| ||
| Ein Blog mit Neuigkeiten über meine fiktive Animationsserie/Satire "Bruchbach Serenade", den real existierenden Comic dazu und andere verwandte Themen wie z.B. Gedanken zur Serie, neue Ideen zu Handlungen, Skripte, Artwork etc. RSS-Feed: http://www.simpleblog.org/rss.php?u=Bruchbach |
| ||
Wie angekündigt ist die neue Artwork zur Folge "Der Rick von Bagdad" nun fertig. Das Ganze ist 100% handgezeichnet mit Acrylfarben.![]() Am Rohskript habe ich noch etwas ergänzt, bin aber zugegeben noch nicht viel weiter gekommen. | ||
| 0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
| Ganz kurze Meldung: seit heute haben wir nun auch eine positive Rezension für den dritten Comic bei der großen und vielbesuchten Seite splashcomics.de - siehe hier: Rezension bei Splashcomics Zumindest werden wir dieses Jahr nicht mehr mit "King of Queens" verglichen, das konnte ich nämlich noch nie nachvollziehen ;-) | ||
| 2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
| Nachdem Ben gerade an einer Artwork zu der Staffel-8-Story "Der Rick von Bagdad" arbeitet, dachte ich mir, ich setze mich auch mal ran und schreibe ein paar Szenen zu der Folge zusammen. Schließlich soll ja nicht nur er die ganze Arbeit damit haben ;-). Das ist noch nichts Besonderes geworden, aber eventuell sind ja ein paar nette Einfälle drin und es ließe sich zu einem Skript ausbauen. Die Zitate bzw. Referenzen sind zumindest schon wieder teilweise so obskur, daß sie vermutlich kaum jemand erkennen wird. Hier ein paar Beispiele: Rick und Mike haben Dschinni Alex gefunden. Rick äußert seinen ersten Wunsch. Rick: [dramatisch] "Höre meinen Wunsch, mächtige Dschinni. Mach einen echten Prinzen aus mir..." Alex: [unbeeindruckt] "Okay..." Sie wühlt in irgenwelchen Taschen herum und zieht eine weiße, billig wirkende Visitenkarte heraus, die sie Rick gibt. Wir lesen auf der Karte: RICK IRGENDWER PRINZ ODER SO Rick: [mürrisch] "Du nimmst deinen Beruf nicht sehr ernst, oder?"
Alex: "Jetzt hört mal zu. Ich bin wirklich kein Freund dieser Prinzensache. Der letzte Meister, der unbedingt Prinz werden wollte, hat dann Party gefeiert, als ob wir schon 1099 hätten. Danach wußte er nicht mal mehr, wie er hieß..." [Versteht das heutzutage noch jemand, besonders die Anspielung im letzten Satz?] Rick und Mike sind auf einem chaotischen Basar voll mit Ganoven und Piraten. Rick: [schaudert] "Das ist die schlimmste Räuberhöhle, die ich je gesehen habe..." Alex: [unbeeindruckt] "Du kennst nicht die Dämonen von Wak-Wak..." Rick: [fragt] "Meuchelmörder?" Alex: [trocken] "Kapitalisten..." [äußerst kuriose Anspielung auf Lotte Reiniger und die Abenteuer des Prinzen Achmed] Diese Szenen und einige mehr finden sich hier: Rohskript "Der Rick von Bagdad" Vielleicht schreibe ich ja weiter. Kommentare zum Rohskript sind jederzeit willkommen. Jetzt warte ich aber erstmal auf die Artwork dazu. | ||
| 3 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
Im Moment gibt es leider keine neuen Folgenideen, wobei ich mir nach der äußerst umfangreichen Story zu Folge 166 (und dem üblichen Schweigen dazu) aber auch eine kleine Pause verdient habe. Eine Sache, die noch aussteht, ist das Abenteuer von Randolf und Klaus zwischen Staffel 8 und 9. Nachdem sich Klaus am Ende der vorherigen Staffel auf die Suche nach Randolf gemacht hatte, traf in der neuen Staffel zuerst eine Postkarte der Beiden aus London ein und später tauchten beide in bunten Matrosenanzügen wieder auf - mit dem Hinweis, daß die Geschichte dazu ein anderes Mal erzählt wird. Tja, und diese Geschichte sollte doch noch erzählt werden, nur leider fällt mir dazu noch nichts Konkretes ein. Ich hatte eventuell an eine Story mit Beatles-Bezügen gedacht bzw. irgendwas in Richtung einer Swinging-Sixties-Atmosphäre. Ein Abenteuer für Randolf und Klaus, in dessen Verlauf immer wieder Songzeilen oder Songtitel der Beatles zitiert werden? Gar ein Gastauftritt der Fab...Two? Ob Ringo und Paul in schrägen Trickserien als Sprecher mitspielen würden? ;-). Falls jemand eine Idee für diese Story oder für ein völlig anderes Abenteuer für Randolf und Klaus hat, würde ich mich über Vorschläge sehr freuen. | ||
| 0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
Die Folge gibt es ausnahmsweise nicht direkt im Blog, irgendwie wollte mir die Eingabemaske die über 26 KB Text nicht annehmen. Vermutlich wäre es auch ungewöhnlich viel für einen Dingsfeed.
Ich verweise zum Lesen der umfangreichen Story daher einfach mal auf den Folgenguide auf der Webseite, dort bitte zu Folge 166 scrollen und sich auf eine Menge Text einstellen. Es geht aber aufgrund der vielen Ereignisse kaum kürzer und eine Doppelfolge erschien mir auch nicht passend.
Ich weiß nicht, ob überhaupt jemand den ganzen Text lesen wird. Es ist eine sehr ungewöhnliche Folge geworden, vor allem, weil sie mehrere Genres kombiniert. Falls jemand Inspirationen erkennt, würde ich mich über Rückmeldungen natürlich freuen. Auch wenn ich meine Zweifel an Teilen der Story habe, so hat sie mir doch wieder irgendwie gezeigt, daß ich trotz Staffel 9 noch nicht am Ende mit dem Bruchbach-Universum bin.
BTW, irritiert es Leser, daß Melissa fast wie Clarissa klingt? Das fiel mir erst im Nachhinein auf und da hatte ich mich schon so sehr an den Namen gewöhnt. | ||
| 3 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
|
Nachdem ich mein WfW im Moment so ein bißchen zur Media Center Edition ausbaue (siehe den letzten Screenshot für die ersten Ansätze) bin ich mal wieder über das gute alte MOD-Format und dessen Verwandte gestolpert. Das war seinerzeit ein äußerst bekanntes Dateiformat, daß wunderbare und kreative Klangwelten in Dateien transportiert hat, die oftmals nur eine Größe im zweistelligen Kilobyte-Bereich hatten. Zugegeben - eine komplexere XM-Datei mit etlichen Kanälen kann auch schon mal mehrere Megabyte groß sein, aber auch die originalen MODs von Amiga & Co können auf ihre Weise überzeugen. Es gab mal eine Zeit, als der Diskettentausch noch eine persönliche Angelegenheit war und man auf bunt gemischten Disketten oft auch jene Sounddateien als kleine Schätze finden konnte. Heutzutage ist das natürlich alles online, z.B. im sehr gut sortierten MOD-Archive. Empfehlungen mag ich da kaum aussprechen, ein Klick auf "Music" und "Browse By Rating" sollte im Bewertungsbereich 10/10 durchaus gelungene Sachen präsentieren. Als kleine Empfehlung vielleicht das hier oder im klassischen 4-Kanal-MOD-Bereich generell Amiga-Demo-Sachen wie z.B. Desert Dreams. Keine Ahnung, welche Programme heutzutage in der Lage sind, die Formate abzuspielen. Meine Empfehlung kann nur auf 16-bittigen MOD4Win 2.30 oder den genialen Multiformatplayer "Open Cubic Player" unter DOS lauten. Das wird aber vermutlich von einigen Leuten als lächerlich oder jämmerlich betrachtet. Es wird bestimmt "moderne" Alternativen geben. Nötig sind sie nicht. Die Formate laufen mit schönem Klang auch auf meiner Soundkarte - und die ist nun wirklich das älteste Teil im ganzen Rechner, die habe ich seinerzeit nämlich auf dem Schulhof gekauft ;-). P.S. In diesem Beitrag stand nirgends die Aussage, daß früher alles besser war. Wer sie dennoch findet, darf sie aber gerne behalten und für späteren Hohn&Spott [tm] verwenden. EDIT: per Mail bekam ich gerade noch die Info, daß es hier einen guten MODPlayer/Editor für Win32 gibt. Danke für die Nachricht. | ||
| 8 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
| Hat zufällig noch jemand Interesse, die wohl sehr spezielle Folgenidee Nr. 166 testzulesen, bevor ich sie in den nächsten Tagen (vermutlich) online stelle? Einem geschätzten Testleser habe ich die Idee bereits geschickt, aber mich würde auch noch eine zweite Meinung interessieren. Staffel 9 ist sicher eine schwierige Angelegenheit bzw. Gratwanderung. Allein die Idee zu Folge 166 für den Folgenguide ist jetzt als htm-Datei über 26 KB groß. Bedeutet das, daß Masse nun über Klasse geht? Werden solch lange Storyideen auch die letzten Mitleser vergraulen? Schwierig. Falls sich ein zweiter Testleser findet, bitte Mail an mich. Voraussetzung ist jedoch, daß man mit Story, Mythologie, Charakteren und Skripten gut vertraut ist und generell noch Interesse an der Sache hat. | ||
| 0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
Wir haben gerade die erste Rezension zum dritten Comic bekommen. Ich bin durchaus zufrieden damit, Absichten und Inspirationen werden gut getroffen. Zumindest ist nicht dieser irritierende Vergleich mit "King of Queens" drin, wie bei vorherigen Rezis aus anderer Richtung ;-). Ein kleines Problem dieser Kritik ist aber IMO, daß sie zuviel von der Story verrät. Geschrieben wurde die Rezension von Irene Salzmann für die Online-Zeitschrift Rattus Libri. Jetzt warte ich noch auf die Kritik bei den Splashcomics. Chris Pfeiler & Benjamin MarquardtBruchbach Serenade 3 THENEXTART-Verlag, Chemnitz, 1. Auflage 100 Ex.: 10/2009 Comic-Heft, Gesellschaftssatire, 978-3-939400-23-3, 60/600Titelcover von Benjamin Marquardt Ausgerechnet an Weihnachten ist Rick allein, im Fernsehen läuft nur Schwachsinn, und das Radio dudelt bloß dieselben öden Schnulzen rauf und runter. Was nun? Die Durchsage, dass in einer Diskothek, die etwas außerhalb liegt, eine großartige „Xmas-Partey“ steigt, könnte die Rettung sein, aber Rick ist pleite und hat nicht einmal die paar Groschen für den Eintritt.Er beschließt, einen seiner Freunde anzupumpen, doch entweder durchschauen diese seine Anbiederungsversuche oder haben selber nichts. Dabei stellt Rick fest, dass auch die anderen Probleme haben und sie sich ihr Weihnachtsfest anders vorgestellt hatten.Als er schließlich das ‚Party HQ’ erreicht, erfährt er, dass die Diskothek schon vor einer Weile abgebrannt ist und der Radio-Sprecher versehentlich das Band von letztem Jahr eingelegt hatte. Kurz darauf ist Rick wieder zu Hause, deprimiert und so einsam wie zuvor, aber die Überraschungen sind noch nicht vorbei … Auch der dritte Band von „Bruchbach Serenade“ ist in sich abgeschlossen, so dass man ohne Vorkenntnisse problemlos in die Story einsteigen und Spaß haben kann – denn erneut gelingt es Chris Pfeiler und Benjamin Marquardt, ein Feuerwerk an Gags zu inszenieren, die den Kommerz, die Heucheleien und das klägliche Familien-Idyll rund um Weihnachten sowie die verkrampften Bemühungen Einzelner, dem Fest einen Sinn zu geben, auf die Schippe nehmen und darüber hinaus noch viele weitere Spitzen loslassen. Als Leser kann man sich mit den Figuren und ihren Ansichten identifizieren bzw. erkennt in ihnen sein Umfeld wieder. Dabei sind die Scherzekeineswegs bösartig, sondern bringen Dinge, über die man sich amüsiert oder von denen man sich genervt fühlt, gekonnt auf den Punkt. Auf humorige Weise wird Kritik an unzeitgemäßen Konventionen und überalterten Verhaltensmustern geübt, alltägliche Begebenheiten und der mehr oder minder schöne Schein werden verulkt. Was Rick auf der Suche nach Anschluss und menschlicher Wärme erlebt, gleicht der Odyssee von ‚Curt Henderson’ in dem George Lucas-Film „American Graffiti“. Wie dieser durchläuft die Comic-Figur mehrere Stationen, trifft dabei ebenfalls auf eine Bande ungemütlicher Typen, den Sprecher des lokalen Radio-Senders und seine Freunde, die durch ihre Meinungen auch die Sichtweise von Rick verändern. Besonders gelungen ist die Suche nach einem Farbband für den alten Nadel-Drucker (den hat doch noch jeder PC-Besitzer der ersten Stunde in einer Ecke liegen …) und die Begegnung mit den Heavy Metal-Fans, die an Weihnachten ganz handzahm sind und Rick erklären, dass man sich wenigstens an diesem Tag anständig benehmen muss. Köstlich! Die ganze Geschichte, so banal sie auch scheint, ist voller Anspielungen, die man alle gar nicht beim ersten Lesen entdeckt. Der Stil der Zeichnungen ist cartoonhaft, aber die Umsetzung mit all den liebevoll eingebauten Kleinigkeiten ist großartig und passt zur Story. „Bruchbach Serenade“ mausert sich immer mehr zu einem echten Geheimtipp. Comic-Fans, die sich für die Produkte der kleinen Labelsinteressieren und die Anarcho-Humor, wie ihn die Marx-Brothers zelebrierten, schätzen, liegen hier richtig. „Bruchbach Serenade“ – einfach klasse! (IS) Kommentare zur Kritik oder eigene Kritiken zum Comic sind gerne willkommen. | ||
| 0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
| Hier nun wie versprochen die Folge 165. Ich bin nicht besonders zufrieden damit, es mag die bisher schlechteste Folge der Staffel sein - zuviele Standardmuster, zuwenig Möglichkeiten für Comedy oder Spannung. Allerdings hat auch mehrfaches Umschreiben keine deutliche Verbesserung gebracht. Ich gebe der Folge jetzt die Nummer 165, theoretisch sollte sie aber eher zwischen dem Quarkmaker und Megiddo platziert werden (was ich wohl bei Gelegenheit noch im Folgenguide tun werde). Das Cleverste an der Folge mag der Titel sein, der Rest basiert in Anspielungen teilweise auf wahren Ereignissen (das Blog berichtete). Der Begriff "Prometheus Glitch" war eigentlich meine Erfindung, wie mir google aber nun beim Suchen verrät, gibt es einen ähnlichen Begriff im Zusammenhang mit einem Computerspiel mit dem ominösen Namen "God of War 2". Künstlerpech ;-). Zu meiner Verteidigung für diese blasse Folge kann ich eigentlich nur sagen, daß ich am Wochenende noch eine Idee zu einer weit besseren Mythology-Folge hatte, die eventuell sogar genug Material für einen Zweiteiler hergibt. Ich werde mich demnächst damit beschäftigen. 165. I, Pet Die Folge beginnt in Mikes Zimmer, wo Mike auf seinem Computer stolz seine neueste "Entdeckung" präsentiert. Wir sehen ein Computerspiel mit kleinen, felligen Pelzkugeln namens Schnuffelis, die angeblich den letzten Durchbruch im Bereich künstliches Leben und "Cyberpets" darstellen. Mike erklärt Rick, daß sich nun bei einem der Pärchen simulierter Wesen auf seinem Rechner einer der im Handbuch groß angekündigten Sprünge in der Evolution ereignet habe und diese "anders" als die restlichen KI-Wesen sind. Rick ist von Mikes Vorführung wenig beeindruckt und meint gelangweilt, daß das einzig Interessante an diesem pseudo-knuddeligen Kiddie-Spiel der angeblich versteckte Adventure-Modus wäre - wenn ihn denn jemand finden könnte. Mike ist jedoch mal wieder sehr überzeugt, was Rick zu dem launischen Kommentar bringt (mit Rückbezug auf frühere Folgen), daß sich Mike doch schon immer besondere Eigenschaften zu alltäglichen Dingen eingebildet hat: zuerst zu digitalen Avataren, dann zu Zeichentrickfiguren, dann zu Ratten - und jetzt eben zu digitalen Zeichentrick-Ratten. Mike sollte sich entweder ein echtes Leben besorgen oder in seinen Spinnereien zumindest einfallsreicher werden. Mike verneint, daß es eine simple Spinnerei ist und verweist auf die "wissenschaftliche" Werbekampagne des Publishers, nach der jeder Mitspieler an einem großen Experiment zum künstlichen Leben und Bewußtsein teilnimmt und Leute, die evolutionäre Entdeckungen machen, berühmt werden können. Er hält ein Plakat zum Spiel hoch, auf dem Professor Poldini dafür Werbung macht ("Warum wir Gott nicht (mehr) brauchen: erschaffen sie bewußtes Leben zuhause auf ihrem Rechner.") Mike kopiert die beiden Dateien seiner "bewußten" Schnuffelis auf eine Diskette und Rick läßt sich überreden, mit ihm zum Entwicklungsstudio des Programms drüben in der Großstadt zu fahren. Dort versucht man die beiden am Empfang mit einem Hinweis auf die automatisierte "Gratulations-Hotline" abzuwimmeln, aber Rick und Mike mogeln sich doch in das weitläufige Bürohochhaus. Die Marketingleute des Studios wirken amüsiert darüber, daß mit Mike jemand so deutlich über dem Alter der angepeilten Zielgruppe auf die schnuckelige Illusion hereingefallen ist. Niemand will sich die Dateien auf der Diskette ansehen, aber für Mikes Beweise werden schnell Erklärungen durch Mißdeutungen und Programmfehler gefunden. Überhaupt sollten die "Mängel", die Mike beschreibt, mit dem letzten Patch bzw. neuen Niedlichkeits-Update allesamt behoben sein. Mehr und mehr kommt heraus, daß die ganze Idee mit dem Projekt des öffentlichen "Experiments" zumindest für die Leute hier nur ein raffinierter Marketing-Gag war. Mikes theatralische Erklärung, was ihm am Spiel jenseits von Online-Ruhm und Punktezählen wichtig ist, wird mit verhaltenem Applaus begrüßt - und dem Hinweis darauf, daß er laut Marktstudie gerade für 1,4% der Käufer gesprochen hat. Mikes Frage, wo eigentlich der ursprüngliche Programmierer Dr. Albert "Al" Indersson steckt und warum dessen Name nicht mehr in den Credits des zweiten Teils vorkommt (obwohl doch alles auf seiner Arbeit aufbaut) wird ignoriert. Als "Belohnung" für Mikes und Ricks Besuch im Studio bekommen beide aber noch einen dröhnenden Trailer mit den neuesten Entwicklungen vorgeführt - wo die KI-Technologie der Schnuffelis dazu verwendet wird, Krieg und soldatische Tugenden noch überzeugender und fordernder zu präsentieren. Mike ist äußerst erschrocken über den ballernden Machismo und schleicht sich nach hinten in ein Nebenzimmer. Während Rick die Programmierer mit seinen penetraten Fragen zum geheimen Adventure-Modus ablenkt, blättert Mike stirnrunzelnd durch einen Stoß Akten mit klassifizierter Information zum Patch. Hier stößt er neben so manch obskuren Daten auf das unterstrichene Wort "Prometheus Glitch". Die Erwähnung dieses Begriffes führt dazu, daß Mike und Rick schnell zur Tür hinauskomplimentiert werden. Mike ist sauer und will sich im Gebäude auf die Suche nach Dr. Indersson machen. Zum großen Erstaunen finden beide den berühmten Entwickler nicht etwa in einem feudalen Großbüro, sondern am Ende eines Treppengewirrs im Keller in einem kleinen Kämmerchen. Dort ist der einstige Star nun verantwortlich für das Rendern der Ohren der neuesten Generation von kunterbunten 3D-Schnuffelis, nachdem es zu kreativen Differenzen mit den Machern gekommen war. Al bezeichnet Mikes Theorien als interessant, erklärt aber, daß die "Anzüge" oben mit solcherlei Dingen nichts mehr anfangen können - und wollen. Die Intelligenzroutinen wurden für Shooter einträglich lizensiert, damit Bots besser lernen, welche Körperteile beim Gegner durchschossen werden müssen. Auf den Begriff "Prometheus Glitch" angesprochen, wird Dr. Al leise und meint, daß es als reine Zufallsentdeckung der wahre Durchbruch gewesen wäre - eine Unterfunktion der KI, die theoretisch einer Möglichkeit zum freien Willen nahegekommen wäre. Allerdings hätte diese Funktion den Brutvorgang im Spiel um ca. vier Minuten verlängert, was man den Spielern nicht als Wartezeit zumuten wollte. Daher wurde die Funktion im Urcode ausgeschaltet und Reste mit Niedlichkeits-Patches behoben wurden. Seltsamerweise scheint es so, als ob Mikes zwei Schnuffelis wieder auf Teile dieses "glitches" zurückzugreifen scheinen. Leider kann er Mike aber ansonsten nicht weiterhelfen und empfiehlt ihm, seine Entdeckung sovielen Leuten wie nur möglich zugänglich zu machen und so Nachforschungen anzuregen. Wieder draußen auf der Straße hat Rick eine seiner berühmten Ideen: wenn man Daten sovielen Leuten wie möglich unterjubeln will, gibt es nur eine funktionierende Lösung: Email-Spam. Zufällig kennt Rick einen Spammer mit weltweiten Kontakten, der ihm noch einen Gefallen schuldet. Es werden einige seltsame Anspielungen auf den Grund für den Gefallen gemacht. Der dicke und klischeehafte Spammer lehnt aber jede Mithilfe ab, als er hört, worum es geht - es wäre schließlich gegen seine Berufsehre, seine "Endkunden" mit so etwas zu belästigen. Er wirft Mikes Diskette in den Mülleimer. Mike fragt niedergeschlagen, ob denn niemand mehr an echtem Leben interessiert wäre, worauf Rick leise entgegnet "Bist du es denn?". Als die beiden gegangen sind, wirft der Spammer einen nachdenklichen Blick auf den Mülleimer und zieht dann eine Schachtel mit dem Schnuffeli-Spiel aus einer Schublade. In der Nacht hat Mike einen Alptraum, in dem seine beiden Schnuffelis von marschierenden Stiefeln und gesichtslosen Soldaten durch finstere Szenarien und Zitate auf diverse Computerspiele verfolgt werden (unter anderem geht die Jagd durch das Haus aus "Little Computer People"). Am Ende können sich die beiden aber noch in eine einsame Telefonzelle retten und verschwinden dort Hand in Hand in einem wachsenden Telefonhörer. Die Szene wechselt zu einer Ansicht der Erdkugel und wir hören, daß überall auf der Welt Telefone anfangen zu klingeln und zu schrillen. Mike wacht auf und stellt fest, daß das Klingeln doch nur von seinem Wecker stammt. Er ist jedoch überzeugter denn je, daß etwas getan werden muß und schleift Rick am nächsten Tag wieder in die Stadt zu einer wissenschaftlichen Konferenz der KI-Forscher. Beide können sich einschleichen, aber Mike hat erneut keinen Erfolg. Alle sind amüsiert über seine Idee, im "Hausgebrauch" einen Fortschritt in der KI gefunden haben zu wollen - und diesen gleich auf einer Diskette mitgebracht zu haben. Da niemand mehr ein passendes Laufwerk hat, sieht sich auch keiner die Dateien an. Ein älterer Wissenschaftler winkt beide in ein Nebenzimmer und erklärt den Grund: als Legende ist der "Prometheus Glitch" in der KI-Fachwelt durchaus bekannt. Allerdings könnte er beweisen, daß so viele Forscher jahrelang in die falsche Richtung gesucht haben und die Lösung für bewußte KI viel einfacher wäre. Aber was würde das für all die Verträge mit der Industrie und die Subventionen bedeuten? Was ist im Moment wichtiger - Arbeitsplätze für echte Menschen oder der kurzzeitige Ruhm für ein einzelnes Paar simulierter Pelzkugeln? Mike gibt dem Forscher nachdenklich die Diskette, damit sie dieser zum richtigen Zeitpunkt publik machen soll. Als Rick und Mike gegangen sind, steckt dieser die Diskette in seine Aktentasche - Verträge dort zeigen uns aber deutlich, daß er für die Mutterfirma des Schnuffeli-Entwicklerstudios arbeitet. Die Szene blendet mit düsterer Musik aus, aber nochmals ein, denn scheinbar hat es sich der Spammer doch anders überlegt. Wir sehen einen PC-Bildschirm und die Einblendung "Auckland, Neuseeland, 2:24 Uhr". Im Postfach erscheint eine größere Menge an Spam mit den üblichen kuriosen Betreffen. Eine der Mails im Spamhaufen trägt den ungewöhnlichen Betreff "True Progress: are you interested in life?" Der Mauszeiger markiert jedoch ohne Zögern alle Mails zum Löschen und bewegt sich dann in Richtung des Delete-Buttons. Die Szene blendet aus. => Sozialsatire Ich hoffe, demnächst wieder bessere Folgen liefern zu können. Kritik ist dennoch willkommen. | ||
| 0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
Warnung: hier kommt der typische Zeitgeist-Nörgelbeitrag. Alle paar Wochen muß ich einen Beitrag zu dem Thema machen. Wer sich davon belästigt fühlt, soll die folgenden Zeilen bitte nicht lesen.
Im Moment ist meine Ablehnung des 21. Jahrhunderts bzw. Verärgerung darüber mal wieder besonders ausgeprägt. Ich weiß auch nicht recht, woran es aktuell liegt - vermutlich am Konsum zahlreicher Medien und Literatur aus den 70ern. Generell schwingt den Jahreszahlen zwischen 1970 und 1979 beim persönlichen Nachdenken gerade wieder so ein dezent "mystischer" Beiklang von Diversifikation und analoger Freiheit mit. Wobei ich die 70er selbst natürlich kaum aktiv erlebt habe. Aber allein die Literatur und die Einblicke durch "alltägliche" Medien und Technik zeigen, wie stimulierend und vielschichtig diese Zeit gewesen sein mag, die heute von amüsierten Retro-Shows und dem üblichen Hohn&Spott [tm] auf soviel weniger reduziert wird.
Dabei war es eine Zeit, in der Menschen lebten und strebten und eigene Philosophien etc. etc. hatten. Daß man es reduzieren und komprimieren und "nostalgisch" digital verwerten kann, ist aber natürlich eine typische Idee des 21. Jahrhunderts. Ich denke, man kann das Zeitgefühl auf einer Ebene nachvollziehen, die tiefer geht. Dies funktioniert aber meiner Meinung nach nicht durch irgendwelche 70er-Songs auf der MP3-Terabyteplatte, fünfmal technisch aufbereitet, damit es die Soundanlage nicht beleidigt. Da ist die Distanz IMO viel zu groß. Die sinnliche Erfahrung liegt hier mehr im greifbaren Medium und im Suchen und Finden - und sei es eben eine grabbelige Kassette mit Aufnahmedatum 1976, die in einem Keller ganz hinten in einem Karton lag.
Den ärgerlichen Gegenpol zu dieser Erfahrung bietet immer ein Blick in aktuelle Zeitschriften, gerade aus den Bereichen Technik, Computer, Lifestyle, Filme und Medien. Da werden (gerade wenn das Thema zwei oder drei Jahrzehnte zurückliegt) soviele Unwahrheiten, Halbwahrheiten und schlechte Recherche verbreitet - und ein Großteil dieser Aussagen zielt dann nur auf eine Richtung ab: wie primitiv und unbrauchbar früher alles war und wie großartig und perfekt es heute geworden ist. Und die Autoren kommen mit sowas durch, weil es entweder keiner der Leser anders weiß oder weil es (als Standardreaktion?) keinen kümmert oder weil sich niemand die Mühe machen will, etwas selbst nachzuvollziehen und herauszufinden.
Es wäre irgendwie ein schöner (wenn auch wohl sehr fiktiver) Gedanke, wenn sich z.B. ein jüngerer Mensch nicht alles erzählen ließe, sondern sich nach einem üblichen Miesmachtext in einer PC-Zeitschrift einfach selbst einen 486er kaufen würde und sich ansehen würde, was es mit all der Primitivität so auf sich hätte. Aber vermutlich haben alle außer mir "den Knall gehört" und sich zum allgemeinen Gefallen angepasst. Kein Platz für schwache Dinge, immer besser, immer bunter und hochauflösender, immer bequemer. Ich finde es stets auch traurig, wenn Leute, die kritisch etwas zum Thema sagen könnten, auch nur noch auf der Schiene mit Karriere, Status, Repräsentation und digitaler Lebensqualität zu laufen scheinen.
Als schönes Beispiel für den Zusammenbruch wichtiger Dinge erscheint mir immer auch die Diskussions-Zeitschrift "Computer-Flohmarkt", die 1999 zum letzten Mal erschien. Selbst Mitte der 90er war es noch ein Heft, in dem etliche Rechnersorten vertreten waren, vom 1-KB-Sinclair bis zu PC, Amiga & Co mit mehreren MBs. Und es gab Respekt für alle. Zum Ende der 90er hin änderte sich dann der Ton und es hieß schon mal gerne "Kauft euch doch endlich ordentliche Windows-PCs. Gegen den Strom schwimmen macht nur Stress..." und selbst DOS wurde zum nun allseits verpönten Sperrmülldreck. Einige "Alternative" hielten bis zur Einstellung durch, aber die sitzen heute vermutlich auch vor Vista & Co.
Naja, ich wiederhole mich und das Gebabbel führt sowie zu nichts. Ich wollte es nur mal wieder festgehalten haben. | ||
| 11 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
| Nachdem Ben schon im nächsten Monat nach Deutschland zurückkommt und mir das aktuelle Cover in Ölfarben sehr gut gefallen hat, hatte ich mir überlegt, bei ihm nochmal ein größeres Ölbild mit Motiv aus Bruchbach in Auftrag zu geben. Das Ganze vielleicht auch so ein bißchen in der Tradition von Carl Barks und seinen berühmten Ölbildern aus dem Duck-Kosmos. Da dieser Auftrag mit viel Arbeit für Ben und Kosten für mich verbunden ist, sollte es aber natürlich schon ein sehr spezielles Motiv sein und es sollten alle 3 Hauptcharaktere darauf zu sehen sein. Hat jemand Ideen und Vorschläge? Irgendetwas modisch Elegantes? Eine Szene aus einer bestimmten Folge? Eine Parodie auf ein existierendes Gemälde? Eine Idee, die ich hatte, wäre ein Bild zur Staffel-8-Folge "Der Rick von Bagdad", daß Alex, Rick und Mike im orientalischen Outfit zeigt - auf die Weise könnte es richtig schön bunt werden. Ein solches Bild könnte man dann eventuell auch als Poster drucken lassen, falls Interesse besteht. | ||
| 1 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
|
Falls jemand Interesse am Originalroman "The Starmaker" von 1937 hat, den gibt es online bei Gutenberg Australien unter dem folgenden Link als txt-Datei: http://gutenberg.net.au/ebooks06/0601841.txt Ist aber inhaltlich sicher Geschmackssache, ich bin bei den davon inspirierten Episoden jetzt auch meist deutlicher vom Roman abgewichen. Der einzige konkrete Verweis darauf in der aktuellen Folge ist neben dem Titel daher wohl auch nur der bittere Hustensaft, denn der Roman beginnt mit den Worten "One night when I had tasted bitterness...". | ||
| 0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
| Okely-Dokely, ich habe jetzt mal "The Quarkmaker" als Folge geschrieben. 100% zufrieden bin ich wie üblich nicht, vor allem sollte die Folge auch nicht direkt nach "Megiddo" kommen. Da werde ich bei Gelegenheit noch etwas zwischenschieben. 164. The Quarkmaker Die Folge beginnt mit Alex, die hustend mit einer schweren Grippe im Bett liegt. Martin meint besorgt, daß sie sich in den letzten Wochen einfach zuviel zugemutet hat und sich jetzt erholen muß. Alex ist unruhig und erklärt, daß es jetzt zuviel zu tun gäbe und sie nicht untätig herumliegen kann. "Die Zeit..." wäre ein kritischer Faktor. Da Martin nur wenig Vertrauen in die Pharmazie hat, greift er lieber zu einem altbewährten selbstgebrauten Hustensaft nach Dahlschem Familienrezept bzw. zu einer alten Flasche, in der sicher noch ein brauchbarer Rest davon sein dürfte. Alex verzerrt das Gesicht und meint, daß sie eine solche Bitterkeit lange nicht mehr geschmeckt hat, aber Martin entgegnet, daß es dann sicher helfen wird. Er schließt die Tür sanft von außen und stellt die Flasche mit dem Hustensaft zurück in ein Bücherregal - kurioserweise neben eine Ausgabe von Aldous Huxleys "Die Pforten der Wahrnehmung". Zurück im Zimmer dämmert Alex mit trägen Augenlidern langsam in einen Halbschlaf hinüber und seltsame Dinge scheinen sich im Zimmer abzuspielen. Ein Marienkäfer steht in extremer Zeitlupe still in der Luft. Wir hören eine Stimme, die zu sich selbst meint, was für ein seltsames Universum hier wäre. Während die Stimme eine Zwiesprache mit einem imaginären Gegenüber hält, entsteht die Erkenntnis, daß eventuell der "Quarkmaker" - der Schöpfer der kleinsten Dinge - die Antwort wüsste. Und eigentlich müsste der hier irgendwo im Raum auch zu finden sein. Alex beschließt, sich auf die Suche zu begeben. Schließlich kenne sie ihr eigenes Zimmer - wie schwierig kann die Suche dann sein? Als erstes folgt die Kamera wieder dem fliegenden Marienkäfer. Als er auf den zottigen Haaren des Flokati-Bettvorlegers landet, wechselt die Animation hin zu klassischer Stop Motion. Wir hören die Stimme von Alex quasi als Erzähler, während der Käfer mit lautem Rumoren durch den dichten "Dschungel" im Teppich stampft. Alex bemerkt außerdem, daß sich das Insekt krabbelnd auf verschiedene Gefahren im Zimmer zubewegt - z.B. ein klebriges Glas Orangensaft, eine fleischfressende Pflanze im Regal, ein Streifen Fliegenpapier unter dem Schrank etc etc. Das beste Ziel wäre eine Pflanze mit Blattläusen, die am entfernten Rand des Schreibtisches steht. Aber wie soll sie den ziellosen Käfer dorthin bugsieren, wenn sie nur reiner Beobachter der Szene ist? Alex will bereits entmutigt aufgeben, nachdem der Käfer an einem der "Baumstämme" des Teppichs umgefallen ist, aber durch Zufall bemerkt sie, daß sie als beobachtendes Bewußtsein scheinbar die Fähigkeit hat, willentlich die Schwerkraft auf Ebene der Käfergröße nach oben oder nach unten zu verändern. Was als Eigenschaft im Makrokosmos nicht auffallen würde, wird plötzlich zu einer Möglichkeit, das Insekt auf den richtigen Weg zu bringen. Nach einigen kleinen Abenteuern mit einer Stubenfliege, einer wackligen Brücke aus Staubflocken und einer Glasmurmel erreicht der Käfer mit Alex´ physikalischer Mithilfe schließlich doch noch die glatte Oberfläche des Schreibtisches - und bleibt hier kurz vor dem Ziel mit einem Bein in einer Holzspalte stecken. Alex versetzt einem halbvollen Wasserglas einen mentalen Tritt und dieses schwingt auf kleinster Ebene mit. Zuerst passiert gar nichts, aber dann löst sich ein Tropfen am Glasrand und "spült" den Käfer frei. Dieser fliegt auf und landet direkt auf der Pflanze. Glitzernd fliegen kleinste Wassertröpfchen durch die Luft. Die Szenerie läuft ein Stückchen rückwärts und wir folgen dem Tropfen wieder zurück zum Ursprung - dem halbvollen Glas. Der Blickwinkel zoomt in das Wasser des Glases und wir sehen ein digital animiertes 3D-CGI-Segment aus dem Leben der kleinen, transparenten Einzeller dort. Alles scheint in dieser Zivilisation seinen geregelten Gang zu gehen, wobei sich gerade ein kleiner Einzeller vom Rest des Schwarms absondert und an den geradlinigen Rand seiner Welt schwimmt - wo eine Barriere jedoch ein Weiterkommen verhindert. Hinter dieser Barriere schimmert verzerrt ein wunderschönes Objekt - eine Art von diffuser Wolke aus unzähligen farbigen Lichtern und bunten "Nebeln" dazwischen. Der Einzeller wundert sich laut darüber, was es ist und ob dieses Wunder schon immer dort war oder erschaffen wurde. Ein alter Einsiedler-Einzeller kommt hinzu (inklusive langem Bart) und erklärt weise, daß das Wunder schon immer dort war - also sein ganzes Leben lang und das Leben seiner Vorväter. Und wenn etwas so unverrückbar und zeitlos ist, dann ist es sicher ein Werk jenseits der Welt und somit der Götter. Er erzählt dem Jungen eine komplexe (und illustrierte Geschichte) über die Natur und das Räderwerk der großen Barriere und der Sphären jenseits davon. So ist das Gebilde aus Licht und Farben in der Ferne das Resultat einer großen Schlacht am Anfang der Welt, als der erste geschaffene Einzeller gegen seinen Gegenspieler, den Schattenzeller, antreten musste - und das Universum dabei in dieser Barriere eingeschlossen und mit Wasser gefüllt wurde. Alle Lichter und Farben, die man außerhalb sieht, müssen daher Reflektionen dieser Schöpfung und unverrückbare Wahrheiten sein. Nachdem er seine Geschichte erzählt hat, drängt er den Jungen jedoch dazu, mit zurück zum Schwarm zu kommen. Dieser hat auf der anderen Seite des Universums ein noch helleres Licht gesehen, auf daß nun alle zuschwimmen werden. Der Junge kann sich nur schwer vom Anblick trennen, aber der Alte entgegnet, daß sie vielleicht zurückkehren werden - auch wenn sich das Wasser im Universum als unendlich herausstellen sollte. Traurig trennt sich der Junge von seinem Wunder. Die Kamera zoomt wieder heraus durch die Barriere des gekrümmten und verzerrenden Glases und wir sehen, daß die Wolke aus Lichtern und Farben eigentlich nur ein kleines und arg ramponiertes Weihnachtsbäumchen ist, daß am anderen Ende des Schreibtisches steht. Die Kamera fährt auf die Lämpchen am Plastikbaum zu und endet im Inneren eines der Glühwendeln in der subatomaren Welt der Elekronen. Der Zeichenstil wechselt zu einem expressionistischen 2D-Stil mit Schraffuren und starken Kontrasten. Wir sehen drei Elektronen (die charakterlich sehr stark an Alex, Rick und Mike erinnern) die vor einem dunklen Gerichtstribunal stehen, weil sie die ketzerische Behauptung aufgestellt haben, daß man seine Bahn im Leben verlassen könnte und ein Teil seiner Selbst dann zu Licht wird. Ein agressiver Ankläger bzw. Großinquisitor versucht alles, um mit der Akzeptanz dieser Behauptung das Ende der Zivilisation in Zusammenhang zu bringen - verzettelt sich aber selbst in Widersprüche. Als sie am Ende des Prozesses dennoch der Ketzerei schuldig gesprochen werden sollen, wechselt das ganze Gericht die "Bahn" und alle werden zu Licht, auch der Ankläger. Als das helle Licht wieder schwächer wird, sind wir zurück in normaler Animation und sehen Alex, die halb durchscheinend auf einer weiten und leeren Ebene steht. Eine staubige Visitenkarte liegt auf dem Boden, laut der hier der Quarkmaker (Hobbies: Sterne) leben soll. Alex läuft über die Ebene und findet niemanden. Zurück am Ausgangspunkt steht ein wunderschönes und kompliziert verpacktes Geschenkpaket mit bunter Schleife. Als Alex das Paket zögernd aufreißt und hineinblickt, ist es leer. Die Szene wechselt zurück in die Realität zu Alex, die im Bett aufwacht. Sie betrachtet für eine Weile die Decke mit dem Muster aus Rissen. Dann steht sie auf und zieht einen Morgenmantel an. Husten und Fieber sind verschwunden. Alex wirft einen kurzen Blick auf die Pflanze am Schreibtisch, aber dort ist kein Marienkäfer zu sehen. Sie geht nach unten und erklärt dem erleichterten Martin, daß es ihr schon besser geht. Martin führt dies allein auf den guten alten Familienhustensaft zurück. Alex kocht sich einen Kräutertee in der Küche, muß aber dann feststellen, daß in der Zuckerdose nichts mehr drin ist. Martin möchte gleich einkaufen gehen, aber Alex entgegnet achselzuckend, daß es für den Quarkmaker vielleicht kein Nichts gibt. Sie dreht die Zuckerdose um und ein paar in der Luft glitzernde Zuckerkristalle fallen heraus. => surreale Folge, Experimentalfolge Im S9-Folgenguide auf der Webseite ist die Folge bereits aufgenommen. Um Kommentare wird wie üblich gebeten. | ||
| 2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link |
| ||
Wie dem interessierten Leser auffallen wird, geht im Moment nichts voran mit Storyideen. Das ist leider wieder das berühmte Staffel-9-Problem, daß alle neuen Ideen auf mich entweder einfallslos wirken oder aber den Eindruck erwecken, daß das alles schon mal da war (und besser). Ich möchte im Folgenden dennoch zwei Ideen präsentieren, mit denen ich mich im Moment beschäftige, die es aber noch nicht zur Folgenreife gebracht haben.
BTW, sorry für die momentan rein englischen Titel, das geziemt sich für eine so aufrechte deutsche Serie natürlich nicht ;-).
Die erste Idee wäre zu einer Folge mit dem asimovschen Titel "I, Pet".
Darin wollte ich einige der Eindrücke satirisch bündeln, die ich bei den Kontakten mit Beteiligten an der "Creatures"-Entwicklung gesammelt habe (das Blog berichtete). Das ist IMO eine so große Ungerechtigkeit und Wegwerfen von Potential zugunsten von schönem Schein, daß es in dezent überzeichneter Form gut für eine Satire geeignet wäre.
Die Story sollte darum gehen, daß Mike bei einem Spiel über künstliche Intelligenz mit putzig-felligen Spielfiguren namens "Schnuffelis" die Entdeckung macht, daß sich bei zwei simulierten Exemplaren auf seinem Rechner tatsächlich ein ungewöhnlich intelligentes Verhalten zeigt. Und weil der Publisher des Spieles eine Riesenwerbeaktion zum Thema "superwichtiges Experiment mit echtem künstlichem Leben" aufgezogen hat und alle Spieler vermeintlich angehalten sind, evolutionäre Sprünge zu melden, will Mike genau dies tun - und hofft auf eine Zukunft für seine Schnuffelis. Dabei zeigt sich aber, daß es im Grunde kein Experiment gab und alles nur ein großer Werbegag war. Außerdem sollte ein so "freies" Verhalten, wie es Mikes Exemplare zeigen, mit einem neuen Patch bzw. buntem Niedlichkeits-Update zusammen mit anderen Programmfehlern bereinigt worden sein.
Mikes Einreichung wird amüsiert abgelehnt bzw. technisch erklärt, aber ein alter Programmierer, der an der ersten Version des Codes beteiligt war und auf eine Randposition abgeschoben worden ist (Kolorierung von gerenderten Schnuffeli-Ohren) bestätigt Mike in dessen Idee. So will der Entwickler nur deswegen keinen Fortschritt im Code anerkennen, weil die Rechte daran gerade für einen 3D-Shooter lizensiert wurden, bei dem die Bots dadurch lernen können, daß sie für den Sieg ihren Gegnern zuerst in die Knieschieben schießen sollten. Und für solche Verwendungen machismo-soldatischer Bots wäre eine zur Freiheit oder zur Ethik fähige KI doch wohl Fehl am Platze.
Rick hat die kuriose Idee, daß man mit Mikes weiterentwickelten Beispiel-Schnuffelis an die Öffentlichkeit gehen sollte. Und was würde sich dafür besser eignen, als sie in Dateiform als Spam an unzählige Mailadressen zu verteilen. Einer von Ricks Kontakten im Spam-Geschäft lehnt es jedoch ab, die Leute mit so etwas zu belästigen, da es schlecht für seinen Ruf wäre. Nun will Mike zu einem Kongress der KI- und Zukunftsforscher in der Großstadt, um die Dateien dort den Forschern zu zeigen. Nach etwas Unfug ist aber auch das nicht von Erfolg gekrönt, denn Mike hat die zwei Schnuffelis nur auf Diskette dabei und wird deswegen von allen ausgelacht, weil echte KI niemals auf weniger als Terabyte-Platten passen würde. Außerdem hat keiner der Anwesenden ein passendes Laufwerk dabei und die Diskette wird schließlich (absichtlich?) kaputtgemacht.
Am Ende würde es also so aussehen, als hätte Mike verloren, aber ganz zum Schluß sehen wir noch in einer Szene, daß es sich der Spamversender anders überlegt hat und sich die zwei Dateien von Mike über das Netz auf der ganzen Welt verteilen. So erscheint zwischen den üblichen Spam-Mails auf einem Rechner in Neuseeland eine Mail mit dem Betreff "Interested in life?" und Mikes Schnuffelis im Anhang. Als letzte Szene sehen wir jedoch, wie die Mail mit allen anderen markiert wird und der Mauspfeil zum Löschen bewegt wird. Die Szene blendet dunkel und wir hören noch ein Klicken.
Was mir an der Idee mißfällt, ist, daß sie einfach zu altbekannt wirkt, z.B. mit der fixen Idee von Mike. Zuerst digitale Avatare, dann Zeichentrickfiguren, dann Ratten, jetzt digitale Zeichentrick-Ratten? Mikey, wir sollten wirklich mal über dein Verhältnis zur Realität reden ;-). Außerdem ist es in Teilen wieder mal das alte Schema von der "evil corporation", das ja schon von Mike Scully in seinen S1x-Simpsons-Staffeln gerne und oft verwendet wurde. Nun bin ich natürlich der Erste, der bei einem Hieb gegen das Großkapital dabei ist, aber allzu oft sollte man ein solches Schema halt auch nicht verwenden. Oder wäre obige Story bei guter Ausarbeitung doch origineller zu gestalten, als es mir persönlich jetzt erscheint?
Die zweite Idee wäre eine sehr surreale Alex-Folge mit dem Titel "The Quarkmaker".
Das sollte natürlich eine Hommage bzw. Parodie auf den bisweilen etwas pompös-sterilen SF-Roman "The Starmaker" von Olaf Stapledon darstellen, aber eben auch komplexe Inhalte haben. Ich bin mir nicht sicher, ob man es vielleicht in Form einer Story mit drei Segmenten und Rahmenhandlung machen sollte oder irgendwie noch verwinkelter.
Der Aufhänger wäre, daß sich Alex eine schlimme Grippe geholt hat (vielleicht noch bei den Strapazen in Rumänien) und jetzt außer Gefecht im Bett liegt. Wegen der starken Medikamente döst sie im Halbschlaf dahin und hat dabei Träume, die sich quasi auf das mikroskopische "Innenleben" von Gegenständen beziehen, die im Blickfeld stehen. Ihr Geist geht dabei quasi auf eine Rundreise in den Mikrokosmos in ihrem Zimmer und macht sich auf die Suche nach dem Schöpfer der allerkleinsten Dinge - nämlich nach jenem titelgebenden Quarkmaker. Die Wesen, die in den Dingen leben, sind personifiziert und tragen Eigenschaften von Menschen aus Bruchbach. So findet sich auch Alex selbst im geträumten Mikrokosmos wieder. Ein roter Faden durch die Segmente sollte sein, daß es immer irgendwie um Freiheit und um das Sehen der größeren Dinge geht.
Ein Segment könnte z.B. nach einem Zoom in der Glühbirne der Nachttischlampe spielen bzw. in der Welt der Elektronen auf dem glühenden Wendel. Dort stehen drei Elektronen vor Gericht, weil sie die ketzerische Behauptung aufgestellt haben, daß man seine Bahn im Leben verlassen kann und ein Teil seiner Selbst dann zu Licht wird. Als sie am Ende des Prozesses der Ketzerei schuldig gesprochen werden sollen, wechselt das ganze Gericht die "Bahn" und alle werden zu Licht, auch der Ankläger.
Auf diese Weise könnte Alex im Geist durch verschiedene Objekte im Zimmer "reisen", also eben durch die Glühlampe oder das Wasser im Wasserglas auf dem Tisch oder die Fasern des Teppichs am Boden etc etc. (bessere Ideen sind erwünscht). Am Ende kommt sie dann auf einer weiten leeren Ebene an, in der angeblich der Schöpfer der großen und kleinen Dinge zu finden sein soll - der also Quark- und Starmaker zugleich ist. Dort steht jedoch nur ein wunderschönes, kompliziert verpacktes Geschenkpaket mit Schleife in der Weite. Als Alex das Paket aufreißt und hineinblickt, ist es leer.
Für den Schluß (zurück in der Realität mit Alex auf dem Weg der Besserung) könnte dann irgendwie ja noch der berühmte 50er SF-Film "The Incredible Shrinking Man" zitiert werden, mit seiner Einsicht, daß es für Gott kein Nichts gibt - gerne auch ohne so eindeutig religiöse Prägung.
Was mir an der Idee mißfällt, ist, daß sie doch recht deutlich an die frühere Episode "And Beyond the Infinite" erinnert. Würde es wie ein Selbstplagiat wirken oder könnte man sie originell genug gestalten, um eigenständig zu sein? Oder könnte sie auch als eine offizielle Fortsetzung der früheren Folge wirken und dortige Ideen wieder aufgreifen? Oder ist es alles zu schräg?
Was sagen Leser zu den obigen Ideen? Sollte ich mich weiter damit beschäftigen? Sind sie Material für Staffel 9 und die Folgen 164 und 165 oder sollte ich mir mehr Mühe geben? Um Kommentare wird gebeten. | ||
| Permanent Link |
| ||
| Weil wir nun ja schließlich schon 2010 haben, bin ich mal ein bißchen mit der Zeit gegangen und habe (zumindest temporär) meinem WfW mal ein Upgrade auf Calmira XP 4.0 gegönnt. Hier mal ein hübsches Bild von der Windows 3.11 Media Center Edition ;-). Wobei man für einen wirklich guten und vor allem aktuellen MP3-Player aber nach wie vor auf DOS zurückgreifen muß. ![]() | ||
| Permanent Link |
| ||
| So denn, da bin ich wieder im neuen Jahr. Weil ich zu dem Thema wohl länger nichts Neues mehr geschrieben habe, hier mal wieder ein aktueller Faselbeitrag für ein Webforum zum Thema Simpsons. Ich sollte mich diesem Themenkomplex wieder häufiger widmen, denn er ist durchaus sehr signifikant als Spiegel von zeitgeistigen Entwicklungen. Ich weiß nicht, ob die Argumentation funktioniert oder nachvollziehbar ist, aber ich versuche es einfach mal. Bitte nicht zuviel davon erwarten, der Text ist nur auf die Schnelle geschrieben. Eine interessante (aber IMO oft eher wenig beachtete) Facette des starken Qualitätsverlustes der Serie ist ihre heutzutage sehr "hermetische" Natur im Bezug auf Rand- und Nebencharaktere. Ich habe das Thema kürzlich schon in der "Summer of 4 Ft 2"-Parodie gestreift, als sich die Strandnachbarn der Simpsons als altbekannte Gesichter aus Springfield herausstellen. Gerade in den ersten Jahren 1990/1991 stand der Serie ein ganzer Kosmos an Randfiguren offen, die halfen, die Hauptakteure in eine "lebendige" Welt einzubetten. Andere Orte und andere Zeiten brachten auch andere Nebencharaktere, was wiederum unterstrich, daß wir uns nicht in der geschlossenen Welt einer Sitcom mit limitiertem Personenkreis oder gar eines Standard-Cartoons befanden. Und das Potential dieser frischen Idee - dieses offenen Universums - war immens. Die Charaktere konnten in die Welt hinausgehen und sie konnten dort neue Personen treffen, die in dieser Welt "lebten". Springfield war trotz seiner Cartoon-Natur auch eine größere Welt, in der mehr Menschen lebten, als nur beispielsweise 12 Standardfiguren aus einem Sitcom-Repertoire. Und wenn die Gesichter in den Passantenmassen manchmal ein wenig grotesk aussahen, dann gehörte auch das dazu. Als schönes Beispiel für bemerkenswerte Nebenfiguren kommt mir immer die Frau in den Sinn, die Lisa in "Lisa´s Substitute" sagt, daß Mr. Bergstrom nicht mehr hier wohnt. Sie hat keinen Namen, sie ist nicht Lindsay Neagle, nicht Ralph Wiggum mit Perücke und sie bewirft Lisa auch nicht brabbelnd mit Katzen. Sie ist einfach nur ein Mensch aus Springfield und sie sagt in der Szene mehr, als sie eigentlich sagen müsste. Irgendwann im Laufe der Jahre (sicherlich spätestens ab Staffel 9) verloren die Macher jedoch IMO das Interesse am weitläufigeren Universum der frühen Serie. Szenen wurden mehr und mehr mit altbekannten Zeichenschablonen und Standardfiguren bevölkert, die eben Homer die Gags zuspielen sollten. Heutzutage würde es nicht sonderlich auffallen, wenn die Simpsons an anderen Orten oder anderen Zeiten wären, dort eine Tür öffnen, und eben Moe oder Ralph oder Nelson oder die allseits beliebte crazy cat lady für einen Gag in die Szene treten würden. Eventuell war auch schon die brillante "Summer of 4 Ft 2" die letzte der wirklich großen non-hermetischen Folgen (und das sowohl im Bezug auf Offenheit der gezeichneten Welt, als auch im Bezug auf Offenheit der Interpretation). Klassisches Beispiel: in Staffel 2 und "The Way We Was" wird für den Rückblick nach 1974 eine eigene Welt und ein eigener Zeitkolorit entworfen. Einige bekannte Gesichter im Zentrum, aber ansonsten viele "neue" Personen, die eben zu einem damaligen Umfeld gehören: Schüler, Freunde, Lehrer, Gäste beim Abschlußball, unbekannte Gesichter auf dem Schulhof. Springfield High im Jahr 1974. Gegenbeispiel: in Staffel 15 und der IMO überschätzten "The Way We Weren´t" kommt Homer als Kind in ein Feriencamp. Wen trifft er dort? Carl und Lenny und Moe und Marge und den Sea Captain usw. Dann gerät er in ein Fat Camp. Wen trifft er dort? Die jungen Abziehbilder von Chief Wiggum, CBG, Quimby usw. Warum? Was gewinnt die Folge dadurch bzw. vielmehr was verliert sie? Aktuell wurde mir das Problem wieder bewußt, als ich dieser Tage eine Folge aus Staffel 21 sah - irgendein inhaltlicher Einheitsbrei mit Homer und Carl in Paris. Eine Szene fiel mir jedoch auf - und zwar Homer, der vom Flughafen Springfield aus bei Carl anruft. Homer steht an der Gepäckannahme, neben ihm stehen vier Springfielder Passanten. Springfielder Passanten? Neben ihm stehen grundlos Agnes und Seymour Skinner und Kirk und LuAnn Van Houten. Man sollte sich diese Entwicklung vor Augen halten, denn sie ist eine kleine Facette, die am Detail aufzeigt, wieviel an Potential und Einzigartigkeit der frühen Jahre verschwunden ist. Und wenn man das nächste Mal Werbesprüche hört über den großen Figurenkosmos der heutigen Serie, über den "cast of thousands", der die Simpsons unterstützt, dann sollte man eventuell die berühmte Frage von Enrico Fermi zweckentfremden, der da sagte "Wo sind sie denn alle?". | ||
| Permanent Link |
| ||
| Dies wird wahrscheinlich der letzte Beitrag im Blog dieses Jahr sein. Daheim habe ich bereits alles auf fast-analogen "Weihnachtsbetrieb" umgestellt, soll heißen Commodore 64, Videorekorder von 1990, Plattenspieler, Röhrenradio & Co haben mal wieder ihren großen Einsatz. Auf die Weise setze ich halt für mich persönlich einen eigenen "imperfekten" Punkt gegen beliebigen Terabyte- und Digitalkommerz zum Fest. Wie sagt das Lied so schön: "Have yourself a Merry Little Christmas". Und dann kommt auch schon wieder ein neues Jahr bzw. Jahrzehnt aus einer Zeit, die nicht wirklich die meine ist. Für das neue Jahr habe ich so manch interessante Pläne, mal sehen, was sich davon umsetzen läßt. Natürlich hoffe ich auch wieder auf viele Ideen zu weiteren Bruchbach-Folgen, einen noch halbwegs logischen Plan für die Serien-Mythologie und auch auf den vierten Comic. Ich wünsche in jedem Fall allen interessierten Mitlesern von Konzept, Blog und Comics Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr. Chris | ||
| Permanent Link |
| ||
| Woo-hoo. Heute habe ich meine Ausgaben des fertigen Printcomics per Post hereinbekommen. Ich hoffe, daß auch alle anderen Besteller ihre Ausgaben noch rechtzeitig zu Weihnachten erhalten bzw. auch bereits bekommen haben. | ||
| Permanent Link |
| ||
Die
Festplatte auf meinem Hauptrechner ist irgendwie immer noch völlig leer, also
ohne FAT16-Partition und allem. Und ehrlich gesagt habe ich dieses Jahr auch gar
keine Motivation mehr, dort noch neu zu installieren. Wahrscheinlich ist über
Weihnachten wieder reine C64-Zeit, ich habe ein paar zu sichtende
5,25"-Disketten reinbekommen. Das
Notebook ist zur Zeit auch "nur" mit DOS 6.20 und GEOS bestückt, weswegen ich es in
den vergangenen Wochen auch eher zum Daddeln verwendet habe. Und bei dieser
Gelegenheit habe ich nun endlich ein Adventure durchgespielt, daß ich schon
seit Jahren nur angespielt herumliegen hatte: das sehr schöne "Toonstruck"
von 1996 mit einem digitalisierten Christopher Lloyd (der ja bereits filmische
Erfahrung im Zusammenspiel mit Toons gesammelt hatte) in einer schrägen
SVGA-Welt voller Cartoonfiguren. Leider "nur" in der deutschen Fassung
und somit ohne Originalsprecher Dan Castellaneta als Flux W. Wildly, aber
ansonsten in einer durchaus bemühten Lokalisierung. Was
einem beim Durchspielen dieses sonst sehr gelungenen Spieles aber auffällt,
ist, daß viele Plotfäden am Ende unerforscht oder ungelöst bleiben und der
Schluß dann relativ hastig (und auch filmisch merklich zusammengestückelt
wirkend) daherkommt. Ursprünglich sollte das Spiel auch weitaus umfangreicher
und komplexer werden, aber als das Budget knapp wurde, wurden etliche Ideen,
Welten und Charaktere auf den zweiten Teil ausgelagert. Und da Teil 1
kommerziell ein Flop wurde, hat es nie eine Fortsetzung gegeben. So bleiben denn
viele Fragen offen: Was ist z.B. mit dem echten König Nick geschehen? Welche
Bedeutung hat das ursprünglich story-relevante Van-Gogh-Bild im Zeichenraum von
Mal? Wie passt das Zahnarzthema aus dem Intro in die Story? All das und noch
vieles mehr hätte Teil 2 verraten, wie man auch hier nachlesen kann. Leider
war die zweite Hälfte der 90er eine Zeit, die den Niedergang des
Adventure-Genres erlebt hat, so daß auch einfallsreiche und surreal-innovative
Perlen wie „Toonstruck“ keine Chance mehr hatten. Mit 2D-Adventures ließ
sich eben keine neue Hardware verkaufen, denn selbst die späteren
SVGA-Adventures unter DOS verlangten nie mehr als einen 486DX2/66. Da setzten
Industrie und Marketing doch lieber auf die fantasielosen 3D-Shooter, die für
echtes „Heldentum“ nach stetiger Aufrüstung verlangten. Nun, ich habe das Spiel zumindest erfolgreich und gut unterhalten abgeschlossen. Dennoch kann ich mich des dezenten Eindrucks nicht erwehren, am Ende doch nur die Hälfte der Geschichte gesehen zu haben, weil Kommerz und „Fortschritt“ einer Fortsetzung im Wege standen. Das Einzige, was einem als Möglichkeit bleibt, ist also, sich den Rest der Story und die Auflösung einfach selbst auszudenken. | ||
| Permanent Link |
| ||
| Im Moment ist es wieder ruhiger im Blog, was aber nicht bedeutet, daß ich im Hintergrund nicht an verschiedenen Dingen arbeite bzw. überlege. Ich entschuldige mich dennoch bei allen Lesern, die auf inhaltlichen Nachschub warten. Es macht auch mir wenig Freude, die Charaktere untätig herumstehen zu sehen. Noch weniger Freude würde es mir aber machen, nun Stories hinzuschludern, um die Staffel irgendwie zu füllen. Leider gab es zur Folge 163 (die mir irgendwie als essentielle Folge zum Geist der Serie oder auch als Schlüsselfolge der Staffel erschien) keinerlei Kommentare, auch nicht per Mail. Das macht es vielleicht noch schwieriger, nun den richtigen Weg für die Zukunft der Handlung zu finden. Außerdem habe ich gerade wieder eine jener Phasen, in der mir keine Storyidee gut genug erscheint. Ich bin dennoch an drei oder vier Plotlinien dran - mal sehen, was daraus wird. Der neue Comic ist leider noch nicht aus der Druckerei zurück, es sollte aber in jedem Fall noch vor Weihnachten klappen. Eine kleine Korrektur übrigens noch zum Webshop: die dort angegebene Zahl von 54 Seiten ist nicht korrekt, es sollten insgesamt 58 Seiten sein. Ist doch gleich wieder etwas mehr Gegenwert für die 6 Euro. Die Vorbestellungen sind gut angelaufen, aber da geht sicher noch mehr. Betrachten wir die momentane Ruhe einfach als vorweihnachtliche Besinnlichkeit. Sollte es dieses Jahr mit Staffel 9 nicht mehr weitergehen, dann aber definitiv im Januar. | ||
| Permanent Link |
| Page 1 von 8 |
| Letzte Seite | Nächste Seite |
| hosted by simpleblog.org |