommt doch eigentlich aus der smartdrv.exe. Die wird ja aber bereits beim Starten in der autoexec.bat aus dem Windows-Verzeichnis geladen. Und trotzdem gibt der Aufruf von Windows noch mal einen "Boost" bei der Geschwindigkeit. Ich würde ja vermuten, daß er durch Windows in einen schnellen 32-bittigen Zugriffsmodus geht, und dieser auch nach Beenden erhalten bleibt, aber eigentlich ist der 32-bittige-Dateizugriff in Windows deaktiviert.


Das Phänomen tritt auch nur auf dem Notebook auf, und nur im Zusammenspiel mit MpxPlay. Die Fragestellung ist also: warum ist der Dateizugriff auf MP3-tags unter MpxPlay dreimal so schnell, wenn vorher Windows gestartet und wieder beendet wurde?


Phänomen 2 - Adressierungsgrenzen unter WfW 3.11 bei jpg und png unterschiedlich


Das zweite Phänomen betrifft jpg- und png-Dateien unter Windows 3.11. Nun sind ja auch "größere" jpgs von z.B. 2.500 x 3.000 Pixel Auflösung kein Problem unter WfW, und werden von xnview problemlos (natürlich etwas langsamer) geöffnet. Werden die Dateien allerdings zu groß, also z.B. 4.000 x 5.000 Pixel gibt es doch Probleme. Dann gibt es viel Plattenaktivität und irgendwann bleibt er hängen, und gibt sinngemäß eine Meldung aus, daß ein Speicherbereich oder "Rahmen" nicht adressiert werden konnte.


Obwohl xnview auf Win32s aufsetzt, gehe ich mal davon aus, daß es ein 16-Bit- bzw. Segmentierungsproblem in Windows selbst ist. Er versucht wohl, Speicher am Stück (?) für das Entpacken des großen jpg-Bildes zu reservieren, stößt aber irgendwann an eine Grenze. Da kann man vermutlich nix machen bzw. muß sehr große jpgs halt vorher verkleinern oder auf png konvertieren.


Jetzt aber das interessante Phänomen: mit png-Dateien funktioniert es problemlos, d.h. ich kann eine png-Datei mit 4.000 x 5.000 Pixel Auflösung unter WfW 3.11 öffnen und auch betrachten (gut, natürlich nicht in dieser Auflösung komplett auf dem Bildschirm, sondern im Ausschnitt bzw. verkleinert). Aber jpg und png sind doch eigentlich nur die Pack-Algorithmen für die Bilder, also wie kommt es, daß WfW 3.11 bei jpg-Bildern an eine Addressierungsgrenze stößt, png-Bilder gleicher Größe aber öffnet? Entpackt sollten doch die Bilder den gleichen Speicherplatz benötigen?


Vielleicht stehe ich ja irgendwie auf der Leitung, aber falls jemand Erklärungen für beide Phänomene hat, dann gerne her damit. Ich will mein DOS und WfW gerne so gut wie möglich kennen und Antworten auf alles haben.

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Calvin und Hobbes31.1.2017

Hier ein paar kurze Comic-Gedanken, damit ich ein bißchen was zum Blog beitrage (ein größerer Faselbeitrag mit Computerthema ist aber in Arbeit, und kommt vermutlich nächste Woche).


Neulich hatte ich mir aus der Stadtbücherei das englische "Calvin and Hobbes Tenth Anniversary Book" von 1995 ausgeliehen. Es ist in der hiesigen Bücherei ja leider sogar bei Comics inzwischen schwierig geworden, noch irgendetwas im Regal zu finden, daß nicht digital koloriert wurde oder daß noch älter als 5 Jahre ist. Meh.


Irgendwo in einer Ecke im zweiten Stock bei den englischen Büchern hatte sich aber noch diese kleine handgezeichnete Perle vor der Aussortierung durch den mächtigen "Nicht mehr zeitgemäß"-Filter verstecken können. Und jedem Kenner von Bill Wattersons Werk muß ich wohl wenig über die Qualität und Komplexität von Calvin und Hobbes sagen.


Was ich bei der Sache besonders mag, ist der hohe Grad an Integrität des Künstlers. Zum Einen hat er trotz finanzieller Verlockungen nie zugelassen, daß Kommerzialisierung und Merchandise mit seinem Werk betrieben werden, weil es den Charakteren und ihrer Welt geschadet hätte. Zum Anderen war er immer stolz darauf, daß die Serie eine "low-tech, one-man operation" war. Last but not least hat er die Serie nach 10 Jahren auch freiwillig beendet, weil er einen Qualitätsverlust durch kommerzielle Überdehnung verhindern wollte.

Wenn nur manch andere Leute auch so denken würden. Matt Groening, ich blicke in deine Richtung.


In diesem Sinne die berühmten letzten Worte: "It´s a magical world, Hobbes, ol´ buddy... Let's go exploring!"

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Der Letzte seiner Art12.1.2017
Ein paar kurze Gedanken zum neuen Jahr und (mal wieder) zum Thema Lebensdauer und mögliche Langlebigkeit von Technik und Hardware.

Das hat zweierlei Gründe. Zum Einen hat Stefan Höltgen in der letzten Ausgabe vom Return-Magazin in seiner Kolumne die wohl verbreitete These geäußert "Nach spätestens 40 Jahren geht jeder Computer kaputt, und die dafür entwickelte Software kann nicht mehr weiter benutzt werden". In der Kolume selbst wird die Aussage dann aber auch hinterfragt bzw. die bequeme Emulation und allein die künstliche Nachahmung eines Originals als "perfekte" Lösung auch kritisch betrachtet. Gut so.

Zum Anderen haben wir mit dem Jahr 2017 jetzt gerade diese 40-Jahre-Schwelle erreicht. Es gab natürlich auch Vorläufer, aber das Jahr 1977 war im Bereich des "digital home entertainment" wohl ein merklicher Schritt hin zum verbreiteten privaten Besitz entsprechender Hardware, seien es komplette (8-Bit)Homecomputer mit Bildschirm, Tastatur und Speichermedien wie der Commodore PET, seien es Spielkonsolen mit auswechselbaren Modulen wie das Atari VCS. Es wäre also ab jetzt im Prinzip möglich, privates Programmieren und Daddeln mit 40 Jahre alter Hardware zu betreiben. Gibt es sie noch? Falls ja, warum gibt es sie noch?

Was macht eine Hardware langlebig? Zum Thema defekte Hardware und mögliche Reparaturen findet man in Büchern und online jede Menge Information, aber das beantwortet nicht die Frage, warum manchmal identisch gebaute Hardware (selbe Bauserie, selber Schaltplan, selbe Bausteine, selbe Fertigungsqualität und Sorgfalt, selbe Materialien etc.) so unterschiedliche Lebenszeiten hat. Warum waren manche C64 bereits nach relativ kurzer Zeit in den 80ern defekt, während andere aus der gleichen Bauserie noch heute problemlos laufen, ohne jemals auch nur eine Reparatur benötigt zu haben? Das hat natürlich mit vielen Faktoren zu tun - wie das Gerät behandelt wurde, wo es stand, wie viel Staub, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit es ausgesetzt war etc. Im Fall C64 trägt sicher auch das Verwenden eines externen Resetschalters zur Langlebigkeit bei, denn ohne einen solchen käme man um häufiges Ein- und Ausschalten am Netzschalter nicht herum - und gerade dann sind die unbestimmten Energiezustände in einem elektronischen System am Anfälligsten für technisches Versagen.

Als die Rechner damals aus der Fertigung gelaufen sind, konnte man jedenfalls nicht voraussagen, daß einige von ihnen auch nach Jahrzehnten noch aktiv sein werden. Das hatte niemand so geplant, und es war auch niemals von Konstrukteuren und Marketing so vorgesehen. Schließlich sollte man sich (auch damals schon) in bestimmten Intervallen wieder die neueste Hardware kaufen und "mit der Zeit gehen". Und trotzdem hat so manche Hardware den Strategen quasi ein Schnippchen geschlagen, da sie einfach nicht abtreten wollte, sondern lief und lief und weiterhin läuft - so daß es am Ende den meinungsbildenden Medien und den progressiven Konsumenten überlassen blieb, sich den "lahmen Steinzeitkram" aus Prinzip nicht mehr "antun" zu wollen.

Wenn ich mir da z.B. meinen 386SX so ansehe, dann war dieser sicher nicht für dauerhafte Verwendung konstruiert. Im Jahr 1991 sollte jedem Konstrukteur und jeder Qualitätskontrolle ersichtlich sein, daß ein solches Modell nicht für längere Zeiträume geplant sein kann, zumal man auch auf viele modulare Konzepte verzichten musste. Der Prozessor mit dem 16-bittigen Flaschenhals ist nicht auswechselbar und fest verdrahtet. Der Grafikchip mit einem halben Megabyte Speicher ist fest verdrahtet. Zu den 2 MB RAM onboard läßt sich bestenfalls ein einziger Speicherriegel hinzufügen, also maximal 4 oder 8 MB dazu. Der ganze Gedanke dahinter war Kostenersparnis durch günstigere Fertigung der SX-Reihe und vereinfachte Boards. Und trotzdem - er läuft nach 26 Jahren immer noch. In der originalen Konfiguration, ohne moderne Ersatzteile, und selbst nach etlichen Jahren Standzeit in einem ungeheizten und feuchten Raum (bevor ich ihn mir für umsonst mitgenommen habe).

Und trotzdem muß ich wieder zu der pessimistischen Aussage in der Kolumne zurückkommen. Auch wenn für manche Hardware aktuell noch keine 40 Jahre vergangen sind, so nimmt die Zahl der aktiven und einsatzbereiten (und vielleicht sogar noch 100% originalen Geräte) natürlich mit jedem Jahr ab. Wie viele originale und unverbaute C64 gibt es heutzutage noch? Wie viele originale und unverbaute "massengefertigte" 386er gibt es heute noch

Und dazu fällt mir noch ein wichtiger Faktor ein, über den besonders Leute, die allzu gerne mit "Massenfertigung, in die Tonne kloppen"-Aussagen zur Stelle sind, einmal kurz nachdenken sollten. Jedes alte Gerät, daß heute noch läuft, hat im Prinzip die Chance, einmal das letzte lauffähige Gerät seiner Art zu sein. Selbst wenn es heute noch Abertausende oder mehr davon gibt, die Zahl wird fallen. Und wenn ein Gerät tatsächlich schon so weit gekommen ist (und damit in gewisser Weise auch Zeugnis über den Respekt widerspiegelt, den es vom Anwender erfährt), hat es die mit jedem Jahr steigende Chance, als letzter Zeuge seiner Art oder Bauserie "aufrecht" zu stehen.

Dann hätte am Ende sogar das Produkt einer seelenlosen Massenfertigung die letzte Stufe der Individualität erreicht.

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Link Nachtrag und Frohe Weihnachten22.12.2016
Ein bißchen geht es ja voran mit dem Link-Spielen, siehe hier:



Wirklich frustriert hat mich bisher nur der Flaschengeist als Endgegner im zweiten Tempel. Zu dem bin ich mit nur 4 Herzen rein und es hat sich doch etwas in die Länge gezogen, bis er endlich besiegt war.

Ansonsten werde ich jetzt mit dem Emulator-Spielen wohl trotzdem ein paar Tage aussetzen, da ich den pfeilschnellen Pentium 166 ja über Weihnachten immer in die Ecke stelle, und mich nur mit C64 und 386er beschäftige. Das Ganze auch, um ein klein wenig ein Zeichen gegen die digitale "nur neu und schnell ist gut"-Geschenkewelle zu Weihnachten zu setzen. Zumindest für mich selbst.

Ich wünsche allen Bloglesern Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr :-).

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Link to the DOS12.12.2016
Ich bin ja eigentlich kein Freund von Emulatoren. Entweder, es gibt ein Spiel für eine bestimmte Plattform, oder man verwendet eben das originale Gerät. Schließlich gehört die greifbare Hardware und ihre materielle Existenz als haptische Erfahrung mit zum anwenden und/oder spielen. Außerdem mißfällt es mir immer, wenn Emulatoren sogar unter DOS auffallend hohe Hardwareanforderungen stellen, "nur" um ein älteres Gerät nachzubilden.

Das mag zwar bisweilen notwendig sein, weil eine akkurate Nachbildung der komplexen Bausteine nicht ohne eine gewisse Rechenleistung auskommt, aber auch hier gäbe es zumindest manchmal sicher auch elegantere Lösungen, die mit "weniger" auskämen. Ich habe da oft den Verdacht, daß die Programmierer ihren Emulator halt auf dieser oder jener schnellen PC-Hardware geschrieben haben, und dann einfach davon ausgehen, daß diese Hardware als gegeben zu gelten hat (weil sie ja eh "jeder" haben sollte).

Aber sehen wir uns ein praktisches Beispiel an.

Vor einigen Monaten hatte ich auf einem SNES-Emulator unter DOS den Zelda-Teil "A Link to the Past" durchgespielt. Das ging in Farbe und bunt sogar "noch" auf dem Notebook mit Pentium 120 (siehe hier) - vermutlich würde auch ein schneller 486er ausreichen. Obwohl ich sonst ja kein Konsolenspieler bin, hat mir das Spiel sehr gut gefallen. Diese Art von Action-Adventure oder auch Action-RPG gibt es zugegeben unter DOS kaum, von eher fragwürdigen Portierungen wie "Knights of Xentar" mal abgesehen. Wobei Letzteres durchaus auch auf einem 386er läuft. Aber es sollte doch gerne wieder etwas Zelda-mäßiges sein, falls möglich mit dem selben Stil und Gameplay.


Die neueren Teile sind ja alle auf 3D ausgelegt bzw. auf moderne 32-Bit-Konsolen, für die man massig Rechenleistung braucht. Gefällt mir beides nicht. Also landete ich letztendlich bei dem spielerisch sehr ähnlichen "Link´s Awakening" - welches es aber dummerweise nicht für SNES, sondern nur für den Gameboy in Monochrom gibt. Also musste dafür ein guter Gameboy-Emulator unter DOS her. Was an sich erst mal kein Problem darstellt, denn man findet etliche Programme dazu online, darunter auch viele neuere DOS-Programme aus dem 21. Jahrhundert. Praktisch ergaben sich aber doch einige Schwierigkeiten.


Viele dieser neueren Emulatoren scheinen unter DOSBox für DOSBox geschrieben zu sein, also eine Emulation in der Emulation. In echtem DOS 6.20 wollten diese jedenfalls nicht so recht. Auch mit der Hardwareerkennung hapert es, so konnten Programme mit einer gepflegten ISA-Soundkarte nur wenig anfangen. Meh. Ich will doch den orchestralen Sound einer Gameboy-Erfahrung erleben ;-). Last but not least sind auch die Hardwareanforderungen oft extrem hochgeschraubt. So steht z.B. in der txt zu einem Emulator, daß man auf einem Rechner mit 400 Mhz wohl noch mit den Frameskip-Werten herumprobieren sollte, um flüssiges Gameplay zu erreichen. Sonst noch was? Wie kann es sein, daß ein bunter SNES-Emulator völlig stabil auf einem Pentium 120 läuft, und hier ein monochromer Gameboy-Emulator plötzlich nach 500+ Mhz kräht? Wohlgemerkt alles unter reinem DOS.


Am Ende haben ich dann einen älteren Emulator namens VGB gefunden. Und siehe da, die moderaten Anforderungen in der txt werden mit "486DX-33 (empfohlen DX-66)" angegeben. Na also, es geht doch. Das macht zwar optisch und komfortmäßig jetzt nicht besonders viel her, der Bildausschnitt ist ein wenig klein geraten, und die Farbwahl ist auch nicht ganz original, aber wohl in der Optik anpassbar. Egal. Es ist absolut flüssig spielbar, inklusive Ton und Musik.. Und für ein Gameboy-Modul scheint die Welt des Spiels auch extrem umfangreich zu sein. Also fangen wir doch gleich mal an.








Die Schlußpointe der ganzen Story ist mir übrigens schon bekannt bzw. steht sie ja eigentlich auch im Spieltitel. Aber sei es drum. Das erste Instrument habe ich im ersten Tempel bereits gefunden, aber das ist wohl nur ein kleiner Schritt hin zur Lösung. Ein paar Tauschgeschäfte habe ich auch schon gemacht, als letztes habe ich jetzt die Bananen vom Krokodil bekommen. Nun sagt mir die Eule, ich soll in den Sumpf gehen und die Kiddies vor der Bibliothek erzählen mir, daß ich einen entführten Hund retten soll. Den habe ich in einer Höhle wohl auch schon gefunden, aber da steht so ein grober Klops im Weg und macht mich jedes Mal nieder. Mal überlegen und weitergucken.


Hat es von den Bloglesern sonst schon jemand durchgespielt?

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Infotainment oldschool5.12.2016


Zur Zeit habe ich nicht viel Neues zu berichten, aber vielleicht ist das hier ja ganz interessant: dieser Tage habe ich 10 Ausgaben der naturwissenschaftlichen Zeitschrift "Kosmos" hereinbekommen - und zwar aus dem Zeitraum von 1947 bis 1950.

Die Zeitschriften sind für ein Alter von fast 70 Jahren in einem erstaunlich guten Zustand, lediglich etwas vergilbt. Das ist zwar sonst nicht so mein Zeitbereich, da mich hauptsächlich Zeitschriften aus den 70er Jahren interessieren, aber es ist dennoch interessant, zu sehen, daß auch "so kurz" nach dem Krieg schon wieder naturwissenschaftliche Magazine zur allgemeinen Bildung in einer Auflage von 50.000 Exemplaren erschienen sind - natürlich mit einem Vermerk, daß die Publikation durch die alliierten Militärbehörden freigegeben ist.


Die Cover sind eher beschaulich-deutsch mit meist Tier- und Landschaftsbildern, aber die Artikel im Heft widmen sich durchaus komplexeren Themen wie z.B. Astronomie und Physik. Was sind Isotopen? Wie ist ein Atom aufgebaut? Was ist ein Cyclotron? Woher bezieht die Sonne ihre Energie? Die Kernfusion ist auch korrekt beschrieben, nur das Alter der Sonne wird mit "etwa zwei Milliarden Jahren" nach heutigem Wissensstand falsch angegeben.


Hierbei ergibt sich natürlich wieder die Frage "Warum alte wissenschaftliche Zeitschriften lesen, wenn die Information im besten Fall unvollständig und im schlechtesten Fall vollkommen falsch sind?" Vielleicht, weil sie eben ein Spiegel ihrer Zeit sind, und gerade in diesem Fall aufzeigen, daß auch in schwierigen Zeiten der Wunsch nach Wissen weiterbesteht. Dies zeigt sich besonders gut an den für moderne Augen eher seltsamen "Werbeanzeigen" im Jahr 1947, die nur den Namen des Produkts erwähnen, und dann dazu schreiben, daß es das Produkt im Moment gar nicht zu kaufen gibt, sondern erst irgendwann in besserer Zukunft wieder. Während sich also die Zeitschrift Gedanken über Forschung und Fortschritt machte, mangelte es selbst an Grundnahrungsmitteln. Und auch bei den privaten Anzeigen werden gerne mal Bücher etc. im Warentausch bzw. Tausch gegen "Rauchwaren" gesucht.


Darüber hinaus sind viele Artikel auch in dem Sinn ein wenig zeitlos, da sie abenteuerliche Themen und Streifzüge durch die Natur beschreiben, und gerade durch ihre Bescheidenheit (Exkursion durch die Insektenwelt eines Hauses mit der Lupe) angenehm sind. Also durchaus interessante Literatur aus einer Zeit, als es noch nicht selbstverständlich war, sich etliche Formen der Bildung durch Infotainment, Bibliotheken, Internet und Hochglanzmagazine überall besorgen zu können.


Und obwohl ich ein wenig zurückhaltend war, werde ich mich jetzt doch mit Interesse durch alle Ausgaben lesen.

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Old Time Radio aus Deutschland16.11.2016

Alte Radiosendungen interessieren mich ja immer sehr, weil man dort auch einen Einblick in die Mentalitäten jener Zeit bekommt. Von den klassischen US-Radioserials wie Dragnet und Texas Rangers kenne ich ja auch eine Menge, und bin immer überrascht, daß sie auch in den 40er und 50er Jahren deutlich besser und vielschichtiger waren, als die oft recht dumpfen Kinoserials.


Aktuell habe ich eine Seite gefunden, auf der es auch etliche Ausschnitte aus deutschen Radioprogrammen vergangener Jahrzehnte gibt. Das Thema scheint in Deutschland ja weniger beliebt zu sein, die Ausschnitte sind auch zumeist aus Unterhaltungsprogrammen oder Nachrichten. Die Audioqualität scheint mir sehr wechselhaft zu sein, von klaren Aufnahmen hin zum stark Verrauschten.


Die Seite findet man hier:


http://www.rias1.de/


Weiß eigentlich noch jeder, was RIAS bedeutet? Rundfunk im Amerikanischen Sektor.


Die Seite sieht zugegeben ein bißchen aus, wie mit dem Netscape Composer für AOL Hometown oder GeoCities gebastelt, aber das soll mich nicht stören. Allerdings ist es doch etwas unsortiert und sprunghaft in der Auswahl, Seiten für englischsprachiges "old timey radio" machen sich da mehr Mühe. Oder gibt es bessere deutsche Seiten?


Viele der Radioprogramme beinhalten Musik, da stellt sich natürlich die Frage, wie das rechtlich aussieht. Aber sei es drum. Hier mal ein hübsches Beispiel aus dem BR-"Pop nach 8" mit dem jungen Thomas Gottschalk vom Juli 1978, komplett mit Gebabbel, Verkehrsdurchsagen und Hörergrüßen. Es sind zwar nur ca. 34 Minuten, aber sie geben einen netten Einblick in jene Zeit:


http://www.rias1.de/sound4/br/popnach8/780700_br3_pop8_oldiehitparade_.mp3


Natürlich spielt er goile Musik, die man auf einem kommerziellen Retortensender heute kaum mehr finden würde, weil sie nicht in das Schema kundengerechter Oldielisten passt. Aber auch so fällt die entspannte Natur der Moderation auf. Keine ständigen Jingles und Selbstbeweihräucherung als der beste und hippste Sender, keine Sounduntermalung unter der Sprecherstimme, keine nervige Comedy und Studiogäste, einfach nur ein netter Kerl (und noch nicht die gestylte Medienikone mit Villa in den USA) und Musik auf dem Plattenteller. Zu dem Zeitpunkt war er übrigens im Nebenberuf auch schon Fernseh-Moderator, z.B. bei den Telespielen.


Ich mag auch die Stelle, an der er bei der Zeitdurchsage sagt, daß eine Minute hin oder her doch keinen Unterschied machen, die Zeit steht ja eh still, weil es um Oldies geht. Vielleicht machen ja auch 38 Jahre keinen großen Unterschied.


Ansonsten kann man auf der Seite gut stöbern, gerade unter den "News" findet man viele alte Nachrichten (z.B. vom RIAS), die Einblicke in das Zeitgeschehen liefern. Und wenn man den Nachrichtensprecher dann z.B. nüchtern vorlesen hört, daß die Terroristen aus dem Olympischen Dorf in München gerade mit ihren Geiseln auf dem Weg zu einem Hubschrauber sind, der sie zum Flughafen bringen soll, und man jetzt einfach abwarten müsse, was nun geschehen wird, dann weiß man aus einer rückblickenden Warte natürlich, was geschehen wird - und daß die Sache nicht gut ausgeht. Aber so ist das halt mit dem Wissen über die Zeit.


Dann vielleicht doch lieber Tommy Gottschalk und seine gute Laune.

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Politische USA-Gedanken11.11.2016

Normalerweise äußere ich mich ja nur selten zu aktuellen Themen, aber zu der ganzen Trump-Misere (?) möchte ich doch etwas sagen. Was mir allgemein Sorgen macht, ist sogar weniger dessen Person, sondern die Fortsetzung des globalen Trends zu nationaler Eigenbrötlerei, Isolationismus und generell rechten Ideen und Konservatismus. Politische und soziale Systeme wie die EU oder das progressive Amerika bröckeln. Viele Leute sehen Parallelen zum "aufziehenden Sturm" der 30er Jahre. Das mag zu weit gehen, aber Grund zur Besorgnis ist vorhanden.


Was mir an der Wahlüberraschung sogar ein wenig gefällt, ist das Versagen aller Vorausberechnungen. Da gibt es doch die schöne Theorie, daß man durch Informationssammeln, Datenkorrelation und dicke Rechenpower heute alles analysieren und dann berechnen bzw. voraussagen kann. Klappt wohl nicht so ganz. Es hat zumindest den Anschein, als würde der menschliche Faktor weiterhin unberechenbar bleiben, gerade wenn Themen wie (Kultur-)Angst vor Macht- und Wohlstandsverlust mit hineinspielen.


Amüsant finde ich auch wieder, wie die Rechtstendenz in Deutschland auf den Zug aufspringt, und die Wahl von Trump quasi als "Weckruf" für ihre überdrehte Form von nationalem Bewußtsein sieht, und Kommentarfunktionen online damit vollmüllt. Aber naja, würde es in einem Artikel um einen Sack Reis gehen, der in Castrop-Rauxel umgefallen ist, könnte man wahrscheinlich auch die Uhr danach stellen, wann der erste Kommentar kommt, der sinngemäß sagt "Wacht auf, Leute. Bald haben wir keinen Platz mehr für umfallende Reissäcke, weil überall finstere Ausländer stehen. Nieder mit der linken Lügenpresse. Stoppt Merkel. Wählt AfD..." Irgendwie peinlich, und mit einer der Gründe, warum ich das Internet gar nicht vermisse.


Lausige Präsidenten hatten die USA schon so einige, z.B. in den 20er Jahren. Wer mal das Buch "One Summer: America 1927" von Bill Bryson gelesen hat, der weiß, daß sich die Kompetenz der Amtsträger dort auch sehr in Grenzen hielt. Zumindest, wenn man einem Berufslästerer wie Mr. Bryson glauben mag. Einer der wenigen wirklich fähigen Präsidenten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dürfte IMO wohl FDR (Franklin Delano Roosevelt) gewesen sein, und auch der nahm es mit der Wahrheit nicht so genau. Allerdings war er 12 Jahre lang Präsident (1933 - 1945), was außer ihm bisher sonst keiner geschafft hat. Warum die Leute 1969 Richard Nixon zum Präsidenten gewählt haben, wird auch ein Mysterium bleiben, zumal dessen Charakter ja schon durch seine Rolle als opportunistischer "Kommunistenjäger" in den 50ern bekannt war. Aber das ist Amerika.


Als Reagan an die Macht kam, gab es auch so einiges Gejammer über den rechtkonservativen Schauspieler mit eher schlichtem Gemüt und kaum wirklicher Erfahrung, und am Ende war es doch eine Präsidentschaft, die viele Dinge zum Positiven geändert hat (während derer aber auch viel Politmist gebaut wurde, gerade im lateinamerikanischen Bereich). Damit will ich Trump keinesfalls in Schutz nehmen oder in ein positives Licht stellen, daß er nicht verdient. Er ist ein Dampfplauderer, und wird es auch bleiben. Allerdings ist die Panikmache in den Medien und gerade online doch auch wieder typisch 21. Jahrhundert - überall böse Ausländer, Terroristen, Tod und Krieg und Putin und Erdogan, und jetzt auch noch "President Evil" bei unseren einst guten Freunden. Huibuh. Fürchtet euch und greift nach allen Informationen, Hetzkommentaren und kostenpflichtigen Klickstrecken. Meh.


Man kann nur abwarten, was passieren wird. Und anstatt sich online und in Newskacheln damit zumüllen und belasten zu lassen, schalte ich doch lieber C64 und DOS-Rechner an. Womit ich auch wieder die Kurve zum Blogthema gekriegt habe.

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Macintosh Centris 6507.11.2016

Folgenden Beitrag hatte mir Thomas aka Bird letzte Woche gesendet. Ich finde es ja auch immer schön, wenn ältere Rechner noch mit Respekt behandelt werden und aktiv im Einsatz sind.


Aufgrund des hohen Preises und der doch sehr speziellen Einsatzbereiche war der Mac in Deutschland wohl nie sonderlich beliebt als privater Rechner. Da mag es auch bezeichnend sein, daß die schmale Mac-Rubrik im Computerflohmarkt seinerzeit fast immer leer stand, und selbst einfachste Rechner wie der ZX81 mehr Aktivitäten und Fancommunity hatte. Nur einmal (so um Anfang 1994) hatte ein Streithansel einen größeren Beitrag für die Mac-Rubrik geschrieben, und sich darüber ausgelassen, warum sein Mac viel besser als jeder Amiga sei. Aber auch diese Aktivität war schnell wieder zu Ende.


Hier aber nun der Beitrag von Bird mit Foto. Vielen Dank.



Hi Chris!

Du bist nicht zufällig auch mit Macintosh-Maschinen im Gange? In Hildesheim ist in den Untiefen eines verlassenen Kellers unter der Universität etwas Altes aufgetaucht. Ein Macintosh Centris 650 aus der 68k-Reihe, ein vergilbter Desktop-PC mit Schwarz-Weiß-Monitor. Der Computer steht in der Ecke einer sogenannten Übezelle, wo die kommende Musikelite ihre neusten Kompositionen an Klavieren verfeinern kann.


Auf dem Monitor steht in Silberschrift geschrieben: "Geduld, ich bin alt." Ebenfalls ist vermerkt, wo der Computer einzuschalten ist, nämlich über eine Taste auf der Tastatur. Aber das ist noch nicht alles. Die Wand um den Macintosh herum ist beklebt mit alten Zeitungsausschnitten von Computerzeitschriften von 1993 und 1994! Darunter eine Preisliste der damals aktuellen Hardware mit unglaublich hohen Preisen. Ich weiß nicht, wie lange diese Installation dort schon existiert, aber wenn man den Computer einschaltet, gibt es da einen Hinweis darauf. Es gibt eine Textdatei in Form eines Gästebuches, wo sich seit letztem Jahr einzelne Menschen verewigt haben. Darunter ist die Mitteilung, dass sich der alte Mac doch in seiner Bedienung kaum von neuen Mac-Books unterscheide.


Jeder kann das Teil anschalten und die Spiele und Programme darauf benutzen. Darunter sind Schach, ein Textadventure, der Plattformer Prince of Persia und Musikprogramme. Die Bedienung ist ganz Anders als bei Windows: Die Maus hat nur eine Taste und man muss sie ständig gedrückt halten, um in den Menüs zu navigieren.


Die Sache, einen alten Computer bedienfähig in einer Ecke in einem offenen Raum zu platzieren, ist meiner Meinung nach etwas Herzerfrischendes für Computer-Fans. Möchtest du einen "Außenbericht" in deinem Blog dazu machen? Ich hänge ein Foto in den Anhang dieser Mail an, aber ansonsten kann ich noch welche machen. Was man nicht alles findet, wenn durch die Weiten gestreift wird?

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Romanprojekt Selene - kein neues Kapitel27.10.2016

Im Moment fallen mir irgendwie keine guten Beiträge ein, die nicht nur eine Wiederholung von bereits oftmals Gesagtem wären. Auch mit dem Selene-Romanprojekt hänge ich im Moment etwas hintendran, was zugegeben auch damit zu tun hat, daß ich den 386er angeschlossen habe, und die Arbeitsfassungen vom Roman alle auf dem Pentium liegen ;-).


Aber auch dort hatte sich wieder das Phänomen eingestellt, daß ich mit dem Fortschritt der Handlung nicht zufrieden bin. Ich habe zwar noch einige Seiten (Aktschnszene) weitergeschrieben, die bisher nicht online sind, aber irgendetwas fehlt mir jetzt. Die ersten Seiten hatten eine richtig gute Atmosphäre und "sense of wonder" mit den detaillierten Beschreibungen von Natur und eher mysteriösen Dingen, aber dieses Gefühl bringe ich im Moment nicht hin. Immer etwas Dialog, dann passiert was, dann wieder etwas Dialog usw. Irgendwie hat vielleicht auch der kosmische Bombast (bzw. das, was in einem Film ein Effektgewitter wäre) die Stimmung rausgenommen.


Wobei aber die Kosmogonie (da nur Dialog bzw. Monolog) vielleicht der letzte Handlungsteil ist, auf den ich richtig stolz bin bzw. bei dem ich einen konkreten Unterschied zu den generischen Teenager-Fantasyromanen sehe, die es sonst so gibt. Fand die sonst auch noch jemand gut, oder ist das nur sinnbefreiter möchtegern-philosophischer Quark, der den Leser langweilen würde?


http://www.bruchbach.de/kosmo.pdf


Es gab halt auch so gar kein Feedback, daß mir irgendwie hilfreich sagen würde, welche Abschnitte funktionieren und welche nicht, wo die Charaktere sympathisch wirken und wo nicht etc. Ja, ich weiß, das Blog ist für sowas der falsche Ort, aber ich bin halt auch kein Freund von Bewertungswebseiten, wo ich den Text erstmal in irgendwelche "Masken" etc. einfügen muß.

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Dark Side of the Mouse - Teil 217.10.2016
Wenden wir uns wieder mal einem Thema zu, mit dem ich mich hier schon beschäftigt hatte - der langlebigen Comicreihe "Lustige Taschenbücher" (LTB), die seit 1968 in Deutschland hauptsächlich italienische Geschichte aus den Disney-Universen von Donald Duck und Micky Maus veröffentlicht.


Nun sind diese Ausgaben immer auch Spiegel ihrer jeweiligen Zeit bzw. von Veränderungen des Zeitgeistes. So kommt es durchaus vor, daß ältere Ausgaben für eine erneute Veröffentlichung geändert und umgetextet werden. Auch der allgemeine Stil hat sich im Laufe der langen Jahre immer wieder gewandelt, was vielleicht speziell im Fall von Micky Maus besonders auffällt, der sich vom ernsthaften Detektiv (mit oft sogar relativ düsteren Geschichten) zur reinen Spaßfigur mit überdrehten Stories gewandelt hatte. Der "Fachbegriff" ist Kaschperl-Micky, und die Bruchbach-Folge "Oh Badger, Where Art Thou" nimmt hierauf direkten Bezug.


Das Thema Tod und auch die damit verwandte Gewalt ist bei Disney ja generell unerwünscht. Im Duck-Universum wagt man sich ganz selten heran, ein klein wenig vielleicht noch bei Carl Barks und Don Rosa. Wenn derartige Themen in den italienischen Geschichten vorkommen, wurden es zumindest in frühen Jahren in deutschen Ausgaben stets wegzensiert und retuschiert, siehe Geschichten wie "Der Gegenspieler". Die Micky-Geschichten waren da stets etwas aufgeschlossener.


Interessanterweise findet sich in Ausgabe 80 "Fantastische Geschichten mit Micky" von 1982 eine erstaunlich pessimistische und nachdenkliche Geschichte, die immer wieder Bezug auf Tod, Folter, Krieg und Vorurteile nimmt. Das ist ungewöhnlich, gerade für den "späten" Zeitraum. In der ersten Hälfte der 80er gab es einen qualitativen Durchhänger, und die Ausgaben waren in der Regel deutlich schlechter und fließbandartiger als noch 10 Jahre zuvor. Um so mehr überrascht mich immer die Geschichte mit dem doch recht generischen Titel "Ärger mit den Vorfahren" in oben genannter Ausgabe durch ihren weltkritischen Unterton.


Die Grundidee ist erst einmal sehr absurd. Mike und Goofy reisen unbeabsichtigt durch die Zeit, und zwar mit Hilfe eines fliegenden, magischen Baumes, dessen Samen Goofy auf seinem Dachboden gefunden hat (ein Standardplotmuster). Das ist noch einige Jahre vor dem Plotbogen, der Micky und Goofy den Zugang zur Zeitmaschine im Museumskeller, und damit zu ständigen Zeitreisen ermöglicht. Was an der 1982er Geschichte auffällt, ist wie gesagt der ziemlich negative Unterton. An jeden Ort, an den Micky und Goofy kommen, werden sie mit Ablehnung begrüßt.


Hier ein paar exemplarische Auszüge.


Nachdem es in der Steinzeit schon Kloppe mit der Keule gab, landen sie im Zweistromland, wo Micky erstmal den klassischen Oberlehrer gibt.



Nachdem wir noch lernen, daß die Farben der Zikkurat für die Himmelskörper stehen, werden die beiden auf der obersten Stufe vom Hohepriester freundlich empfangen.



Nach einem Zwischenstop bei Dädalus und Ikarus (auch hier wird der tödliche Sturz von Ikarus in die Tiefe kurz gestreift) landen sie auf einer römischen Galeere im Krieg gegen Karthago.



Hier muß dem Übersetzer die Zeile bzw. Sprechblase verrutscht sein, denn der Ruf "Tod den Römern" kommt aus dem Schiff mit der SPQR-Flagge. Naja, vielleicht ist es ja ein unzufriedener Galeerensklave ;-).


Bei den Karthagern sollen Micky und Goofy als Kriegsgefangene in einem Fass ersäuft werden, und auch die Hunnen haben begeisterte Vorschläge.



Im nächsten Abschnitt der Reise wird die italienische Natur der Geschichten wieder deutlich, denn sie landen im Konflikt zwischen den beiden Städten Pisa und Lucca, und werden zum Tod im Hungerturm verurteilt, weil sie Fremde sind.



"Wo man hinkommt, überfall führen sie Krieg", "Die Menschen werden wohl niemals klüger" stellen beide fest, als die Armee von Pisa gegen Lucca in den Krieg zieht. Und kurz darauf noch einmal im Wilden Westen...



Das Ende vom Lied ist, daß sie endlich wieder daheim in Entenhausen ankommen (oder in Mausstadt bzw. Topolinopoli im Original) und sich endlich von den Strapazen erholen möchte. Nur leider zeigt der Spaziergang durch die Stadt nur wieder, daß Rücksichtslosigkeit und Verbrechen auch hier präsent sind. Was Micky am Ende zu einer zeitlosen Erkenntnis kommen läßt, die so gar nicht zum Lustigen Taschenbuch passt.



Wie sieht es in aktuellen Ausgaben aus? Gibt es dort ähnliche Geschichten?

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Lob für 386SX10.10.2016
Ein sinnbefreiter Fotobeitrag, aber mir war gerade danach. Weil mein hochgeschätzter 386SX (und seine Verwandschaft) in letzter Zeit ja mal wieder negative Meinungsmache erfahren haben, habe ich am Wochenende einfach mal ein paar grieselige Fotos gemacht, die ihn bei verschiedenen Aufgaben zeigen. Keine vom eigentlichen Rechner losgelösten Screenshots, sondern den kompletten Rechner im Bild. Im Grunde völlig nichtssagend, aber mir war danach.



Bildbearbeitung. In Farbe und bunt.



DOS-Adventures, hier z.B. ein klassisches Sherlock-Holmes-Adventure in 256-Farben-VGA. Das habe ich auf diesem Rechner auch schon durchgespielt.



Diskmags lesen, hier eine Ausgabe der Imphobia.



Jepp, es gehen sogar Emulatoren. Von Originalgeschwindigkeit ist man zwar meilenweit entfernt, und man muß im Fall C64 auch einen Emulator verwenden, der keine FPU benötigt, aber im Prinzip geht es. Falls also jemand behauptet, es geht nicht (oder nur mit uralten Sachen), hier der Gegenbeweis. Der schwarze Schattenbalken im unteren Bildbereich (auf dem Grau) kommt vom Röhrenmonitor fotografieren und ist sonst nicht zu sehen.



Und weil es so schön war, gleich nochmal.

Soviel dazu. Eigentlich wollte ich noch was mit Tracker oder Soundprogramm fotografieren, aber dann war ich zu faul, ihm die Soundkarte einzubauen. Die teilt er sich ja mit dem Pentium. Vielleicht ein anderes Mal mit Fokus der Fotos auf Klangzeugs.

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