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| Ein Blog mit Neuigkeiten über meine fiktive Animationsserie/Satire "Bruchbach Serenade", den real existierenden Comic dazu und andere verwandte Themen wie z.B. Gedanken zur Serie, neue Ideen zu Handlungen, Skripte, Artwork etc. RSS-Feed: http://www.simpleblog.org/rss.php?u=Bruchbach |
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Ich wollte mich ja noch kurz zum neuen Retro-Magazin äußern, daß vor einigen Tagen bei mir eingetroffen ist. Natürlich war es auf den ersten Blick gleich mal enttäuschend, nicht mehr bunt und lückenlos über die neuesten Entwicklungen aus dem Hause Ubisoft informiert zu werden bzw. zu wissen, was der ordentliche "Retronaut" auf seiner Playstation 3 oder XBox360 zu spielen hat, um seinem Lebensgefühl Ausdruck zu geben. Sehr schade ;-). Aber gut, sehen wir uns halt den Rest an, der sich irgendwie meist um alten Kram dreht. Seit langem ist mal wieder eine klare thematische Linie im Heft zu finden, nämlich zum Thema Papier und Computer. Wir sehen durchgehend konkrete Bezüge auf das Heftthema und keine Querbeet-Artikel mit Worthülsen wie "Culture Clash" als Rubriken. Nun ist das natürlich ein Thema, daß auch stärker in den informationstheoretischen Bereich geht (Alan Turing, Claude Shannon, Papiermaschinen, Schachcomputer und Co) und mag daher vielleicht an ein paar Stellen fast ein wenig zu viel "kaltes Wasser" im Vergleich zum Fun-Stil der letzten Ausgaben sein. Die Bandbreite des Themas wird aber meistens gut ausgenutzt, und auflockernde Beiträge wie z.B. zu den verschiedenen Versionen von "Paperboy" sind passend gesetzt. Was mir zum Thema etwas fehlte, war aber z.B. ein eigener Artikel zum Thema Handbücher für Homecomputer, also vom berühmten "Roten Buch" von 1977 (als Handbuch zum Apple II) über die Atari- und Commodore-Handbücher bis zum heutigen Tag der Faltblättchen. Das wäre ein gutes Thema gewesen, um zu beleuchten, wie sich das Verhältnis des Anwenders zum Computer gewandelt hat bzw. wie sich dieser Wandel im Papier der Handbücher spiegelt. Auch zum Thema frühe und aktuelle Zeitschriften hätte es sicher mehr zu sagen gegeben, außer meinem CF-Beitrag gibt es nur ein paar textlose Seiten mit Coverbildern alter Magazine. Wie gesagt, auch Bücher und Zeitschriften sehe ich als großen Komplex, der viel mit Computergeschichte und Papier zu tun hat. Aber es wäre vielleicht zu einseitig geworden, wenn man sich diesem Thema zu sehr gewidmet hätte. Was mir wieder abging, war der klassische Pressespiegel, aber ich glaube, Stephan Humer kann diesen aus Zeitgründen wohl nicht mehr machen. Anstelle kunterbunter Publisher-Anzeigen sind 4 Seiten im Heft mit Verkaufsangeboten aus dem verlagsinternen Retroshop gefüllt. Das mag etwas störend wirken, was aber bei mir wohl eher daran liegt, daß ich das Retro-Thema halt eher mit greifbaren Anwendungen und Ideen in Verbindung bringe ("weil es geht"), als jetzt mit C64-Kaffeetassen und Space-Invader-Kuchenformen ;-) Der geschniegelte Comic gefällt mir immer noch nicht und zum "Retro-Quickie" sage ich mal lieber auch nichts. Luschtig sieht IMO anders aus. Genug Geläster: es war eine schöne Ausgabe und zum ersten Mal seit längerer Zeit habe ich wieder den Eindruck, ein Magazin zu lesen, bei dem Retro bedeutet "Es macht Spaß, weil es da ist, weil die Technik Wert und Bedeutung hat, und vor allem: weil es geht...". Ein paar Verbesserungen im Detail und in der Balance sind noch zu machen, aber der Weg ist IMO der Richtige. Jetzt hoffe ich nur, daß auch die anderen Käufer und Abonnenten das ähnlich sehen, und dem Heft in dieser "neuen" Machart noch viele Jahre und Entwicklungen beschieden sein werden. Von meiner Idee, das Abo zu kündigen, habe ich jedenfalls wieder deutlichen Abstand genommen. Jetzt noch ein paar 5,25"-Heftdisketten mit coolem Zeugs für den C64 als Beilage, und ich bin wieder restlos zufrieden ;-). | ||
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| Um zur Abwechslung auch mal wieder etwas zu bloggen, hier mein aktueller Artikel für das Retro-Magazin. Da das Magazin ja nun erschienen ist, kann ich auch den Artikel online präsentieren. Das ist meine Version, die sich von der redaktionell überarbeiteten Fassung im Heft etwas unterscheidet (soll heißen: die Version im Heft ist besser ;-)). Zum Heft selbst werde ich mich auch noch äußern, da ja wegen der neuen Redaktion doch deutliche Veränderungen stattgefunden haben. Kommentar hierzu später, hier erstmal der CF-Artikel. Sind unter den Bloglesern eigentlich auch ehemalige CF-Leser? Über verschrobene Computerkultur, Restposten satt und Billigpapier Wenn ich an die beiden Themen praktisches Computerhobby und Papier denke, dann fällt mir auf Anhieb immer ein ganz spezielles Heft der 90er Jahre ein. Und ich meine damit kein buntes Hochglanzheftchen mit "Mehr Rechenpower dank Pentium"-Covertitel, sondern ein ziemlich verschrobenes Magazin auf billigem Zeitungspapier, ohne Bilder und Farbe, mit winzig kleiner Schrift, sehr einfachem Layout und einem "Reaktionsteam", das im Grunde aus den Lesern selbst bestand. Letztlich war es eine Zeitschrift, die während ihrer 10-jährigen Existenz von 1989 bis 1999 in ihren Inhalten und Themen auch einen Wechsel in den Mentalitäten des Computerhobbies widerspiegelte - und das sowohl im positiven, als auch im negativen Sinn. Kenner werden vor ihrem geistigen Auge vielleicht schon den bekannten rot-schwarzen Titelschriftzug sehen, zu dem so mancher Computerfreak der 90er Jahre gerne im Zeitschriftenladen gegriffen hat, vielleicht auch unter dem irritierten Blick seiner Freunde, die wissen wollten, ob er denn gebrauchte Hardware kaufen will. Ich spreche vom "Computer-Flohmarkt" (oder kurz CF) aus dem Verlag Thomas Eberle. Werfen wir einen kurzen Blick auf die Geschichte des berühmtem Magazins und einige Hintergründe. Wobei "berühmt" sicherlich ein etwas übertriebenes Wort ist, da der CF immer auch das Dasein eines Mauerblümchens in der Landschaft der populären Computerzeitschriften geführt hat. Vielen potentiellen Käufern erschien das schmucklose Heft mit dem zweifarbigen Flohmarkt-Aufdruck doch eher als Ramschblättchen voll mit Verkaufsanzeigen für gebrauchte Technik dubioser Qualität und Herkunft. Vom Verlag unglücklich gewählte Titelaufschriften wie "Günstiger Super-Lappy" oder "Restposten satt" trugen dabei in unschöner Weise zum Image eines technischen Ramschbasars in Zeitungsform bei. Leider tat der Verlag wenig dafür, diesen Eindruck zu ändern, obwohl viele engagierte Leser immer wieder darauf hinwiesen, daß ein besserer Titel und ein Verweis auf die wahre Natur des Inhalts verkaufsfördernd wären. Das Heft bestand nämlich nicht nur aus Gebrauchtanzeigen, sondern in sehr großem Umfang aus Diskussionsrubriken, den sogenannten "Laber-Rubis". Fragen und Antworten, kontroverse Themen, Softwaretests, Kritiken, Spieletipps, Cheats, Listings, Leserprojekte, Friendship, Programmieren, Demos, Computerclubs - alles war vertreten, bis hin zu politischen Themen und den großen Fragen der Zeit. Für viele Leser sehr "wichtig" waren natürlich auch die großen und kleinen Kabbeleien zwischen den einzelnen Systemen. Umfangreichere Ausgaben wie etwa die Nr. 11/12-1994 kamen mit viel "Gelaber" dann schon mal auf 144 Seiten Heftstärke. Hier fand auch die alte Vielfältigkeit der Computerszene bis in die späten 90er Jahre hinein eine echte Anlaufstelle. Rubriken wie Amstrad CPC, Apple II, Archimedes, Atari XL/XE, Atari ST, Amiga, Commodore 64 und viele andere mehr verwiesen bereits im Inhaltsverzeichnis auf eine ungewohnte Auswahl an Plattformen und eine Mentalität, bei der der Rechner nicht nur austauschbares Werkzeug nach dem neuesten Standard war, sondern Teil eines persönlichen Hobbies bzw. sogar einer Überzeugung, für die man mit Argumenten eintrat. Selbst die ganz "Kleinen", die auf dem Printmarkt sonst keinerlei Präsenz mehr hatten (wie etwa der Sinclair ZX 81) verfügten im CF noch über schmale Rubriken, die von aktiven Gruppen treuer Fans gepflegt wurden. Auch die umfangreicheren Rubriken zu den DOS/Windows-PCs unterschieden sich in wohltuender Weise von der Gigantomanie anderer Zeitschriften, denn im CF war auch der Anwender mit XT und 286er willkommen - zumindest in den ersten Jahren. Neben dem PC war es aber gerade auch die C64-Szene, die als eine der Aktivsten auftrat, und im CF etliche Seiten füllte. Projekte wie das leider nie fertig gestellte CF-Grafikadventure auf dem C64 waren seinerzeit berühmte Themen. Dies hatte den Verlag Eberle dann wohl 1994 dazu bewogen, dem C64 (bzw. allen Commodore 8-Bittern) ein eigenes Heft zu spendieren, den "Brotkasten Live" oder BKL. Leider gab es laut Verlag zu wenige Käufer, so daß das Heft nach letztlich nur 4 Ausgaben wieder eingestellt wurde. Dem DOSen-Bastelmagazin "PC-Heimwerker" ging es knapp ein Jahr später auch nicht besser. Nach einigen Print-Ausgaben wurde auch dieser CF-Ableger wegen geringer Verkaufszahlen wieder eingestellt bzw. zuerst auf ein Diskettenmagazin verlagert und dann komplett eingestellt. Nach Meinung von Verleger Eberle wollten PC-Anwender eben wirklich nur an der Oberfläche anwenden, und nicht "in die Tiefe" basteln, daher war der Markt einfach zu gering. Nur der ursprüngliche CF hielt den Stürmen des modernen und sich verändernden Marktes weiterhin mehr oder weniger tapfer stand, auch wenn sich zum Ende der 90er hin die Zeichen für ein aufziehendes Ende mehr und mehr verdichteten. Die Konkurrenz durch das Internet wurde immer deutlicher. Tätigkeiten wie kaufen, steigern, fragen und diskutieren verlagerten sich auf Webseiten, Foren und Usenet. Irgendwie war es auch stets die Schwachstelle des CF gewesen, daß man bei dringenden und wichtigen Fragen eben keine Wochen oder Monate bis zur nächsten Printausgabe warten konnte. Auch der Ton im CF selbst wurde rauher. Die Rubriken für die älteren Systeme schrumpften mehr und mehr, oft auf nur noch ein bis zwei Seiten Umfang (verärgerte Kommentare über Zensur wurden laut) und auch in den PC-Rubriken, die bisher stets offen für ältere Technik waren, mussten sich die nicht zeitgemäßen Anwender plötzlich anhören, daß ihre toten Systeme "primitiver Sperrmüll" und "ineffiziente Krüppeldinger" wären. Die Mentalität des kommenden 21. Jahrhunderts hatte auch den CF erreicht. Als bezeichnend für die letzten Monate ist mir immer auch ein Beitrag im Gedächtnis geblieben, in dem ein Schreiber, der über viele Jahre für die alternativen Systeme eingetreten war, erklärt hatte, daß er sich jetzt auch einen ordentlichen Intel-PC mit Windows 98 gekauft hat, weil er zu der Erkenntnis gekommen sei, daß gegen den Strom zu schwimmen doch nur Stress verursacht. Die letzte Ausgabe des Computer-Flohmarkts war die auf 75 Seiten geschrumpfte Nr. 6-1999. Viele Aktive sahen eine Mitschuld für die Einstellung auch beim Verleger, der sich den Verbesserungsvorschlägen gerne und oft verweigert hatte, aber letztlich war es einfach auch das Internet und die geänderte Mentalität, die keine tragfähige Auflage mehr zugelassen haben. Langjährige GO64-Leser werden sich eventuell noch an einen Computer-Flohmarkt aus dem Jahr 2000 erinnern, der einige Monate als Anhang zur GO64 erschien. Dieses Heft von einem anderen Verlag hatte mit dem originalen CF außer dem gekauften Namen jedoch kaum noch etwas zu tun. Jene dünne Layout-Katastrophe randvoll mit Tippfehlern war denn auch schnell wieder in der Versenkung verschwunden. Für mich persönlich endet die echte CF-Geschichte jedenfalls mit dem Jahr 1999. Was ist geblieben? Die Erinnerung an ein von einem kleinen Verlag "günstig" produziertes Heftchen auf Zeitungspapier, ohne Hochglanz, bunte Bilder und Farbe, angefüllt mit so mancher Streiterei, Kabbelei und seltsamsten Themen und Beiträgen. Aber auch die Erinnerung an ein verschrobenes und vielfältiges Stück Computergeschichte und Kultur auf Papier, daß sich so gar nicht in die kunterbunte und standardisierte Intel-Welt der späten 90er einfügen mochte. Was am Ende leider dazu geführt hat, daß es den Sprung in die schöne neue Welt des 21. Jahrhunderts nicht mehr geschafft hat. | ||
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| Einen kleinen Nachtrag bzw. eine weitere Serien-Empfehlung zum Anime-Beitrag habe ich
noch. Das ist vermutlich kein besonders beliebtes Thema hier im Blog (viel zu
modern und angepasst) aber
leider habe ich sonst nichts Interessantes im Angebot. Oder mag jemand noch
einen hippen Screenshot vom 386er sehen? Wohl eher nicht. Ich wollte eigentlich schon seit einer Weile wieder mit dem aktuellen Anime-Gucken aufhören, und mich anderen ("rückständigeren" ;-)) Dingen und Projekten widmen. Und das durchaus mit gutem Grund. So hatte ich zumindest stückchenweise ein paar wirklich schlechte Serien voll mit Haudrauf und Standardmustern gesehen, was mich in der Vermutung bestärkt hat, daß das Finden von guten und herausragenden Serien in dem ganzen Genre-Komplex ein äußerst schwieriges Unterfangen ist - besonders, wenn man sich von der Massenschwemme an Serien fernhalten will. Irgendwelche Ranglisten helfen mir da auch wenig. Ich habe aber den Eindruck, daß man sich wirklich auf die kürzeren Serien mit 10 - 13 Folgen beschränken sollte, je länger eine Animeserie, desto größer oft der Klischeekram. Ohne technologische "Einschränkung" könnte man sich IMO in jedem Fall schnell in Unmengen und Massen verzetteln, in denen dann selbst die Perlen untergehen würden. Wenn man auf größere Anime-Webseiten mit Bewertungen guckt, dann fällt da schon mal auf, daß weniger beliebte Serien in den Ranglisten auch mal "etwas weiter hinten" auf Platz 4.800 stehen können (in Worten: Platz viertausendachthundert). Das sagt ja auch viel über die schiere Masse aus. Mancher Fan scheint auch tatsächlich digitalisiert 20+ Serien pro Woche und auch mehrere Folgen pro Tag zu gucken, nur um up-to-date zu sein. Meh. Das würde mir persönlich jede Freude und Interesse an dem Thema nehmen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben: ich kann nicht nachvollziehen, was reine Quantität mit einer Liebe für das Genre zu tun hat. So gesehen war es also definitiv an der Zeit für eine längere Pause. Es gab aber noch eine Serie auf meiner Liste, die ich schon mehrfach mit Lob überschüttet gesehen hatte, und die mit 11 Folgen Lauflänge eigentlich auch nicht zuviel Zeit und Band in Anspruch nehmen sollte. Die Reviews dazu online zeigten oft eine ziemliche Eloquenz und Emotionalität, was immer ein gutes Zeichen ist. Auf der anderen Seite fand ich eine kurze Beschreibung und vor allem das Genre "Drama" weniger ansprechend. Drama in einem Kinderprogramm mit großäugigen Figuren? Aber sei es drum. Ich hatte die Serie als Abschluss für meinen kleinen Ausflug in die japanische Zeichentrickwelt noch eingeplant. Und ich muß sagen, es war eine gute Entscheidung, nicht mit irgendwelchem 08/15-Battlemysuperpowersmegafight-Kram, sondern mit dieser feinen Perle (oder sollte ich sagen Blume) aus dem Jahr 2011 einen Ausklang für meine Beobachtungen zum Genre zu finden. Ich spreche von einer Serie mit dem prägnanten und sicher leicht zu merkenden Titel "Ano Hi Mita Hana no Namae wo Bokutachi wa Mada Shiranai" (oder kurz Anohana) Auf Englisch lautet der Titel "We Still Don´t Know the Name of the Flower We Saw That Day". Allen, die jetzt denken, so einen langen Quark kann man sich doch eh nicht merken, sei gesagt: wenn man die Serie gesehen hat, vergißt man sie oder den Titel IMO nicht mehr. Nicht mal den Japanischen. Was soll ich sonst dazu sagen? Wow. Das Ding ist verdammich gut. Was gar nicht mal bedeutet, daß die Serie in sich perfekt und ohne Fehler ist (sowas würde ich ja dann schon wieder nicht mögen). Im Gegenteil: es gibt Plotlöcher, es gibt manipulative Szenen, es gibt einen Überschwall an asiatischer (?) Emotionalität, der auf westliche Zuschauer wohl durchaus befremdlich wirken kann bzw. bisweilen auch an den Rand der Lächerlichkeit geht. Es gibt keine 2 Minuten in die erste Folge einen grenzpädophilen Sexgag, der einen fast zum Abschalten bringt. Und bei "nur" 11 Folgen hat man auch etwas den Eindruck, daß zwei oder drei Folgen mehr für ein etwas runderes Erzählen auch nicht geschadet hätten. Hey, sogar die Animation ist für eine aktuelle Serie von 2011 eher "schwach", und wäre so auch schon vor Jahrzehnten machbar gewesen. But I like it. Warum zähle ich die Serie trotz dieser nun harsch klingenden Kritikpunkte mit zu den brillantesten und bewegendsten Dingen, die zumindest ich jemals im Zeichentrickbereich gesehen habe? Warum ist es eine Serie, bei der man durchaus verstehen kann, wenn Menschen sagen, das Anschauen hat ihr Leben verändert/bereichert? Warum geben erwachsene Leute (wenn auch anonym) online zu, Rotz und Wasser geheult zu haben, wo die Figuren doch nur Striche und Linien sind? Schwer zu sagen. Anohana ist definitiv mehr, als die Summe seiner Teile. Ich will nun gar nicht viel zur Handlung sagen, man soll vielleicht
so unvorbereitet wie möglich an die Sache herangehen. Die
Genre-Zuschreibungen,
die herumgeworfen werden, sind oft irreführend, weil eine gute Serie
vieles
gleichzeitig sein kann. So fand ich auch bei dem durchaus komplexen "Tasogare Otome" die
Kategorisierung Horror/Ecchi schon irreführend, obwohl beides drin ist.
Aber
auch soviel mehr. Bei Anohana geht prinzipiell um das Thema Tod, was ja
in
westlichen Trickserien meist gemieden wird (oder aber wie gerne bei
Disney mit
Alles-wieder-gut-Wundern beschönigt wird). Bruchbach-Leser wird die
Serie
vielleicht auch an Episode 157, "Drei Spürnasen und der Rote Spiegel"
aus Staffel 8 erinnern, speziell an den melancholischen Schluss. Was
aber
natürlich Zufall ist bzw. eventuell mein Interesse am Thema zeigt. Da würden mich nun auch wieder die Meinungen anderer Zuschauer
interessieren, gerade von solchen, die nicht als irgendwelche
"Mega-Fans" im Genre stecken, sondern dem japanischen
Zeichentrickschaffen eher kritisch gegenüber stehen. Bin ich auf meine alten
Tage zu weich geworden? Falle ich hier zu sehr auf emotionale Manipulation
herein? Sollte ich aktuelle Serien generell schlecht finden, weil sie nach 1979
produziert sind - und auch noch in Farbe? ;-) Vielleicht mag ja mal jemand einen Blick auf die Serie werfen und mir Auskunft zu obigen Fragen geben. Eine deutsche Synchro gibt es meines Wissens nach nicht (was wohl auch gut so ist) und eine japanische Version mit Untertiteln sollte ein moderner Mensch sicher online finden. Wobei bei den Untertiteln wohl auch mehrere Versionen kursieren, und nicht jede Übersetzung gleich gut ist. Mit den Untertiteln auf meiner Version was ich aber zufrieden. Hier einfach nochmals der vollständige Titel der Serie: "Ano Hi Mita Hana no Namae wo Bokutachi wa Mada Shiranai". Ansonsten wünsche ich allen Lesern Frohe Ostern. | ||
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![]() Aus der weltbekannten Rubrik "Analoge Dinge, die auf meinem Tisch
liegen" hier mal wieder eine bunte Auswahl an VHS-Kassetten, die ich
kürzlich so
reinbekommen habe. Ich nehme jetzt aus Zeitgründen nur mal die obere Hälfte des Fotos. Ein paar Anmerkungen
und Trivia zu den Filmen: "Tarantula" von 1955 (Deutsch) Einer der zahlreichen Monsterfilme von Jack Arnold aus den 50er Jahren. Die Zugehörigkeit zu diesem Jahrzehnt und seiner Mentalität zeigt sich in vielen Szenen: von der kleinen, entspannenden Zigarettenpause am Rande zum Helden, der sich über emanzipierte Frauen amüsiert, die nach dem Wahlrecht nun auch noch in die Wissenschaft wollen (und dafür natürlich bestraft werden) bis hin zur glorreichen US-Luftwaffe, die mit ihren Napalm-Bomben den Tag rettet. Man beachte übrigens den Piloten am Ende, wir sehen einen jungen Darsteller namens Clint Eastwood in einer frühen Rolle. Die deutsche Synchro ist meist in Ordnung, macht an einer Stelle aber einen klassischen Fehler, als der Wissenschaftler davon spricht, daß im Moment bereits "2 Billionen Menschen" auf der Erde leben (und dabei eher Milliarden meint). Mit seiner Schätzung, daß es bis zur Jahrtausendwende um die 3,5 Milliarden sein werden, liegt der gute Mann aber dann deutlich zu niedrig. Die Effekte und Szenen sind durchaus effektiv, als Monsterfilm kommt er aber auch nicht wirklich an die Klasse von z.B. "Them"/"Formicula" heran. Auf moderne Zuschauer mag der relativ abrupte Schluß irritiert wirken. "Conan der Zerstörer" von 1984 (Deutsch) Die Effekte und Setbauten sind teilweise erstaunlich gelungen, teilweise aber
doch eher amüsant - so wie z.B. des bösen Zauberers affige Monstergestalt oder der
erwachte dunkle Gott als rumwackelnder Gummiaugust. Der größte Pluspunkt des
Films dürfte sein, daß er sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Die pompöse
Musik verspricht jedenfalls mehr Epik, als der Film letztendlich halten kann.
Mehr kann man dazu kaum sagen, aber ich mag ihn trotzdem irgendwie. "Taran und der Zauberkessel" von 1985 (Deutsch) Bekannter unter seinem englischen Titel "Black Cauldron" dürfte dies
der am stärksten geschnittene Disney-Trickfilm überhaupt sein. Die Version
auf der VHS ist mit 76 Minuten Lauflänge um 12 Minuten kürzer als der
Originalfilm (den es wohl nicht mehr komplett gibt). Irgendwie haben die Disney-Leute wohl erst bei den
Probevorführungen damals festgestellt, daß sie nach der düsteren Vorlage einen
echten Kinderschreck mit Zielgruppenproblem produziert hatten. Auch in der gekürzten Fassung finden sich die knuddeligen Disney-Szenen
mit niedlichen Schweinchen und bunten Elfen nicht mit
dem düsteren Gehörnten
König und seiner Armee der Toten zusammen. Gerade in den Szenen, in
denen die Armee
erwacht, muß wohl auch deutlich gekürzt worden sein. Ich habe den Film
mal als ein
Zeichen für die kreative Krise bei Disney in den 80ern bezeichnet
gesehen, da mag was dran sein. Sicher auch durch fehlende Szenen
bedingt, bleiben leider
auch die Charaktere relativ flach. Der Film hat gelungene
Momente, wirkt aber
zu uneinheitlich und zu unvollständig. Gibt es eigentlich auf Scheiberei Filmversionen mit mehr Lauflänge? Der zweite und vierte Film sind ganz frühe Essanay-Werke von 1915, hierin besteht der Humor noch hauptsächlich aus Stereotypen, die sich gegenseitig hauen und treten, der kleine Tramp erscheint dabei auch als recht negative Figur. Die Entwicklung hin zu mehr Komplexität der Figur läßt sich aber recht gut in diesen frühen Jahren verfolgen, und bis etwa 1917/18 war die Figur voll ausgeformt. An diesen Filmen kann man eine der ersten großen Genre-Transformationen nachvollziehen, als sich die Komödie vom rein physischen Slapstick zum charakterbasierten Stil hin entwickelte. Soweit zu den 4 Kassetten. Interessiert das eigentlich irgendjemanden? ;-)
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Ich hatte ja noch einen Faselbeitrag versprochen. Und wo kämen wir denn hin,
wenn ausgerechnet mein Blog nur noch aus sporadischen Kurzbeiträgen, schnellen Einzeilern, bunten
Bildern und sogar Videolinks bestehen würde? Dann hätte ja das dunkle Dings gewonnen. Ihr wisst schon wer ;-). Werfen wir also mal einen Blick auf ein Thema, daß in gewisser Weise ja schon öfter vorkam: die modernen japanischen Zeichentrickserien bzw. Anime mit all ihren seltsamen Blüten und vielfältigen Themenspektren. Ich gebe zu, daß mich gewisse Aspekte des Themas einerseits interessieren, ich viele Aspekte des Massenphänomens andererseits aber auch sehr (zeitgeist)kritisch sehe. Nun ist Anime-Fandom in der heutigen Zeit natürlich ein beliebtes Modephänomen geworden, und 12-jährige Naruto-Fans und RTL2-Gucker sind automatisch die größten Anime-Experten und nennen sich dann halt Fuchikochi-San und Mukihiro-Chun auf hippen Fanboards (was natürlich besser klingt als Lieschen Müller aus Bottrop). Alles hübsch bunt, grell, hektisch, kommerzialisiert, "sexy" und am Besten natürlich medial in Massen verfügbar. Ein Blick auf angesagte Fanfiktion zu derlei Serien dürfte einen vermutlich an der Menschheit verzweifeln lassen. Eigentlich sollte ich also einen großen Bogen um die Sache machen, um nicht der Zuwendung an den etablierten Zeitgeist verdächtig zu werden ;-). Anime-Fandom ist somit sicherlich ein sehr typisches Popkultur-Phänomen des 21. Jahrhunderts. Und damit meine ich sogar weniger den oft kunterbunten und HD-digital gestützten Stil moderner Serien, sondern mehr deren Massennatur und Omnipräsenz. In einer japanischen TV-Season werden jedes Jahr Dutzende neuer Trickserien produziert (darunter sicherlich viel Reißbrett und Fließband) und zu Hunderten und Aberhunderten bestehender Serien hinzugefügt. Die ganze Sache ist somit natürlich stark von Klischees und Standardschablonen beeinflußt. Welche echte Chance auf Bedeutung und Substanz hat da noch die individuelle Serie, Folge oder Charakter? Wobei Letzteres natürlich auch besonders schwer ist, weil Charaktere oft auch noch fast gleich aussehen, klingen und in stereotype Schablonen und Plotmuster gehören. Und stereotype Plotmuster heißt dann gerne mal pubertäre Allmachtsfantasien,
kalkulierte "Erotik", Kitsch, scheppernde Kämpfe mit Robotern und mystischem
Zeugs, Krachbumm und Zerstörung. Charakter x und y stürzen sich Folge für Folge in
kurze Röcke und coole
Kämpfe mit und gegen mystische/technische Superkräfte. Nachdem sie den mächtigen
Megaflup besiegt haben, wird er ihr Verbündeter (+/- 20 andere Nebencharaktere)
und es gibt noch mehr Kämpfe. Dann suchen x, y und Megaflup nach dem gar mystischen
Artefakt von Schmu und nutzen das Artefakt, um nach noch mehr Kämpfen den ultimativen
Final Battle zu bestehen, und dank mystischer Transformation zu gewinnen (nicht
ohne sich vorher kitschig ewige Liebe und Kampfestreue zu schwören). Und weil beim vorigen Kampf nur 10 Straßenzüge
zerstört wurden, werden jetzt 25 Straßenzüge und ein Nudelrestaurant zerstört, weil es ja um das Schicksal aller 57 Universen geht. Bam.
Das mag jetzt satirisch übertrieben sein, aber die Reißbrettproduktion sieht vielleicht zum Teil immer noch so aus. Man liest in entsprechenden Foren zwar gerne auch mal emotionale Versprechen, etwa daß ein Zuschauer diesen oder jenen Charakter für wirklich einzigartig hält, oder daß eine Serie unglaublich beeindruckt hat ("The ending moved me deeply, and will stay with me forever..."), aber ich habe wegen der Massennatur einfach auch meine Zweifel an solchen Aussagen. Wenn man 400 Serien entstofflicht auf der Festplatte hat, und jede japanische TV-Season kommen 78 Serien neu dazu, welche Chance auf Dauerhaftigkeit hat eine solche Aussage? Vielleicht tue ich den modernen
Zuschauern
und ihrem Rezeptionsverhalten ja
auch Unrecht, aber es erscheint mir zumindest schwierig. Ich erinnere
mich
an eine Aussage, die zur Simpsons-Folge "Lisa´s Substitute" von 1990
in der Capsule steht - "I laughed, I cried, it became part of me."
Kann man so etwas über moderne Trickserien und speziell japanische
Massenproduktionen
überhaupt noch sagen? Oder sind es ausgerechnet japanische Serien, die noch das Potential haben, überhaupt Subtext und Tiefe und Inspiration zu haben? Einerseits ist die große Menge an Serien und Themen ein gewisser Garant
dafür, daß auch kreative und ungewöhnliche Ideen dabei sind, andererseits
werden die einzelnen Folgen durch den Massen-Output dann wieder zu einzelnen
Tropfen im Ozean der Massenverfügbarkeit. Das ist IMO das große mediale Dilemma des 21.
Jahrhunderts. Früher in Kindheitstagen war mir eigentlich auch nie viel an Anime-Kram gelegen. Das waren halt diese komischen Serien mit den bunten Glubschaugen-Figuren und kalkuliertem Niedlichkeits-Kram und Kindchen-Schema, bei denen die Animationen sehr simpel waren, und sich Charaktere oft vor völlig statischen Hintergründen bewegt haben, oder Szenen und Hintergründe x-mal recycelt wurden. Kostengünstige ZDF-Auftragsarbeiten der 70er Jahre wie Heidi, Biene Maja oder Sindbad waren mir auch in jungen Jahren immer eher verkitscht-suspekt. Später lag mein persönlicher Trickserienfokus dann auch mehr bei US-Material wie He-Man, Turtles, Defenders of the Earth, Galaxy Rangers, Brave Starr oder was auch immer (Tele 5 spielregelte seinerzeit). Ein paar dezente "Grenzgänger" wie Saber Rider oder Captain Future waren zwar dabei, aber die orientierten sich doch eher an westlichen Stilen und Sehgewohnheiten. Mit Mangas konnte ich nie etwas anfangen - und kann es bis heute nicht. Die Überstilisierung, schwarzweiße Hektik und auch die umgekehrte Leserichtung stören mich. So ist das halt, wenn man comicmäßig meist mit Disney und Barks, Rolf Kauka und frankobelgischem Kram aufgewachsen ist. Vor Jahren wurde mir mal nahegelegt, daß ich mir doch "Neon Genesis Evangelion" als Anime auf Schnickschnackscheiberei ansehen soll, die Serie wäre ja voll komplex und genial. Tja, auch dazu fehlte mir wieder mal der Zugang, ich fand die ganze Serie eher befremdlich, als irgendwie bewegend oder ansprechend. Gerade auch die ständige Übersexualisierung von 14-jährigen Kindern fand ich arg obskur. Mit dem ganzen RTL2-Merchandise-Kram Marke Yu Gi Oh, Pokemon, Naruto und Co (oder was immer gerade läuft, ich habe ja keinen Fernseher) kann ich auch nix anfangen. Tja, aber was will ich nun eigentlich sagen? Oben schreibe ich von einem gewissen Interesse am Thema Anime, danach lästere ich nur darüber, wie wenig mir die Serien, ihre Massennatur und ihre Klischees zusagen, und wie befremdlich vieles daran ist. Warum verkrieche ich mich dann nicht einfach in der Vergangenheit, und gucke olle US-Cartoons aus den 50er Jahren, um nicht von der Gegenwart belästigt zu werden? Es gibt doch so viele kreative und gedanklich fordernde Möglichkeiten, einen Koyoten in eine Schlucht fallen zu lassen ;-). Was mein Interesse zu dem Thema verspätet geweckt hatte, waren vor einiger Zeit sicherlich die Filme von Hayao Miyazaki: Das Schloß des Cagliostro, Nausicaa, Mein Nachbar Totoro, Laputa (ein etwas ungünstiger Name für den spanischen Markt ;-)) und andere mehr. Das waren Filme, die zeigten, daß es im japanischen Zeichentrickfilm auch um andere Dinge gehen kann, als konstruierte Niedlichkeiten, heiße Unterhöschen und Superkämpfe angefüllt mit pubertären Allmachts- und Sexualfantasien. Da war plötzlich ein echter Subtext, eine poetische Qualität und Kreativität, und der seltene Aspekt, daß ein Trickfilm/Trickserie immer auch mehr sein kann, als die Summe seiner Teile. Es kam mir natürlich sehr entgegen, daß diese Filme alle aus den 70er und 80er Jahren stammen, und ich könnte die bequeme Schlußfolgerung ziehen, daß früher einfach alles besser war. Vor einer Weile wollte ich mir aber auch mal einen Blick auf den gerade aktuellen Output japanischer Serienproduktion
gönnen, sprich auf die Season 2012 und ihre Serien. Das ist natürlich
hilfreich, um die aktuelle Situation einzuschätzen, und sich eine Meinung zu
bilden. Es ist ja wohl auch so, daß das RTL2-Programm nicht repräsentativ ist,
da wirklich gute Serien vermutlich kaum nach Deutschland kommen. Man muß dazu
also tatsächlich zum oft gewöhnungsbedürftigen Originalton mit englischen Untertiteln greifen (und hoffen,
daß diese einigermaßen korrekt sind). Man lernt zumindest Japanisch dabei. So
kenne ich jetzt das japanische Wort für Idiot ("Baka") - es wird in
vielen Serien gerne und häufig verwendet. Ich wollte bzw. konnte auch keinen digitalen Massenkonsum anfangen, sondern einfach mal einen stichprobenmäßigen Blick auf aktuelle Hypes, Geheimtipps oder zufällige Genre-Auswahl werfen. Dafür braucht man natürlich keine aktuelle Technik, das geht auch mit 20 Jahre alter Technik ganz ohne Probleme. Würde mir jemand glauben, daß ich Folgen auf Magnetband habe? Oder kein Gerät neuer als 1996 zum Gucken brauche? Zum Teil habe ich nur kurz reingeguckt, ganz komplett habe ich mir am Ende dann drei Serien von 2012 angesehen (wobei eine davon als "Ecchi"-Serie dann doch so peinlich ist, daß ich sie namentlich nicht erwähnen möchte - obwohl es sogar in dem Genre so etwas wie Handlung und Charakterisierung gibt. Man fasst es nicht ;-)) Die erste ausprobierte Serie war gleich mal enttäuschend, zumal sich um
diese noch eine Riesenhype als angeblich beste (?) Anime-Serie aktueller Jahre
gedreht hat. Ich meine die mit 25 Folgen IMO völlig überdehnte "Sword Art
Online". Eine gewisse Glorifizierung moderner Technik und digitalen
Fortschritts ist ja gerade in Japan üblich, aber SAO funktioniert auf so vielen
Ebenen nicht wirklich. Die Mentalitäten und Ideologien hinter der Story sind
IMO fragwürdig und manipulativ, die meisten Hauptcharaktere relativ flach und unsympathisch, die Dialoge oft unglaublich
kitschig und schwülstig. Die Serie nimmt sich einerseits wohl äußerst wichtig, ist
auf der anderen Seite aber randvoll mit Stereotypen, Logikfehlern und Plotlöchern. Meh. Trotz der "Gewichtigkeit" wirkt es auf mich, als wäre bei SAO fast
alles nur Oberfläche und fast nichts Subtext oder Tiefgang. Die prinzipielle Idee von
wirklich fantastischen Szenarien wird völlig banalisiert und trivialisiert, es
fehlt einfach an "sense of wonder". Es mag an mir (und meiner Technologiekritik) liegen, aber wenn das wirklich die beste Serie des Jahres sein soll, dann fehlt
mir wieder der Zugang zum Genre. Sogar die ziemlich schräge Ecchi-Serie war mir
sympathischer. Eher durch Zufall fand ich dann aber doch noch eine Serie, die ich weitaus
ansprechender und visuell und inhaltlich kreativer fand, und die mit den in Japan so üblichen 12
Folgen (inoffiziell 13 Folgen) auch nicht überdehnt ist: "Tasogare Otome x
Amnesia" bzw "Dusk Maiden of Amnesia". Ich hatte zuerst
gezögert, weil die Serie als Horror klassifiziert war, und japanischer Horror
ja dafür bekannt ist, oft ziemlich derb zu sein. Die Einstufung war eher
falsch. Es ist zwar eine Geistergeschichte, aber eine, die auch mit Humor und
Tiefgang die Konventionen des ganzen Genres (und des Aberglaubens an sich)
dekonstruiert und von einem gewissen Pragmatismus zum Thema durchdrungen ist. A
ghost story to end all ghost stories sozusagen. Und bevor ich betone, daß diese Serie anders als andere Anime-Serien (oder die klischeebeladene Massenproduktion) ist: Ja, es kommen einige sexuell überladene Storyelemente vor. Ja, es kommen einige kindische Gags über große und kleine Oberweiten vor. Ja, es gibt Stereotypen und einen nervig-schrillen Nebencharakter. Ja, die eigentliche Handlung und das "Mysterium" an sich sind nicht sonderlich kompliziert bzw. mit manch Plotlöchern, und man kommt schnell auf die Antwort. Ja, es gibt schwache Folgen und einen merklichen Durchhänger um Folge 5 und 6 herum. Und dennoch... Im Unterschied zur Oberflächlichkeit von SAO gibt es eine ganze Menge Subtext zu einer Vielzahl von Themen und komplexen Fragen der Welt wie Wahrnehmung, Kommunikation, Erinnerung, Isolation, Einsamkeit, Verdrängung, Wurzeln von Angst und Aberglauben, speziell natürlich des Glaubens an Flüche und anderes Unheil in Japan. Dekonstruktion von Aberglauben und die Wurzeln und Folgen von Furcht und Irrationalität sind ein roter Faden der Handlung. Und obwohl es nicht
die
Hauptlinie der Handlung ist, sind die Themen Realität, Wahrnehmungen und
Kommunikation stets im Subtext präsent. Daneben gibt es noch eine
echte Charakterhandlung, Humor und eine wunderbare visuelle und
akustische
Umsetzung (jepp, die visuellen Möglichkeiten im 21. Jahrhundert sehen
möglicherweise etwas besser aus, als in den 70er Jahren im ZDF-Anime). Mit Musik und
Songs im Anime
habe ich wegen oft piepsendem J-Pop auch Probleme, aber hier
ist es akustisch sehr gelungen - der Abspannsong klingt IMO sogar etwas nach Tim
Burton. Und trotz einiger Standardmuster gibt es genug Abweichungen vom Schema F. Das ist z.B. meine erste Animeserie, in der die Schule der Charaktere kein grauer Glas-Beton-Klotz ist, sondern eine verfallene und verwinkelte Bruchbude (die auch metaphorisch zu sehen ist). Gerade das Alte wird als erhaltenswert betont. Der Fokus bleibt auf nur vier Charakteren, wir haben also nicht mal eben +/- 20 Nebencharaktere nach den ersten 3 Folgen. Was auch gut so ist, wie die relativ mißglückte Folge 6 zeigt, alle anderen Nebencharaktere scheinen nämlich "Baka" in Reinkultur zu sein. Visuell wird einerseits ein verwinkelter
und verschrobener Realismus betont, andererseits hat das Szenario stets einen
traumartigen Nebenklang, wie z.B. der seltsam "flache" Mond am Himmel.
Eine dezent unwirklich-surreale Atmosphäre durchdringt die ganze Handlung, trotz ihres
Pragmatismus. "It was all just an illusion..." sagt ein Charakter ganz
am
Ende der Serie (nur um kurz darauf festzustellen, daß es doch nicht so einfach
ist). Ein "sense of wonder" ist für mich jedenfalls weit greifbarer, als in den
Technikhuldigungen und Kloppereien anderer Serien. Das mag ein etwas schwammiger
Begriff sein, aber er kommt mir als Mangel bei "SAO" und als Lob für
"Tasogare" am ehesten in den Sinn. Ganz am Rande: ein ungewohnter Aspekt der japanischen Kultur tritt im Originalton hier auch noch deutlicher zutage: die Charaktere sprechen sich in der Regel stets mit Nachnamen an, auch wenn sie Freunde sind (der Nachname wird ja auch zuerst genannt). Jemandem direkt mit dem Vornamen anzusprechen, braucht schon besondere Gründe, und ist ansonsten ein sozialer Fauxpas bzw. wird mit Irritation auf diese Bitte reagiert. Aber sei es drum. Ich spreche einfach mal eine kleine Empfehlung für die Serie aus. Der Titel nochmal: "Tasogare Otome x Amnesia" bzw "Dusk Maiden of Amnesia". Für den modernen Menschen sollte das Rankommen an Folgen ja kein Problem sein. Es gibt offiziell 12 Episoden, inoffiziell noch eine 13. Episode, die aber ziemlicher Quark ist und ignoriert werden kann. Natürlich gibt es auch zu dieser Serie wieder online bewegte Meinungen wie "The atmosphere of episode 12 will haunt me forever..." aber wie gesagt: mit Blick auf die mediale Überflußgesellschaft sehe ich solche Aussagen immer skeptisch. Vielleicht gibt es am Ende doch eine Chance dafür. Folge 12 hat zumindest IMO alle Qualitäten dazu. Nun denn, das sollte als langer Faselbeitrag durchgehen. Etwas nebenher geschrieben, einen Pulitzerpreis gewinne ich damit sicher nicht. Aber egal. Das sollte es jetzt auch zum Thema sein. Vermutlich hat sowieso niemand bis hierher mitgelesen (ganz wie in drts-Tagen) aber mein Faselauftrag ist erfüllt. Falls jemand Meinungen zum Thema hat (oder mehr davon versteht, als ich), dann gerne her damit. | ||
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Um auf dezent besorgte Anfragen kurz allgemein zu antworten: ich bin immer noch da - mich hat auch nicht das 21. Jahrhundert geholt (und sonst irgendwelche üblen Dinge ;-)). Auch trotz fehlender Blogbeiträge bin ich nicht untätig bzw. auch mit verschiedenen Projekten beschäftigt. Das von mir öfer kritisierte Retro-Magazin hat ja nun auch eine neue Redaktion mit dem von mir hoch geschätzten Dr. Stefan Höltgen als neuem Chefredakteur (was auch gut ist, ich stand jetzt doch kurz vor der Abo-Kündigung nach 15 Jahren), und ich wurde auch wieder um meine Kolumne gebeten. Ein längerer Text dazu ist bereits an die Redaktion raus und wird in der nächsten Ausgabe erscheinen. Ich warte jedenfalls gespannt auf die neue Ausgabe und die Veränderungen. Um nochmal kurz auf Ivars Betamax-Bänder zurückzukommen: ich hatte mich ja weiter unten eher negativ über die 90er Sitcom "The John Laroquette Show" geäußert, deren Folgen einen Großteil der Bänder belegen. Nach genauerer Betrachtung muß ich das etwas revidieren: die Charaktere sind zwar zum Teil doch eher unsympathisch, aber der Humor und die gewagten Ideen sind zum Teil durchaus als inspiriert zu bezeichnen. Wobei die ersten Folgen wohl die gewagteren sind, später wurde die Serie dann wegen geringer Quoten etwas angepasster gemacht. Ist Geschmackssache und die Qualität der Handlungen variiert auch merklich, aber es ist durchaus mit Interesse anschaubar. Irgendwann die Woche gibt es noch einen längeren Beitrag zu einem anderen Thema. | ||
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| Jetzt sind schon wieder 3 Wochen ohne Beitrag vergangen. Was hätte ich denn thematisch anzubieten? Eventuell das hier aus der "nostalgischen" Ecke ;-): ich habe mich dieser Tage auch mal wieder ein wenig mit meinem EuroPC-XT Marke Schneider beschäftigt. Ich meine, irgendetwas mit der dicken Hardwarepower eines 25-Mhz-386ers zu erzielen, ist ja eventuell gar keine große Kunst. Etwas schwieriger (und interessanter) wird es da schon, wenn die Leistung auf einen 70er-Jahre-Prozessor mit 9,54 Mhz und 512 KB Arbeitsspeicher reduziert ist, sowie keine Festplatte und "nur" ein Hercules-Monochrom-Grafikmodus mit 64 KB Videospeicher vorhanden sind. Das ist die Art von Rechner, die z.B. der hippe Hardware-Artikel in einer kürzlichen PC-Games nur als fähig zum Darstellen "grüner Buchstaben" bezeichnet. Natürlich geht doch mehr damit, leider wurde das Potential aber oft kaum genutzt. Gerade viele Spiele mit Monochrom-Modus verwenden nur eine relativ grobe Auflösung oder einen verkleinerten Bildausschnitt (siehe z.B. das erste Prince of Persia in Monochrom). Das Ganze sicher auch um Leistung zu sparen, aber dennoch: die Möglichkeiten der hohen Auflösung von 720x348 (= 250.560 Pixel auf dem Bildschirm) wurden kaum genutzt. Ich hatte die grafischen Möglichkeiten der "archaischen" Hercules-Hardware bisher beispielhaft immer dazu verwendet, um aktuelle Anime-Bildchen damit darzustellen. Visuelle Beispiele sollten hier im Blog einige zu finden sein. Allerdings hatte ich diese Bilder immer so angelegt, daß sie gut in die Auflösung passen und den Rechner nicht zu sehr belasten (so dachte ich). Nun hatte ich aber mal versucht, was passiert, wenn man ein großes Bild mit z.B. über 1.000 Pixel Höhe und Breite verwendet. Ein Bild mit nur einer Farbe verbraucht ja nur wenig Speicher, also sollte es hier kein Problem geben. Gut, der Rechner kann nur den Ausschnitt von 720x348 Pixel darstellen, alles Größere wird also das sichtbare Bild überschreiten und muß mit XT-Power gescrollt werden. Aber wie würde das Scrolling aussehen? Von einem 70er Jahre Prozessor würde man bei hoher Auflösung eventuell starkes Ruckeln, Flackern oder gar Nachladen von Diskette erwarten. Was passierte zu meiner leichten Überraschung? Wirklich beinahe "butterweiches" Scrolling per Pfeiltasten ist problemlos möglich. Einmal mehr: das ist ein 70er Jahre Prozessor mit externer 8-Bit-Architektur und weniger als 10 Mhz - und er scrollt weich (zwar nicht sonderlich schnell, aber flüssig) durch einen Bildausschnitt mit jeweils sichtbaren 250.560 Pixeln. Das wollte ich doch auch mal im Bild festhalten und hielt die geliehene Digitalkamera aus dem Büro vor den 12-Zoll-Schneider-Monitor. Das ist eine etwas ältere Kamera, die Videos "nur" auf 320x200 aufnimmt, daher sieht das folgende Filmchen jetzt natürlich deutlich gröber und verwaschener aus, als das weit schärfere Monochrom-Bild. Man beachte aber die Geschwindigkeit des Scrollings: Uploaded with ImageShack.us Ich hoffe, dieser Schnickschnack-Upload-Link funktioniert. Falls nicht, hier noch ein direkter Link. Was mich wieder zu der Überlegung führt: warum wurden diese Möglichkeiten alter Hardware nicht genutzt? Sie sind ja offensichtlich vorhanden. Warum verwenden alte Monochrom-Spiele keine HiRes-Grafiken dieser Art? Warum gab es mit 9,54 Mhz keine flüssigen Kameraschwenks über HiRes-Landschaften, sondern oft nur grobe Auflösung? Wer möchte mal ein aktuelles XT-Spiel schreiben, das an die Grenzen von Prozessor und Grafikmodus geht? Mein ja nur ;-). Mir ist natürlich klar, das eine scrollende Engine für ein Spiel etwas anderes ist, als einfach nur durch ein einzelnes Bildchen zu scrollen. Dennoch glaube ich, daß die Möglichkeiten einer XT-Hardware nie wirklich ausgereizt wurden. Zu schnell waren dann 286er, 386er und natürlich Farbe angesagt. | ||
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| Da ich in diesem Jahr vermutlich nicht mehr online sein werde, wünsche ich allen Bloglesern schon heute Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr :-). Ich hoffe, daß ich im nächsten Jahr wieder etwas mehr Beiträge schreiben werde, darunter vielleicht auch einige, die dem eigentlichen Thema des Blogs etwas näherkommen. | ||
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Um nochmal kurz auf das Thema Wissenschaft (und Vermittlung von
Populärwissen damals vs heute) zurückzukommen: gestern habe ich mir auf
digitaler Scheiberei mal einige Folgen einer aktuellen
Discovery-Channel-Dokureihe aus dem Jahr 2011 über "Das Universum"
angesehen. Und der Eindruck hat mich leider wieder in diversen Vorurteilen
bestätigt. Liegt es an mir? Jede Folge dauert 45 Minuten und beschäftigt sich mit Themen wie den Sternen, Schwarzen Löchern, dem Urknall, den Galaxien usw., das Ganze präsentiert von aktuellen Koryphäen wie Lawrence Krauss oder Michio Kaku. Leider schafft es die Doku aber IMO irgendwie, jeweils 45 Minuten fast durchgehend mit heißer Luft "for a modern audience" zu füllen. Jede Menge bunter HD-CGI-Effekte, dramatische Musik, jede Menge visueller Rambazamba und Knallbumm, schnelle Schnitte, rasante Kamerafahrten, Wissenschaftler mit lustigen Sprüchen und kurzen Erklärungen, kaum Zeit für den Zuschauer zum reflektieren der Themen. Und am Ende jeder Folge weiß man dann im Grunde kaum mehr, als zuvor bzw. auch nur das, was IMO Allgemeinwissen sein sollte (und was man in diesem Wissensstand oft auch schon in einer jahrzehntealten Dokumentation hätte hören können - etwa die "Neuigkeit", daß wir alle aus "Sternenstaub" bestehen). Auch ansonsten wird sehr viel Illusion und Spielerei für den Effekt betrieben. Der Weltraum sieht in Wirklichkeit eben nicht aus wie ein kunterbuntes HD-Windows-Wallpaper in höchster Farbzahl, und wenn eine "ernsthafte" Dokumentation rein für die Schauwerte diesen Eindruck erwecken will, dann geht das IMO am Thema vorbei. Es scheppert auch nicht überall im Kosmos dramatische Musik, und viele Hintergründe lassen sich nicht mit einem kurzen und flapsigen Spruch beantworten. Kann sein, daß es auch an der Übersetzung hakelt, aber wenn gleich in der
ersten Folge über Sterne der deutsche Sprecher theatralisch erklärt, daß ein
neuer Stern nun "für Millionen oder Milliarden oder gar Trillionen von
Jahren strahlen wird", dann ist das eine etwas seltsame Behauptung mit
Blick auf die Lebenserwartung von Sternen. Auch andere, dramatische Erklärungen
wie die finsteren schwarzen Löcher, die durch das Universum ziehen, und auf dem Weg Sterne und ganze Galaxien "verschlingen", sind gelinde
gesagt etwas fragwürdig, sehen aber natürlich als düstere CGI-Visualisierung
voll cool und dramatisch aus. Ich habe noch nicht alle Folgen gesehen, aber mir ist irgendwie schon die Laune daran vergangen. Und das liegt nicht daran, daß es eine aktuelle Serie ist, sondern daran, daß sie so stark versucht, moderne Zuschauer zu "beeindrucken" und Aufmerksamkeit zu bekommen, daß das eigentliche Wissen und die Information fast völlig untergehen. Mann kann sich die Urknall-Folge ansehen, bekommt zehnmal den digitalen Megaknall um Augen und Ohren gehauen, weiß aber am Ende auch kaum mehr über Ursachen und eventuell auslösende Faktoren. Meh. Ich bleibe dabei: gebt mir lieber ein altes Buch, eine alte Zeitschrift oder
eine alte Dokumentation, die sich mit Freude am Detail mit Wissenschaft befasst,
als eine zeitgeistgerechte Dokumentation dieser Art. Es gibt sicher auch gelungene Beispiele für aktuelle Dokumentationen, aber die Obige gehört IMO
nicht dazu. Ich hatte mir während des Guckens zumindest die ganze Zeit über ein paar
richtig gute VHS-Kassetten mit Carl Sagans "Cosmos" vom Ende der 70er
gewünscht :-). | ||
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Ein kleiner Download-Hinweis: wie ich zufällig gesehen habe, gibt es die wissenschaftlichen Comics des Physikers Jean-Pierre Petit rund um die physikalischen Abenteuer von Anselm Wüßtegern auch legal als pdf-Download. Die sind zwar nach aktuellem Zeitgeist zum Großteil als "uralt" (erschienen ab 1980) zu bezeichnen, haben aber einige der schönsten und nach wie vor treffendsten Visualisierungen mathematischer und wissenschaftlicher Themen, die ich kenne. Mit Aktualität beim wissenschaftlichen Stand sollte man also sicherlich nicht rechnen (der Band über den Urknall wird z.B. kaum auf die Quantenfluktuation im Vakuum als eventuell auslösender Faktor für das Universum eingehen), aber ich mag die Comics trotzdem sehr gerne. Zu finden sind alle Ausgaben auf Deutsch hier: http://www.savoir-sans-frontieres.com/JPP/telechargeables/free_downloads.htm#allemand Ich empfehle ein Lesen der chronologischen Reihe nach, beginnend mit dem Geometrikon. Die pdf-Dateien lassen sich übrigens auch mit einem Acrobat Reader 3.0 unter Windows 3.11 problemlos öffnen und lesen. | ||
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Hier mal ein etwas anderes Thema für das Blog: Religion und Gott. Es ist ja
irgendwie nicht völlig themenfremd, auch bei Bruchbach-Folgen gibt es immer
wieder religiöse Themen, siehe z.B. "The Quarkmaker" in Staffel 9 und
andere. Wobei mir zum untenstehenden Thema eher die Folge "Time in A Bottle"
in den Sinn kommt, denn auch dort spricht Alex von "Bewußtsein von ganz woanders". Die folgende Argumentation entstammt eigentlich einer privaten Mail, ich möchte sie aber dennoch auch mal im Blog präsentieren, da der Ansatz IMO nicht uninteressant ist (und es erspart mir weitere Tipparbeit ;-)). Es ist ein Teil meiner Antwort auf einen kleinen theologischen Diskurs, bei der mein Diskussionspartner meinte, daß man an Gott eben keine menschlichen und wissenschaftlichen Maßstäbe anlegen kann. Man kann an die Wissenschaft glauben und man kann an Gott glauben, weil sich beide Bereiche nicht überlappen können und sollen - das klassische NOMA eben. Aus diesem Grund geht mein Diskussionspartner davon aus, daß Leute wie Richard Dawkins falsch an das Thema herangehen und sich in einer Disziplin profilieren, die so eigentlich nicht zulässig ist. Nun bin ich definitiv kein Freund von Dawkins Rumgepolter (typischer neumodischer Schnickschnack ;-)), andererseits kann ich mich aber auch mit dem Argument, daß man das Thema Gott "nicht untersuchen können darf" nicht anfreunden. So gerne wie ich in ein technisches Gerät mit all seinen Rädchen und Elektronenröhren reinschaue, um zu sehen, was es zum Ticken bringt, so sehr glaube ich auch, daß man sich im Bezug auf wichtige Fragen an das Universum keine eigenen NOMA-Grenzen auferlegen sollte. Es gibt eine Wahrheit, die wir finden können. Daher hier einmal meine Argumentation aus der Mail. Ich weiß nicht, ob sie schlüssig ist oder Blogleser überhaupt interessiert, aber ich stelle sie einfach mal zur Diskussion: Du sagst, daß man die Motivationen und das Bewußtsein von Gott als Mensch eventuell gar nicht verstehen kann, weil das Bewußtsein einer Wesenheit von solchen Proportionen jenseits des menschlichen Geistes liegt und daher auch eigenen Regeln folgt. Man muß es einfach als die große Quelle alles Seienden, jeder Inspiration, jeder Unterscheidung von Gut und Böse, als den Geist, der den Gleichungen Leben einhaucht und Physik und Mathematik ihren "Funken" bringt, sehen. Ohne dieses große Bewußtsein über allem gäbe es keine Struktur, keine Mathematik, kein Gefüge der Naturgesetze etc. Wir können Aspekte davon sehen und messen, wir können das Ganze aber niemals technisch erfassen, sondern nur mit dem Glauben wahrnehmen. Wir sehen ein "Licht" im Universum, im menschlichen Geist, und in den Gesetzmäßigkeiten der Wissenschaft widergespiegelt, wir sehen aber nie eine Quelle des Lichts, sondern können diese nur fühlen. Und das Gefühl für das Licht ist eine Gabe des freien Willens, und all die schlechten Dinge auf der Welt sind der gerechte Preis, den wir für diese Fähigkeit zum Erkennen bezahlen. Das hast du jetzt nicht alles gesagt, das sage ich. Korrigiere mich einfach, wenn ich dich falsch interpretiere. Gegenargument 1: der Gott, der in dieser Konzeption beschrieben wird, ist nicht identisch mit dem Gott der Bibel. Dort ist explizit die Rede von einem menschlichen Gott, der menschlichen Makeln und Denkmustern zugewandt ist, und der auch in menschlichen Kategorien und Zeiträumen argumentiert. "Lasst uns Menschen machen, nach unserem Ebenbild" sagt die Genesis. Gott wandelt am Abend im Garten in Eden, weil ihm am Tag die Sonne zu warm ist etc etc etc. Auch der Stimmungswechsel im Bezug auf die Menschheit in so kurzen Zeiträumen wie zwischen dem Alten und Neuen Testament ist für ein Wesen, das außerhalb der Zeit existiert oder Jahrmilliarden alt ist, eher ungewöhnlich. Das logische Problem im Bezug auf allmächtig und allwissend in einem einzigen Wesen hatten wir ja schon angesprochen - wie kann ein Wesen seine komplette Zukunft kennen, und gleichzeitig noch die Macht haben, irgendeine zukünftige Entscheidung zu ändern? Es ist IMO ein kausales Problem und kein Wesen (wie "anders" es auch sein mag) kann sich dem Dilemma entziehen, ohne gegen kausale Vorgaben zu verstoßen, die das Konzept vom "göttlichen Funken" in den Gleichungen mit sich bringt. Die feste Bindung an das Prinzip erklärt aber eventuell, warum sich der Gott in der Bibel auch gerne mal irrt oder Dinge "anzettelt", von denen selbst er dann später zugeben muß (?), daß etwas falsch gelaufen ist. Aber genug davon. Mir ist natürlich bewußt, daß ich mit dem Argument in die selbe Falle wie zuvor laufe. Du kannst natürlich sagen, daß ich die Motivationen und Entscheidungen des Gottes im Alten Testament gar nicht mit Begriffen wie ungewöhnlich oder erstaunlich titulieren kann, weil ich das Bewußtsein dahinter nicht nachvollziehen kann. Vielleicht ist der raue Ton im Alten Testament ja nur eine Vorbereitung auf die Gnade Jesu - so quasi als Kontrastprogramm - und Gott wusste, daß die Menschheit irgendwann die richtigen Schlüsse ziehen würde. Wir können diese "göttliche" Denklinie nachvollziehen, und als möglich erkennen. Und das ist ein wichtiger Punkt und führt mich direkt zu: Gegenargument 2: du sagst, wir können das Bewußtsein von Gott und dessen Natur eventuell nicht verstehen, weil es zu komplex und zu anders ist, und wir keine menschlichen Maßstäbe anlegen können. Ich sage: wir können das oben in den ersten Absätzen beschriebene Bewußtsein durchaus in seinen Grundzügen verstehen und umschreiben. Und genau das kann ein Indiz dafür sein, daß es letztlich auch nur wieder ein Produkt der menschlichen Vorstellungskraft sein könnte. Man kann sich ein unglaublich überlegenes Bewußtsein vorstellen, daß über ein enormes Potential für Multitasking verfügt. Das Bewußtsein kann jedes Elementarteilchen erfassen, es kann jede Möglichkeit für physikalische Interaktion innerhalb der gültigen Naturgesetze sehen, es kann Parameter verschieben und anpassen, es kann Freude empfinden, wenn ein bewußtes Leben (alles bewußte Leben) glaubt oder sucht oder Entscheidungen trifft. Alle Informationen können so in einem einzigen Geist empfunden werden und dort zusammenfließen. Wir können zwar das dafür nötige Denkpotential nicht im geringsten nachbilden, wir können uns aber das prinzipielle Konzept eines solchen Bewußtseins vorstellen. Im Prinzip können wir uns durchaus auch fragen, wie die Motivationen in einem solchen Bewußtseins gestaltet sein könnten, z.B. warum es einen Teil seiner Aufmerksamkeit einer einzelnen Ameise widmet, während es doch irgendwo anders eine coole Explosion zu beobachten gibt. Wenn du Argumente dafür suchst, warum wir Fragen nicht beantworten können bzw. warum diese jenseits der messbaren Wissenschaft liegen, machst du dir ja auch eine Art von Konzept von der Andersartigkeit Gottes und bringst ihn damit in eine einsortierbare Kategorie (und wenn es die Schublade "Jenseits der Wissenschaft" ist). Wenn du eine Antwort auf die Theodizee-Frage gibst, dann beantwortest du ja auch das "unbeantwortbare" Produkt einer völlig anderen Bewußtseinsform. Oder können wir uns aussuchen, welche Aspekte von Gott beantwortbar und welche unbeantwortbar und übergroß sind? Nach welchen Kriterien geschieht dieses Aussortieren? Vielleicht ist Gott ja eine große, bunt blinkende Galaxie, die für sich genau die richtige Balance an Einfluß gefunden hat: if you do things right, people won´t be sure you´ve done anything at all. Das ist kein großes theologisches Konzept, aber es wäre auch eine Form von Erscheinung für einen Gott, der nichts mit dem hebräischen AT-Haudrauf zu tun hätte. Der Punkt ist: wir können uns innerhalb unserer Fantasie grundlegende Konzepte von überlegenen Bewußtseinen vorstellen, die Gott sein könnten, darunter auch Bewußtseine, die in ein Muster passen, daß man üblicherweise mit "jenseits menschlichen Verstehens" bewerten würde. Und weil wir uns diese Bewußtseine vorstellen können, ist es eventuell wieder fraglich, ob sie tatsächlich ein reales Wesen umschreiben, oder doch nur wieder fiktive Konzepte sind, die wir uns ausmalen, um uns ein völlig überlegenes Wesen vorzustellen. Gerade weil wir die grundlegenden Konzepte für überlegene, kosmische Multitasking-Wesenheiten erdenken können, kann das bedeuten, daß die Wesenheiten eben doch nicht real sind, sondern menschliche Konzepte, die uns bei der Suche nach der Erklärung des "Unerklärbaren" dienen. Wir können uns ein Konzept für Gott ausdenken, und das ist IMO etwas, daß wir für ein real existierendes, Milliarden Jahre altes Wesen, das außerhalb von Raum und Zeit und Evolutionsbiologie steht, so eventuell nicht könnten. Ergo: ein Gott, der sich im menschlichen Bewußtsein als überlegenes Konzept erdenken lässt, ist eventuell nicht real. Wenn man etwas mit dem Glauben wahrnimmt, sich aber dann doch eine reale Vorstellung davon macht (wie überlegen und anders diese auch immer sein mag), dann limitiert man IMO die Chancen, das dieses "Etwas" tatsächlich jenseits der Reichweite menschlicher Interpretation liegt. | ||
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| Der Kommentar zum Betamax-Beitrag über meine nostalgische Verklärung und
rosarot-vernagelten Weltbilder hat mich noch zu einem kurzen Beitrag animiert.
Eigentlich mag ich solche amüsierten "Haha, ich weiß genau, was dein
Problem ist"-Analysen mit dezent angedeutetem Mitleid ja sehr gerne, weil
sie mir immer wieder zeigen, daß ich recht habe. Aber jedem seine Meinung. Ein wenig bedauerlich finde ich (neben dem Standardcharakter des Arguments)
aber doch, daß es mir leider wieder genau jene Ideologie zuweist, gegen die ich
mich stets ausspreche: das Interesse an sogenannten "veralteten" Dingen rein aus
Gründen eines emotional-nostalgischen "Kicks" bzw. für eine
emotionale Belohnungsreaktion. Man sollte IMO ein altes Gerät oder Medium (oder
was auch immer) stets um seiner selbst Willen gut und interessant finden, und
nicht, weil es einen als Benutzer "wohlig emotional" daran erinnert,
wie es - hach - früher einmal war. Alte Dinge sind interessant, weil sie etwas
tun, nicht, weil sie mal etwas getan haben. Man sollte sie benutzen, weil sie
einem jetzt etwas geben können, und nicht, weil sie eine Erinnerung wecken, was
man an einem wunderbaren Nachmittag im Juli 1984 mal damit gemacht hatte. Beispiele: wenn ich mit meinem 386er arbeite, dann nicht, weil sich das ja ganz doll wie "früher anfühlt", sondern (und jetzt bitte nicht erschrecken) weil ich ihn für einen guten, fähigen und interessanten Computer halte, an dem man seine kreativen Ideen umsetzen kann, und bei dem es noch Grenzen auszuloten gibt. Kilobyte or Terabyte are just words. What matters, is what you do. Wenn ich eine Kassette auf VHS oder Betamax ansehe, dann nicht, weil ich das schon 1985 so getan habe, sondern weil mich heute ein guter Film interessiert, der auf diesem Medium zu finden ist. Und weil es so viele gute Filme gibt, die auf Magnetbändern zu finden sind, kann man als Bonus gerne auf digitale Medien und Schnickschnackscheibendreher verzichten. Ich vermisse den glattgebügelten Kram zumindest kein bißchen. Was ich in dem Zusammenhang immer erschreckend finde, ist, wenn ich von Leuten online z.B. die Meinung lese, daß sie nun gar keine Analogfilme (oder generell Dinge unter der HD-7.1-Schwelle) mehr anschauen oder genießen "können", weil ihnen die "ätzende" Bild- und Tonqualität nach jahrelangem Digitalkonsum inzwischen als zu "unerträglich" erscheint. Ist es hoffnungslose Nostalgie, wenn man diese Mentalität als durchaus bedenklich ansieht? Ich mag das Wort Nostalgie auch nicht wirklich. Im aktuellen Verständnis ist es ein Alibi-Begriff geworden, der meiner Meinung nach gerne dazu verwendet wird, um etwas zu erklären, was vielen Leuten durch den Zeitgeist bedingt peinlich geworden ist: das Beschäftigen mit imperfektem und ineffizientem Uraltkram. Man erinnert sich zwar an die schöne Zeit mit z.B. dem C64, möchte sich auch gerne mal wieder damit beschäftigen, will aber auch nicht allzu negativ auffallen, weil man ein vergilbtes 64-KB-Gerät auf dem Tisch stehen hat. Die akzeptierte Universal-Erklärung: Nostalgie. Und wenn dann irgendwas schief läuft, und die Ladezeiten mal wieder zu lang oder die Pixel zu grob sind, kann man den amüsieren Gästen immer noch erklären, daß man das früher natürlich ganz super fand, heute auch gerne mal nostalgisch reinguckt, aber ganz bestimmt nicht mehr zurück will. Wenn es denn eine rosarote Nostalgie-Brille gibt, dann gibt es als Gegenstück vielleicht auch eine schwarz-weiße Negativ-Brille, die Leute heute allzu gerne aufsetzen, wenn sie sehen wollen, warum das Jahr 2012 so unglaublich überlegen ist. Weiß = wunderbare digitale Gegenwart, Schwarz = unfähige Sperrmüll-Vergangenheit. Wie sonst ließe es sich erklären, das viele Leute z.B. in Webforen oft unglaublich besorgt darüber sind, was heute noch als akzeptabel, erträglich, anschaubar, verwendbar, zeitgeistgerecht etc etc etc. zu gelten hat, und was man bestenfalls noch mittels der "Nostalgie"-Ausrede und der rosaroten Beschönigung akzeptabel machen darf. Auch die Meinung, daß es quasi eine Vorschrift gibt, von welcher Zeit man sich gefälligst "zu lösen" habe, kommt IMO aus dieser Mentalität. Andere Denkrichtung: ich hatte in den letzten Tagen verschiedene png-Bildbearbeitungen mit Bildgrößen im Bereich von 3500x2500 Pixel bei Echtfarben gemacht, dann ein wenig aktuellen J-Pop und hippes remix.kwed.org-Material aus den Jahren 2011/2012 als MP3s mit 320 Kbit und 44 Khz auf gutem Kopfhörer gehört, dann noch ein paar relativ aktuelle Futurama-Folgen als MPGs geguckt. Womit? Mit Hardware von maximal 1996/1997 und einem 16-Bit-Betriebssystem von 1993. Meine Anforderungen sind auch gestiegen, aber DOS hält gut mit. Ist das einseitige Nostalgie oder einfach die Erkenntnis, daß ein Spielen des up-to-date-Spiels gar nicht notwendig ist? Und nach diversem Digitalkonsum unter DOS werde ich heute abend wieder analog ein paar von Ivars Bändern gucken. Wieso? Weshalb? Warum? Es gibt sicher einfache Antworten. Oder komplexere Antworten. Und weil von anderer Seite her die Aussage im Raum hing, daß man aktuelle Futurama auf einem alten DOS-Rechner gar nicht mehr gucken kann, hier noch der fotografische Beweis, daß es sehr wohl geht - sowohl auf Notebook von 1996, als auch auf Pentium von 1997 (im technischen Prinzip auch auf dem 386er). Dem Notebook habe ich auch mal einen neuen Desktop spendiert, nachdem es bisher immer "nostalgisch" auf Programm-Manager gelaufen ist. Das knappe Megabyte mehr kann er verkraften ;-): ![]() ![]() ![]() ![]() Welcome to the world of tomorrow... | ||
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Dank einer edlen Spende vom Kollegen Blogruz habe ich nun einen großen Haufen an Betamax-Videokassetten mit dazugehörigem Abspielgerät bekommen. Nochmals vielen Dank dafür. Die Kassetten und auch das Abspielgerät stammen aus dem Nachlaß des legendären Ivar Combrinck. Einige hier werden die Geschichte schon kennen: die Witwe von Ivar hatte das Schreiben der drts-Regulars zu einer Fansynchro gefunden, und die Regulars dann angerufen und gefragt, ob sie noch Interesse an den alten Bändern haben, da auch viele englische Simpsons-Folgen mit dabei wären. Das sind die Bänder für interne Synchronzwecke, auf denen Ivar damals die Folgen im Originalton aus den USA bekommen hat, also inklusive mitlaufendem Zeitindex am oberen Bildrand. Da der Blogruz seine Terabyte-Platten und digitalen Medienserver bevorzugt, sind die Bänder und die Technik am Ende nun doch bei mir gelandet ;-). Leider sind nach Sichtung aber nur eine Handvoll englischer Simpsons-Folgen aus Staffel 6 und Staffel 9 dabei, der Rest der Originalton-Bänder sind zumeist etwas generische 90er Sitcoms mit Titeln wie "The John Larroquette Show" oder "Hanging with Mr. Cooper". Letztere ist eine ziemlich einfallslose Reißbrett-Sitcom mit hippen schwarzen Leuten und den üblichen Darstellern. Außerdem habe ich noch ein paar Folgen der "Untouchables" auf den Bändern gefunden, also Elliot Ness vs Capone und so. Diese sind sogar ca. 45 Minuten lang, während auf den meisten der anderen Bänder jeweils nur eine Serienfolge mit ca. 20 Minuten Laufzeit zu finden ist. Das ist jetzt sicherlich keine besonders effektive Ausnutzung eines Mediums, hat aber hier vermutlich studiotechnische Gründe. Das Abspielgerät konnte ich altersmäßig etwas schwer einordnen, zumal die
Betamax-Technik in Studios wohl tatsächlich noch bis in die 90er verwendet wurde. Nach etwas Suche
zeigte sich aber, daß das noch perfekt laufende Sony-Gerät Baujahr 1981 ist. Sehr schön. Hier noch einige Fotos. Wer braucht da schon BluRay :-): ![]() ![]() ![]() Falls also jemand mal englische Simpsons oder englische Sitcoms auf einem Magnetbandsystem aus der Mitte der 70er gucken will, kann er gerne vorbeikommen ;-). | ||
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| Good news, everyone. Mein Internetzugriff per 56K-Modem und Telefonleitung funktioniert seit diesem Wochenende wieder problemlos. Sieg auf der ganzen Linie für das 20. Jahrhundert ;-). Keine Ahnung warum, aber soll mir recht sein. Vielleicht haben sich ja auch die Millionen anderer 16-Bit-Anwender mit Modem nachdrücklich beschwert. Kurioserweise ist es ja öfter so, daß manchmal nach ein wenig Warten eine Funktion, die man wegen sogenannter "Rückständigkeit" schon verloren glaubte, plötzlich wieder bereitgestellt wird. Ähnlich war es mit der Bildersuche bei google, die für einige Monate nicht mehr mit 16-Bit-Opera funktionieren wollte, aber dann plötzlich wieder einsatzbereit da war. Wie lange muß man wohl warten, bis Microsoft eine Version von Windows 8 anbietet, die auch auf einem 386er mit 6 MB RAM flüssig läuft? ;-) | ||
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| Ich wurde per Mail nach meiner Meinung zum aktuellen Retro-Magazin
(Ausgabe 7-9/2012) gefragt. Ich werde mich dazu nur in Kurzform äußern,
denn besonders viel fällt mir zu der Ausgabe nicht ein. Es wird sicherlich eine Zielgruppe dafür geben, ich bin es irgendwie nicht mehr. Es sind zwar ein paar interessantere Beiträge drin, ich hatte die Ausgabe aber ehrlich gesagt im Prinzip in wenigen Minuten durchgeblättert. Dieses Mal wieder sehr konsolenlastig in den Themen, und für mich persönlich sind 32-Bit-Konsolen aus der zweiten Hälfte der 90er kein besonders interessantes "Retro"-Thema. Kenner von Spielereihen wie Final Fantasy und Street Fighter mögen eventuell ihre Freude an den Beiträgen haben. Der neue Comic wirft so kalkuliert mit 80er "buzzwords" um sich, daß er auf mich sehr retortenhaft wirkt. Die hippen Jungs und Mädels von der Games Academy finden Retrospiele übrigens auch alle voll gut und entwickeln daher entsprechend für Windows Phone 7 und Co. Da freuen sich bestimmt alle Retronauten. Der einzige Artikel bei dem ich wirklich irritiert verharrte, war ein Beitrag von Chefredakteur Robert Bannert über ein Retrospiel, daß er gerade mittels Klickbaukasten für iOS und Android entwickelt. Er beginnt den Artikel mit dem Satz, daß man es heutzutage so leicht wie nie zuvor hat, ein eigenes Spiel ohne fremde Hilfe zu entwickeln. Danach erklärt er, wie man sich das "Programm" des Spiels unter einer hochauflösenden Klickoberfläche für moderne PCs zusammestellt, die Grafiken halt einfach mit Photoshop designt (oder gerne mit anderer genormter Software - lobendes Zitat "Letztlich fühlt sich jedes virtuelle Kreativ-Tool an wie das andere...") und dann nur noch 100 Dollar Gebühr an Apple bezahlen muß, um die Lizenz für eine Übertragung auf iHardware zu bekommen. Ist doch wunderbar, wie individuell und unabhängig heutzutage Retro-tum und Spieleschöpfen sind ;-). | ||
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Was ich in letzter Zeit wieder mit größerem Interesse gelesen habe, sind meine ganzen "uralten" Wissenschaftsmagazine, die so im Schrank herumliegen. Das sind hauptsächlich deutsche Hefte vom "Bild der Wissenschaft" (zum Glück nicht mit der Bildzeitung verwandt oder verschwägert, sondern seinerzeit von Professor Heinz Haber herausgegeben), aber auch einige amerikanische "National Geographic" auf Englisch. Auf obigem Foto sieht man einige Beispiele aus den Jahren 1981 bis 1984. Und nun könnte man sich als informierter Mensch der Moderne natürlich
fragen: was bringt es einem denn, in einem doch so bewegten Gebiet wie der Wissenschaft die
"News" von vorgestern zu lesen? Lebt man damit nicht hinter dem Mond? Gehören diese Hefte nicht allesamt in den Papiermüll? Was trägt es zur Bildung bei, wenn
man z.B. einen Artikel über archäologische, paläontologische oder kosmologische Forschungen aus dem Jahr 1981 liest?
Wären der korrekte Weg zum wissenschaftlich aufgeklärten Menschen nicht die etablierten
digitalen Informationskanäle im Internet, wikipedia und Co? Oder aber zumindest ein modernes,
hochglänzendes Printmagazin mit vielen Weblinks für Aktualität? Das ist prinzipiell durchaus richtig. Andererseits liegt zumindest bei mir die
Freude an der Wissenschaft auch (oder gerade) in der Inspiration oder Denkanregung für ein Thema, die ein Artikel vermitteln kann. Die absolute Korrektheit nach dem
letzten Stand der Forschung ist dabei eher ein Nebenfaktor. Wobei es gerade bei
kosmologischen Themen sowieso fraglich ist, was denn dazu überhaupt eine absolute Korrektheit
ist. Ich persönlich lese gerne Artikel über den Ursprung des Universums, die vor
30 Jahren geschrieben wurden, denn an der Tragweite der Fragen ändert dies
nichts. Und obwohl heute gerne mal erklärt wird, unser Weltbild habe sich
"in den letzten Jahren radikal" geändert und wir stünden kurz vor ultimativen
Antworten
und Formeln, sehe ich viele Ansätze und Grundideen der modernen Physik auch in
"uralten" Heften. Eine gewisse negative Tendenz der Moderne fiel mir dieser Tage wieder beim Lesen von
Stephen Hawkings aktuellem Buch "Der Große Entwurf" auf. Bei
Professor Hawking habe ich ein wenig den Eindruck, daß er seit Jahren stets fast den
selben Inhalt mit neuem Titel veröffentlicht, nur noch kürzer, vereinfachter und mit mehr
bunten Bildern. Das lässt sich über die "Kurze Geschichte der Zeit",
"Die illustrierte kurze Geschichte der Zeit" und "Die kürzeste
Geschichte der Zeit" recht gut verfolgen. Auch im neuen Buch finden sich
viele Inhalte oder komplette Sätze aus vorigen Büchern, sowie die übliche
Prognose, daß wir kurz vor der Entdeckung der großen Weltformel stehen. Er
sollte sich IMO irgendwie entscheiden, ob er konkretes Wissen im notwendigen Umfang präsentieren, oder möglichst viele Bücher an Gelegenheitsleser
verkaufen will. Es liegt vermutlich wieder an mir, aber mich sprechen ältere Bücher und
Zeitschriften auch zu wissenschaftlichen Themen einfach mehr an, als moderne
Vertreter. Von einem dicken Buch wie Carl Sagans "Cosmos" von 1980
lasse ich mir sehr viel lieber etwas über das Universum erzählen, als von
einem möglichst kurzen Hochglanzbuch, und nehme dabei halt in Kauf, daß einige Dinge,
die er berichtet, nicht (mehr) korrekt sind oder daß neue Horizonte gefunden
wurden. Gerade die älteren Bücher und Magazine sind sich dabei ihrer Lücken
und offenen Fragen aber auch bewusster, während neuere Bücher gerne mit
"ultimativen Antworten" poltern - siehe z.B. Klappentext und Vorwort
im letzten Hawking-Buch. In der lokalen Bücherei sieht es aber inzwischen so
aus, daß man gerade im wissenschaftlichen Bereich kaum mehr ein Buch von vor dem Druckjahr 2000 befindet - lieber stehen die Regale fast leer, als "veraltete"
Literatur anzubieten. Meh. Was ich auch immer etwas befremdlich finde, ist das zeitgeistige Argument,
daß "endlich" dank moderner Medien und Internet ein digitales Lernen,
populäre Wissenschaft und sich-weiterentwickeln möglich ist. Der Unterton ist
ja dann oft die mitleidige Frage, was denn die armen Leute vor ein paar
Jahrzehnten so gemacht haben müssen. Aber konnte man sich nicht auch früher
informieren und bilden und praktisch einbringen? Wenn die Artikel, Kolumnen,
Leserbriefe etc. in den alten Heften etwas zeigen, dann doch auch, daß die
allgemeine Menschheit auch vor den glorreichen und beliebigen Informationsmassen
des Internets nicht auf den Kopf gefallen war - Wissen eben in Form von Büchern
und Magazinen auch für die "breite Masse" zugänglich war. Sicher in
anderer (und zugegeben auch eingeschränkterer) Form als heute, aber auch nicht
in einer Weise, über die man nur noch modern-amüsiert die Nase rümpfen
sollte. Man sollte vermutlich eine Balance finden. Nur wissenschaftliche Texte, Informationen und Artikel aus alten Büchern und Heften bringen einen vermutlich auch nicht sehr weit, und ein merklicher Teil eines Gesamtbildes fehlt. Nur 100% moderne Bücher und Hochglanzhefte, wikipedia und bunte Klickstrecken Marke "Das Universum ultimativ erklärt in 7 Bildern" halte ich aber ebenso wenig für inspirierend und erfüllend. Für jedes moderne Werk und Digitalkonsum sollte man auch gerne mal in die "uralten" Medien gucken, um zu sehen, wo das Wissen herkommt. Und um zu sehen, daß auch schon lange vor dem Internet Bildung und populäre Wissenschaft einen Weg gefunden hatten. BTW, falls jemand noch "Bild der Wissenschaft" speziell aus den 70er Jahren herumliegen kann, wäre ich ein sehr dankbarer Abnehmer. Meine älteste Ausgabe (siehe Foto oben, das Heft mit der Nummer 9 in der oberen Reihe) ist vom September 1981 und ich hätte gerne ältere Ausgaben. | ||
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Vor einer Weile hatte ich ja noch davon geschrieben, daß T-Online vermutlich irgendwann den Zugang mittels Modem abschalten wird (und daß mich das nicht mehr sonderlich beeindrucken würde). Nun scheint es tatsächlich mehr oder weniger soweit zu sein. Ich war privat einige Tage nicht online, aber als ich es letzten Sonntag mal wieder versuchen wollte, ließ mich der T-Online-Server über die 56K-Einwahl mit der Nummer 0191011 einfach nicht mehr rein. Wobei der Server sogar noch brav Antwort gibt und sein übliches Liedchen pfeift, das Einloggen aber dann mit "Profile not sufficient" und "Authentification failed" zurückweist. Meine Zugangsdaten sind in Ordnung bzw. sind es die gleichen Daten, wie schon
seit 1999. Die haben ohne Probleme nun 13 Jahre lang funktioniert. Zwei Anfragen bei T-Online per Webformular zum Problem (von Montag
und gestern) blieben bis heute unbeantwortet. Kann es sein, daß die mich nicht
ernst nehmen? ;-) Der heutige Anruf bei der fröhlichen Hotline war auch nicht
wirklich
hilfreich bzw. war dem Berater die verstörende Wirkung meines Problems deutlich anzuhören. Obwohl ich ihm sehr deutlich gesagt hatte, daß es um eine ganz normale Einwahl per 56K-Modem geht, wollte er mir gleich mal aus Prinzip einen neuen "Router" (was immer das genau ist) verkaufen, den ich doch ganz bestimmt unbedingt brauchen würde. Irgendwann dämmerte es dem netten Herrn dann doch so langsam, was ich eigentlich meinte, und mit einem nicht zu überhörenden Schreck in der Stimme (warum überraschte mich das nicht?) stellte er fest, daß ich ja "nur" über einen normalen Telefonanschluß online gehen würde. Ja, und? Wo das Problem liegt, konnte er nicht feststellen. Seine Ratschläge waren
sicherlich gut gemeint, aber nicht hilfreich. Tja, und nu? Ich habe keine große
Motivation, mich da jetzt irgendwie herumzuärgern oder mir Aufwand zu machen. Und
so wie es aussieht, läuft die Sache auf ein "Wenn sie weiter online gehen
wollen, müssen sie eben umsteigen/aufrüsten" heraus. Meh. Für das Internet
werde ich mir aber ganz bestimmt keinen neuen Rechner kaufen oder gar ein perfekt
laufendes DOS in Frage stellen. Sollte die Einwahl weiterhin nicht mehr funktionieren,
dann ziehe ich eine Kündigung des privaten Onlinekrams in Betracht. Den Mailverkehr
und Blogkram kann ich auch vom Rechner im Büro aus z.B. in der Pause erledigen,
längere Beiträge kann ich daheim schreiben und dann per Diskette mitnehmen.
Durch Disketten ist ja ein Datenaustausch selbst zwischen EuroPC und
XP-Gurke gewährleistet. Falls jemand Lösungsvorschläge zum Modem-Problem hat, dann sind diese aber gerne willkommen. | ||
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Das Thema mag etwas einseitig werden, aber ich finde es immer ganz interessant, in älteren LTBs oder generell Comics Aussagen zu finden, die heutzutage als reaktionär, fragwürdig oder politisch inkorrekt gelten würden. So äußert sich der bereits bekannte Herr Duck in einer Ausgabe von 1971 doch auf recht reaktionäre (?) Weise zum Thema Justiz und Prinzipien des Rechtsstaats. Aber er hatte ja schon immer eine eher schwarzweiße Sicht der Welt, wie folgende Bilder beweisen ;-):![]() In Kürze gibt es wieder mehr und längere Beitrage auch zu anderen Themen. | ||
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Nur vieles. Zu den Dingen, die nicht besser waren, gehören natürlich einige recht zweifelhafte Mentalitäten, die aber ohne viel Nachdenken selbst an Kinder weitergegeben wurden. Wir hatten ja weiter unten zur "Badger"-Folge schon über eher fragwürdige Inhalte in Comics der 60er und 70er Jahre gesprochen. Dieser Tage fiel mir zu dem Thema auch wieder ein auffallend übler Satz auf, gesprochen von Dagobert Duck im LTB Nr. 12, Originalausgabe von 1970, dieser Nachdruck hier aber auch unverändert von 1979. In der Story geht es darum, daß Donald einem afrikanischen Stamm Mut einflößen soll, was Dagobert jedoch skeptisch zu folgender Aussage verleitet: ![]() Und man muß glaube ich kein ausgeprägter Gutmensch sein, um seinen kausalen Zusammenhang zwischen Mut und Hautfarbe doch etwas fragwürdig zu finden. Interessant ist ja auch, daß diese Aussage vom Anfang der 70er auch am Ende des Jahrzehnts nochmals identisch übernommen wurde. Hat jemand zufällig einen neueren Nachdruck von LTB Nr. 12? Da würde mich mal interessieren, ob bzw. wie der Satz dort abgeändert wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser in einer Ausgabe z.B. aus den 90ern noch immer unverändert ist. | ||
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![]() Noch ein kurzer Nachtrag zum vorherigen Beitrag: nachdem Freund Rossi ja im Heft am gepflegten Ablästern über nie funktionierende Datasetten am C64 ist, frage ich mich jetzt doch: ist dem wirklich so? Irgendetwas scheint ja dran zu sein, denn Klagen über Probleme mit Datasetten habe ich schon des öfteren gelesen. Aber wie so oft kann ich das negative Urteil aus persönlicher Erfahrung nicht bestätigen oder nachvollziehen. Okay, ich habe zugegeben noch nie eine Datasette mit dem C64 benutzt (obwohl ich in meiner Hardware-Kiste sogar eine liegen habe). Einen Rechner, den ich aber fast ausschließlich mit Datasette benutzt habe und benutze, ist mein erster Rechner mit Baujahr ca. 1984, mein guter alter Pluvi mit 64 KB RAM - siehe Foto. Der hat eine Datasette 1531, die genau wie der Rechner auch noch problemlos funktioniert. Was natürlich auch für die zugehörige Software auf diversen Kassetten gilt, davon habe ich noch ca. 30 Stück da, wobei auf vielen Kassetten mehrere Programme gespeichert sind. Auf eine 90-Minuten-Kassette passt ja so einiges drauf - relativ gesehen. Und ich musste bei der Datasette noch nie irgendetwas nachjustieren, damit ein Programm geladen werden konnte. Kassette rein, "Load", Return, Press Play on Tape und dann kam das Programm - irgendwann. Denn eines stimmt natürlich - es ist ein sehr, sehr gemütliches Speichermedium, und bis ein paar Kilobyte durch das Kabel gewandert sind, können je nach Speicherart und Umfang schon mal zwischen 2 und 10 Minuten vergehen. Was aber in der Natur der Sache liegt und dem Gerät daher nicht zum Vorwurf gemacht werden kann. Aber war es am C64 mit Datasette tatsächlich so, wie Rossi schreibt - daß selbst ein neues Gerät nur mit der Chance 10:1 funktionierte und man ständig nachjustieren musste bzw. alles mit jedem "Monat" Betrieb noch viel schlimmer wurde? Also ich kann den Pluvi aus der Vitrine nehmen, die ca. 28 Jahre alte Datasette anstecken, eine Kassette einlegen und das Programm darauf laden. Gab es die Probleme nur am C64 so ausgeprägt? | ||
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