Weblog Simpleblog kostenlos selbermachen!


CPs Bruchbach-Blog Startseite | Profil | Archiv
Ein Blog mit kritischen Texten zum digitalen und polierten Zeitgeist des 21. Jahrhunderts, zum persönlichen Leben im 20. Jahrhundert als Aspekt der privaten Individualität und Denkanregungen dazu, warum auch sogenannte "alte", analoge und imperfekte Dinge ihren Reiz haben. Warnung: das Blog kann blasphemischen Mangel an Respekt für die überlegene "Großartigkeit" der Moderne enthalten. RSS-Feed: http://www.simpleblog.org/rss.php?u=Bruchbach

Neues Blog14.9.2017
Nachdem dieses Blog hier zum ersten Mal seit Anfang Juni wieder bedienbar funktioniert, möchte ich nur kurz darauf hinweisen, daß ich wegen des langen Ausfalls bereits seit einigen Monaten auf ein neues Blog bei wordpress umgezogen bin. Ich habe ja durchaus Geduld und kein Problem mit Imperfektionen, aber wenn ein Fehler über Monate nicht behoben wird, muß ich mich halt auch nach Alternativen umsehen.

Die Adresse des neuen Blogs lautet:

https://bruchbach2.wordpress.com/

Vielleicht haben das ja noch nicht alle Leser mitbekommen, daher nochmals der Hinweis. Ich würde mich freuen, alle bisherigen Leser auch im neuen Blog wieder begrüßen zu können, Ansonsten werde ich dieses Blog hier demnächst löschen, die alten Beiträge bleiben ja über archive.org verfügbar.

2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Dies und das und DOS goes GBA26.5.2017

Nachdem sich schon zwei Leute per Mail nach meinem Befinden erkundigt haben, muß ich doch mal wieder ein Lebenszeichen per Blog senden. Ich bin noch da. Ich war in den letzten 2 - 3 Wochen nur sehr selten online, im Juni sollte es dann wieder regelmäßige und auch etwas substanzvollere Beiträge geben (ja, auch zum Thema Selene). Hoffe ich.


Was gibt es in Kürze zu berichten?


Das Gigahertz-Notebook mit XP habe ich inzwischen wieder hergegeben und für den Flohmarkt gespendet. War ja ganz nett, aber ist nicht meine Welt. Der seltsame Aktivierungscountdown war auch fast abgelaufen, soll sich jemand anderes damit rumärgern. Es hat mir aber ein paar Anreize für "neue" Dinge gegeben, die ich gerne mit DOS und WfW 3.11 probieren und umsetzen möchte.


Dieser Tage hatte mich mein 386SX25 mal kurz erschreckt, als er nach dem Einschalten kein DOS mehr startete, sondern mit Piepen die Meldung "Controller Error" anzeigte. Sollte die 175-MB-Festplatte nach nicht mal 25 Jahren Betrieb defekt sein? Sie klang aber ganz normal, also konnte der Fehler nur in der Elektronik liegen. Um die Daten wäre es schade gewesen, es sind doch knapp 100 MB an Windows, Programmen, Spielen, Texten und MOD-Files etc. drauf.


Bei genauerer Betrachtung stellte sich aber heraus, daß einfach nur das IDE-Kabel am Anschluss auf dem Board etwas locker war. Kurz festgedrückt und siehe da, Platte läuft wieder ganz normal und Rechner bootet, alle Daten wieder da. Problem gelöst.


Auf dem Pentium habe ich in den letzten Wochen in der Gameboy-Color-Emulation die beiden Zelda-Games "Oracle of Seasons" und "Oracle of Ages" durchgespielt, die sich ja durch ein Passwortsystem auch zu einer großen Handlung (mit Endkampf gegen Ganon) zusammenfassen lassen. Das ist zwar alles recht umfangreich, hat mich aber nicht so wirklich beeindruckt - es fehlt oft die Atmosphäre und/oder Schrägheit anderer Teile, es wirkt zu sehr nach Zelda "vom Reißbrett". Okay, die Rätsel auf Basis der wechselnden Zeit und Jahreszeiten sind teilweise ganz amüsant, aber viele Dinge sind auch eher frustrierend und auf künstliche Dehnung der Spielzeit ausgelegt.


In jedem Fall dachte ich, daß ich jetzt mit den 2D-Zeldas auf DOS-Rechner am Ende sein würde. Es gibt aber noch einen weiteren Teil für Gameboy Advance namens "The Minish Cap". Nun ist ein GBA ein Gerät aus dem 21. Jahrhundert mit einer gänzlichen anderen Architektur als vorherigen Gameboys, inklusive eines 32-bittigen RISC-Prozessors. Sollte ein 21 Jahre alter Pentium mit DOS das noch "zustande bringen"? In der Tat, er tut es, wenn auch nicht mehr ganz in Originalgeschwindigkeit ("nur" 70 - 75%). Ob das am Emulator liegt, oder ob der bereits so effektiv wir nur möglich arbeitet, kann ich nicht sagen.


Ansonsten spricht mich das Spiel nicht sonderlich an, im Gegensatz zu den wunderbar "kindlichen" älteren Teilen wirkt es oft eher nur "kindisch" und auf kunterbuntes Casual Gaming ausgelegt. Man bekommt alles lang und breit x-mal erklärt, und selbst mit nur relativ ziellosem Rumlaufen habe ich es in kurzer Zeit schon bis in das Minish-Dorf und vor den ersten Dungeon-Eingang geschafft. Und die komische Plappermütze (wohl die namensgebende Minish Cap) nervt jetzt schon.


Hier dennoch ein paar obligatorische Fotos vom DOS-PC-Monitor (Einstellung 15-Bit-Farbe, Auflösung 800 x 600 per Upscale). Bunt allein macht aber noch kein gutes Spiel.








Ich werde es mir mal noch ein Stück ansehen, vielleicht wird es noch besser.

5 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

DOS goes Amiga28.4.2017

Für jemanden, der Emulatoren gar nicht mag, gebe ich mich in letzter Zeit zuviel damit ab. Meh. Aber sei es drum - es erweitert das Spektrum eines DOS-Rechners doch erheblich, wenn man damit auch auf die "Welten" anderer Computer und Konsolen zugreifen kann, gerade auch im Bereich Spiele.


Ein Rechner, um den ich emulationsmäßig bisher immer einen Bogen gemacht habe, ist der Amiga. Das hat verschiedene Gründe. Einerseits war mir zumindest der 500er nie sonderlich sympathisch, da er immer den Ruf einer reinen Daddelkiste hatte (und alle mir bekannten Leute, die einen hatten, ihn auch nur dafür benutzten, sich aber trotzdem über meinen Plus/4 amüsiert haben). Ein Rechner, der nach dem Starten nur ein Bild mit einer Diskettenhand zeigt, hat irgendwie wenig Persönlichkeit.


Im CF machten gerade einige der Amiga-Fans immer einen dezent "fanatischen" Eindruck und waren offenbar der Meinung, daß der Amiga der einzig wahre Computer und alles andere nur der "Gegner" wäre. So wurde auch eifrig dazu geschrieben, daß ein dahergelaufener Intel-PC doch niemals nie einen Amiga brauchbar emulieren könne, weil der Amiga voll genial und MS-DOS voll doof ist.


Irgendwann tauchte aber dann doch der Begriff UAE (kurz für Unix Amiga Emulator) auf. Allerdings hieß es dann oft, daß die Emulation nicht ordentlich läuft, daß die Hardwareanforderungen sehr hoch sind, und das ganze Programm extrem kryptisch zu bedienen wäre. Kürzlich habe ich mich jetzt aber doch mit einem älteren DOS-Port des UAE beschäftigt - und siehe da, mit ein paar Einschränkungen läuft er gut, zumindest als 500er Emulation. Ein 1200er mit AGA geht mit dieser Version wohl nicht.


Als Hardwareanforderung wird in der txt ein 486DX4/100 empfohlen, also sollte ein Pentium 166 theoretisch keine Probleme damit haben. In der Praxis sieht es aber so aus, daß er ohne Ton zwar flüssig läuft (bzw. sogar ein wenig zu schnell), mit Ton und cooler Amiga-Musik allerdings stark in der Geschwindigkeit einbricht. Naja, ein Amiga mit seinen vielen Spezialchips ist halt doch aufwändiger zu emulieren, als jetzt ein C64 oder ein Gameboy.


Aber es funktioniert auch ohne Gigahertz und 32-Bit-Windows, hier der Beweis vom DOS-PC-Monitor (schlechte Fotos):




Startbildschirm des Emulators



AmigaDOS




Kitschig süß - Rodland



Turrican 3 in der Amiga-500-Version


 

Und gleich nochmal Turrican 3. Mir gefallen die Teile 1 und 2 aber besser. Teil 3 hat ja nicht mal den Rundumschuß, nur so ein komisches Energielasso. Teil 1 war so ziemlich das erste Amigaspiel, daß ich seinerzeit gespielt habe, und es hat mich (vom Plus/4 mit 16-KB-Spielen kommend) zugegeben doch auch beeindruckt. Aber ein Amiga-Fan war ich wie gesagt irgendwie nie.

2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Quergefasel25.4.2017
Nur ein kurzer Beitrag. Ich bin nicht in der Stimmung für seitenlange Jammerei, und die werten Leser vermutlich auch nicht.

Ich hatte neulich an einem sogenannten modernen Rechner etwas zuviel Zeit, und anstatt dies für produktive Dinge zu verwenden, habe ich mich etwas aufmerksamer im Internet des Jahres 2017 umgesehen. Soll heißen Nachrichtenseiten wie Google News, moderne Webforen und Diskussionen, Artikel und Kommentarspalten. Und das alles hinterläßt wie immer ein Schaudern.

Was ist aus dem Internet geworden? Ist das positive Evolution? Was würde jemand, der z.B. vor 1996 aktiv in der Etablierung von Wissen und Strukturen im Internet beschäftigt war, dazu sagen, wenn er ein heutiges Internet sehen würde? Würde er das alles genial finden und vor den medialen Möglichkeiten und Datenmassen dankbar auf die Knie fallen? Oder würde er die Stirn runzeln ob all der geschniegelten Oberflächen, standardisierten Kanäle, Anpassungen, Vorfilterungen, Postfakten, Likes etc.

Wenn man sich heutige Nachrichtenseiten ansieht, dann entdeckt man z.B. über einem Artikel zu einem komplexen Thema den obskuren Vermerk (oder ist es gar eine Warnung?) "Lesezeit: ca. 2 Minuten". Was soll uns das sagen? Soll hier ein individueller Vorgang wie das Lesen und Aufnehmen von Informationen in ein festes Zeitschema gepresst werden bzw. gleich von Anfang an als kurzlebiges 2-Minuten-Phänomen gewichtet werden? Sollen in einer Vorfilterung gleich all jene gewarnt werden, denen die Vergeudung von immerhin 2 Minuten Lesezeit als archaisches Relikt aus der Steinzeit erscheinen würde? Eine Klickstrecke würde doch noch schneller gehen. Oder besser noch ein Newsvideo in doppelter Abspielgeschwindigkeit - das läßt sich im Gegensatz zur menschlichen Lesegeschwindigkeit immerhin digital regeln.

Im Grunde kann man hier ein Einerseits/Andererseits-Spielchen spielen. Einerseits ist das Internet im Newsbereich und speziell in ideologisch geprägten Kommentaren inzwischen voll mit Manipulationen, Postfakten bzw. alternativen Fakten, Meinungsmache, Lügen, Selbstdarstellung. Andererseits würde es einem "hinter all den bunten Kulissen" trotzdem die Möglichkeiten bieten, Fakten konkret zu überprüfen, komplexe Betrachtungen in Nischen zu finden, Denkanregungen zu empfangen. Wiederum andererseits lehnt es im Mainstream aber zuviel "Aufwand" als unproduktiv und unzeitgemäß ab, denn dies würde die 2 Minuten Lesezeit der Konsumware Newsartikel bei weitem überschreiten. Selbst formulierte Argumente mit vielen Worten aka steinzeitliche Textwüste? Links und Videos sind besser.

Auch dazu habe ich manchmal den Eindruck, daß unser Besucher aus den 90ern die Stirn runzeln würde. Da haben diese seltsamen Zukunftsleute von 2017 das schnelle Internet mit allen Möglichkeiten der globalen Meinungsverbreitung, und was tun sie - Denkschemen und Meme-Kram aus dem Baukasten zusammenklicken, weil es sich "so gehört" und alles Nötige aussagen kann. Hey, da ist einer, der sagt, heute ist nicht alles besser? Viel nachdenken? Nö. Wart mal, da habe ich doch ein lustiges Video mit Höhlenmenschen und Keulen. Klickst du hier. Damit ist alles gesagt. Kurze Runde Applaus und 295 User fanden diesen Beitrag gut. Weiter so. Meh.

Auch das Schicksal von Webforen sehe ich immer wieder mit Schaudern. Mittlerweile scheint es mir fast so zu sein, daß ein Webforum, sobald es eine bestimmte Größe überschreitet, automatisch zu einem angepassten Fragment der medialen Popkultur wird. Und das Mantra heißt dann leider zu oft: "Bitte nicht negativ auffallen, es gibt doch genug vorgedachte und/oder harmlose Meinungen, um Forenspaß zu haben..." Dabei macht es keinerlei Unterschied, ob es sich um ein Forum zu angesagten und hippen Themen handelt, oder gar um eine einstmalige Nische, die nun vom Zeitgeist und/oder Kommerz glattgebügelt wurde. Sobald ein (deutsches?) Forum eine entsprechende Größe und Popularität erreicht hat, wird sich eine reguläre Kerngruppe aus wenigen Leuten herausbilden, die eine als korrekt geltende Meinung vorgeben. Es entsteht ein Konsens, für welche Arten von Akzeptanz und welche Arten von Ablehnung man dort gegenseitiges Schulterklopfen bekommt. Einmal mehr: was würde unser kritischer Besucher aus der Vergangenheit über Likes und Popularitätspunkte für Beiträge in einer "offenen" Onlinediskussion denken?

Gerade bei Forenmechanismen sollte man auch die Vorfilterung nicht außer Acht lassen. Die Gruppe, die über Meinungsbildungen vorabstimmt, hat sich dadurch etabiliert, daß sie sich einerseits technisch angepasst hat (ohne moderne Updates und Browser kein Forenzugriff) und andererseits dadurch, daß sie durch Dutzende Beiträge pro Tag in relativ kurzer Zeit nachgewiesen hat, ständig im Internet präsent zu sein, und korrekt digital zu leben. Denn oft bestimmen nicht mehr Klasse in Wort und Schrift und Ethik und Humanismus die herrschende "Oberschicht", sondern Masse und Präsenz. Und allein schon diese Vorfilterung und Belohnung für Standard schließt "Rebellen" und Querdenker (und damit IMO auch einen alternativen Lebensfunken jenseits des Mainstreams) doch mehr oder weniger automatisch aus - es sei denn, in kleinen und rückständigen Nischenforen, denen man daher eigentlich nur wünschen kann, niemals populär zu werden.

Was bleibt zum Thema Verrohung der Gesellschaft zu sagen? Da wird das Internet ja gerne als Gradmesser gesehen mit all den Beleidigungen, Hass, Mobbing, Kriminalität etc. Vielleicht ist all das bunte Zeugs doch nur eine Illusion von Fortschritt, solange der Mensch des Menschen Wolf bleibt? Das Gegenargument ist aber auch schnell da, und man wird mit einer solchen Meinung doch gerne auf all die "Ewig Gestrigen" verwiesen, die mit jeder Neuerung in der Welt ein Ende der Zivilisation kommen sahen - so z.B. durch Buchdruck, Sturz der Monarchie, die Comics, das Radio oder das Fernsehen. Wenn man sich heute über das Internet sorgt, und über all die Denkmuster und Anpassungen, die es in seiner gegenwärtigen Daseinsform in das Wesen der Menschen füttert, wird man doch gerne in eine Reihe mit all jenen Schwarzsehern gestellt und auf deren Scheitern verwiesen.

Aber funktioniert dieser Vergleich? Oder haben wir eine Stufe erreicht, in der eine Einflußnahme sehr viel subtiler und trotzdem sehr viel prägender geschieht, als es in der Vergangenheit jemals möglich war? Muß diese Einflußnahme automatisch zur Verrohung und zum Denken aus der (und durch die) Filterblase führen? Oder bleibt es den Menschen überlassen, was sie damit tun, und was am Ende daraus erwächst? Würden wir in einem schwierigen Umbruch gerade dafür die Querdenker brauchen, die heute so gerne "ausgefiltert" werden bzw. die sich mit der Zeit selbst so sehr anpassen, um weiter "dazu zu gehören", daß sie ihr Talent schon wieder verlieren?

Hoppla, ist doch länger geworden. Macht aber nix, ich werde mich ausnahmsweise mal nicht entschuldigen ;-).

5 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Der blaue Spuk6.4.2017

Zu meiner großen Schande muß ich gestehen, daß ich zur Zeit ein semi-aktuelles Notebook Baujahr 2004 daheim habe, ein Gerät namens Averatec 6200 um genau zu sein. Es ist optisch leicht ramponiert, aber das stört mich nicht. Da bin ich über verschlungene Wege rangekommen, und habe es irgendwie auch davor gerettet, im Müll zu landen. Mittlerweile gelten ja wohl auch Rechner mit Baujahr aus dem 21. Jahrhundert schon als Schrott, wenn sie nicht mehr die akzeptierte Leistung und den Standard bringen, den man "haben muß".


Ich habe also eine gewisse Sympathie dafür empfunden, und habe es mir mal näher angesehen. Installiert ist der blaue Spuk, also Windows XP. Auch das in einem eher ramponierten Zustand, aber ich habe mich mal an die softwaremäßige Überholung gemacht. Kann ja auch ganz interessant sein, kurz über den Tellerrand von DOS und WfW 3.11 zu gucken.


Der Rechner hat einen AMD-Prozessor mit 1,8 GHz und 512 MB RAM, davon wegen Grafikspeicher onboard aber "nur" 480 MB frei. Der Grafikchip ist wohl nicht besonders überragend, und lief auf einem generischen VGA-Treiber, aber nachdem ich mir die korrekten Treiber für Bild und Klang online besorgt hatte, sah und hörte sich das gleich besser an. Hier die technischen Daten, wobei meine Kiste eine etwas größere Platte drin hat:


https://www.cnet.com/products/averatec-6200/specs/


Langer Rede wenig Sinn: für jemanden, der von solcherlei NT-Schnickschnack eigentlich keine Ahnung hat, ist mir das System glaube ich ganz gut gelungen.


Hier mal als Novum im Blog ein Screenshot davon, dieses Mal echtes WiXP in Widescreen-Auflösung 1280 x 800. Wenn ich bedenke, was für ein verhautes und träges Desaster vorher drauf war, ist er jetzt richtig flink und schön geworden.



Ich habe etlichen Servicekram, Onlinezeugs, Netzwerktreiber, Dienste etc. rausgeschmissen. Ich glaube, die größten Speicherfresser in XP sind doch tatsächlich der ganze Netz- und Sicherheitskram, den man für einen reinen Offline-Rechner (also echten *personal* computer) doch gar nicht braucht. Nach dem Start zeigt mir der Taskmanager jetzt folgenden Speicherverbrauch:



Er braucht jetzt also (mit dickem Hintergrundbild) nicht ganz 90 MB RAM für sich. Ist das eigentlich ein guter Wert für XP? Geht noch weniger bzw. kommt man auch auf 64 MB runter.


Ansonsten weiß ich nicht, was man mit so einem XP-Rechner mit 1,8 GHz nun anfangen kann. Ich habe halt ein bißchen darauf zum Antesten gedaddelt, Bilder und Filme geguckt, MP3s gehört. Aber das kann DOS und WfW 3.11 auch alles. Gibt es denn irgendwelche ganz coolen "modernen" Sachen, die ich jetzt ausprobieren könnte? Vorschläge sind willkommen, aber bitte kein Onlinekram. Thimbleweed Park gehört wohl nicht dazu, da der Rechner nicht mal ein Achtel der Anforderungen an den Arbeitsspeicher erfüllt.


Desweiteren werde ich den Rechner vermutlich nicht dauerhaft behalten. Ich würde dann ja eventuell anfallende "Projekte" oder Probleme einfach mit XP, moderner Kompatibilität und dicken GHz lösen, anstatt eine vielleicht existierende Lösung mit DOS und WfW zu suchen. Und das wollte ich ja nicht tun. Mal sehen, vielleicht spende ich den Rechner der Tierhilfe für den Flohmarkt. Die nächsten Tage behalte ich ihn mal.

4 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Rest von Selene-Teilkapitel 64.4.2017
Weil ich die Woche sonst auch nichts für das Blog habe, und es ja doch ein oder zwei Mitleser gibt, hier noch 11 weitere Seiten zum Kapitel 6. Damit ist es jetzt fast 23 Seiten lang und eigentlich zu groß für ein einzelnes Kapitel. Aber sei es drum, es ist nur eine Arbeitsfassung, und man kann Kapitel und Längen ja noch umbenennen und umstrukturieren. Vorschläge für gute Kapiteltitel sind willkommen.

In der Mitte von Seite 12 fängt der neu ergänzte Teil an.

http://www.bruchbach.de/gipfel.pdf

Ich sollte tatsächlich mal wieder alles am Stück zusammenfassen, aber das Problem ist, daß ich zum Schreiben ja meistens den 16-bittigen Netscape als Textverarbeitung mißbrauche. Und der wird bei zuvielen Seiten am Stück dann doch etwas träge, was man ihm aber nicht vorwerfen kann, da er wohl kaum als Textverarbeitung konzipiert wurde ;-).

Ansonsten bin ich wie üblich mal wieder nicht zufrieden mit den neuen Seiten, aber es sind ein paar ganz nette Zeilen drin, und daneben auch ein paar ganz schreckliche Zeilen. Jetzt kommen wir auf jeden Fall ein Stück voran. Eventuell vertauschte Buchstaben sind wie immer die Schuld des doofen USB-Diskettenlaufwerks, ich habe aber mal nachkorrigiert und vielleicht alles gefunden. Wer noch welche findet, darf sie behalten.

Allen interessierten Lesern kann ich ansonsten nur sagen, daß ich nicht garantieren kann, daß ich die ganze Story kreativ durchhalte. Irgendwann kommt vielleicht auch hier der Moment, wo ich nicht den Groening machen möchte, und daher nicht einfach ohne Rücksicht auf Qualitätsverlust oder sogar Beschädigung vorhandener Ideen weiterschreibe. Im Prinzip steht das Handlungsgerüst aber, und es kommt noch so manche Entwicklung. Unabhängig davon bin ich natürlich immer offen für Leserideen und für gute Dialoge, die ja durchaus für sich stehen können und nicht Teil der großen Handlung sein müssen.

Was ich mich natürlich auch gefragt habe: soll die Sache eigentlich ein Haufen Blödelei und Filmzitate für junge Leser sein, oder soll es sich doch eher philosophisch, ethisch, inhaltlich etc. ernster nehmen? Warum eigentlich nicht beides?

Was mich an dem vorgegriffenen Ende-der-Gupten-Abschnitt stört, ist übrigens weniger die vielleicht zu ausufernde Special-Effects- und Dialogfreude, sondern eher die generelle "Banal"-Atmosphäre und Wortwahl. Es wirkt einfach irgendwie zu menschlich/emotional in der etwas gewöhnlichen Streiterei. Das macht die Charaktere flach und unsympathisch, oder? Der ganze Abschnitt hat natürlich auch noch mehr Bedeutung für das Handlungsgerüst bzw. für das "Spiel" dahinter. Mal abwarten.

Jetzt mache ich auf jeden Fall mal ein oder auch zwei/drei Wochen Pause, dann sehen wir weiter.

2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Neues Teilkapitel 6 vom Selene-Romanprojekt20.3.2017

Man mag es kaum glauben, aber hier ist ein neues Teilkapitel für das Selene-Romanprojekt.


Es ist aber im Grunde das Kapitel mit der "Action", mit dem ich eigentlich nicht wirklich zufrieden bin. Die ersten zwei Seiten sind noch aus dem bisherigen Umfang als Überleitung, die nächsten 10 Seiten sind neu. Was mir hier einfach fehlt, ist der "sense of wonder", der in den ersten Kapiteln noch präsent war, der aber mit der Verschiebung in den kälteren SciFi-Bereich immer mehr verschwunden ist.


Außerdem ist es wohl immer so, daß ich irgendwann anfange, mit Projekten nicht mehr zufrieden zu sein, und meine mauen Ideen als nicht mehr ausreichend betrachte, so daß die Sache einschläft oder verschwindet. Schade. Da könnte wohl nur ein Co-Autor helfen, der mir auf die Finger klopft ;-).


Hier trotz aller Zweifel dennoch 12 Seiten aus Kapitel 6:


http://www.bruchbach.de/gipfel.pdf


Das theologische Thema zum Ende hin über "Fingerabdrücke" in der Schöpfung und die Freiheit zum Atheismus ist im Prinzip ganz nett. Kritik oder weiterführende Ideen sind wie immer willkommen.


Wenn ich weiterschreiben sollte, erwarte ich aber jetzt natürlich massives Lob und Leute, die sich auf die Knie werfen und "Wir sind unwürdig..." rufen ;-).

5 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

386er Screenshots of the Month März 20178.3.2017

Und noch ein kleiner Beitrag zum 386er, mit dem ich mich zur Zeit wohl wieder (allzu) umfangreich beschäftige. Irgendwie ärgere ich mich da immer noch über die Titulierung im forum64 als "lahme und kastrierte Krüppelmaschine" für die Tonne und Zeitvergeudung. Das bezog sich zwar nicht speziell auf meinen, sondern auf 386SX generell, aber trotzdem. Unschön.


Und weil ich schon lange keine WfW-Screenshots in 8-Bit-Farbe und bunt mehr hatte, hier wieder zwei Stück. Einmal düsterer und einmal knüllebunt, soweit es die 512 KB Videospeicher zulassen. Eigentlich hätte ich für die farbigere Variante auch die eher farblosen Mac-Icons auswechseln sollen, aber ich war zu faul dazu. Außerdem gefallen mir die in ihrer Einfachheit irgendwie.






Ja, das sind "nur" 256 Farben.


Was mir bei den Screenshots auffällt, sind zweierlei Dinge. Zum Einen sehen sie auf meinem Röhrenmonitor stets besser aus, als auf der Flachgurke im Büro. Gerade bei dem bunteren Bild sind die Übergänge zwischen den Farben auch bei "nur" 256 Farben auf einer guten Röhre doch deutlich weicher und weniger krümelig.


Zum Anderen hilft es natürlich, wenn ein Bild generell aus weniger Farbtönen besteht, so wie der erste Screenshot, weil sich dann die reduzierte Palette auf weniger Farben verteilen kann, und eine bessere Abstufung möglich ist. Da kommt man dann im Resultat sogar mit weniger als 256 Farben aus, und hat trotzdem weichere Übergänge.


Hat zufällig jemand eine neumodische ISA-Grafikkarte mit ET4000-Chipsatz und 1 MB übrig? Das wäre mal ein interessantes Experiment, allerdings würde dann natürlich der Reiz des Auslotens der 256-Farben-Grenze verschwinden.


Als Nächstes kommt wieder ein längerer Beitrag zu einem medialen Thema.

3 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Mein Computer ist der Beste2.3.2017

Irgendwie habe ich im Moment eine Tendenz zu mürrischen und egozentrischen Nörgelbeiträgen, oder? Sorry.


Ich hatte dieser Tage doch mal wieder versucht, einen (aus meiner Sicht) völlig normalen Thread im forum64 zu starten. Das Resultat war natürlich absehbar, und die übliche Mischung aus 08/15-Kram, Wortverdrehungen und lustigen Kotz- und Stock-im-Arsch-Smilies (was es nicht alles gibt). Gewonnen hat eine Argumentation dann meist derjenige, der von sich behaupten kann, daß er daheim einen ordentlichen Computer hat, der alles tut, was man damit tun möchte, weil sich das heute "so gehört". Soll mir Recht sein.


Okay, ich bin auch wieder mit Schuld an der Kabbelei, weil ich zum selbstdarstellerischen Übertreiben tendiere, wenn ich merke, daß eine sogenannte Diskussion vorhersehbar und klischeehaft wird. Mea culpa. Es ist irgendwie auch ermüdend, wenn man sich ständig wiederholen muß, und nach ein paar Wochen wieder mit "Wat? Wer bist du denn?" begrüßt wird.


Obwohl ich mir also keine echte Mühe mit Argumenten gegeben habe, fiel mir folgende Formulierung ein, die ich doch gerne mal festhalten möchte, bevor sie in der Masse versinkt. Etwas holprig geschrieben, aber ich mag mein eigenes Geblubber ;-).


"Mein Computer ist der Beste überhaupt, und zwar für mich. Und zwar deswegen, weil es mein Computer ist, weil er individuelle Eigenschaften hat (die sich natürlich erst über Jahre und Jahrzehnte entwickeln können), und weil er das für mich tut, was ich möchte, und weil er mir das Universum an Möglichkeiten erschließt, das ich erforschen möchte, und weil er mir zeigt, daß alte Hardware und Software für mich ein Abenteuer sind, und nicht Stagnation auf Spermüllniveau.


Darauf würde nun sicher jemand amüsiert entgegnen, was der dogmatische Unfug soll, und was ich denn machen würde, wenn ich z.B. einen UltraHD-Film rendern, schneiden und vertonen muß, wie man es mit einem ordentlichen und effizienten Stück Werkzeug halt tun können muß. Darauf fällt mir keine Antwort ein und ich habe das Argument verloren."


Als Resultat auf diese Aussage hin wurde ich übrigens neben dezenter Zustimmung auch als Troll bezeichnet. Und dann wurde mir noch unterstellt, ich hätte ein Büro mit XP-Rechner. Hey, ich arbeite nur an einem solchen, es ist doch nicht "mein" Büro. Wobei scheinbar ein Begriff wie "neumodisches XP" mittlerweile auch schon für viele amüsant ist. Man lernt nie aus.


Verlinken mag ich den Kram nicht. Wer möchte, kann dort einfach nach dem Thread mit dem

seltsamsten Titel suchen.

6 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Handyquark28.2.2017
Ein grottendämlich-superprogressiver Artikel auf fokus.de:

http://www.focus.de/digital/videos/nokia-nostalgie-nervt-wer-das-nokia-3310-feiert-darf-sich-auch-ueber-trump-und-brexit-nicht-wundern_id_6712823.html

Ich habe ja zugegeben keine Ahnung von Handykram und Smartphones, aber irgendwie geht es wohl darum, daß alle Leute, die ein künstlich auf "nostalgisch" getrimmtes Handy ohne Schnickschnack gut finden, entweder gleich automatisch die Wegbereiter der rechten Reaktion sind, oder diese zumindest durch ein nostalgisch "verblendetes" Weltbild stützen bzw. nicht mehr kritisieren dürften.

In den Augen des hypermodernen Autors lässt sich also das "was bei uns gerade falsch läuft" damit entlarven und begründen, daß Leute ein Handy gut finden, auf dem nicht mal WhatsApp läuft. Liegt das nur an mir, oder ist das totaler Unfug aus einer Denkrichtung, die alles verdammt, was nicht dem stromlinienförmigen Zeitgeist und der Anpassung im Jahr 2017 entspricht?

Also entweder ich verstehe den Artikel irgendwie nicht, oder das ist alles totaler Unfug. Und kann es nicht gerade an Zeichen von Freigeistigkeit sein, wenn man sich kritisch mit den digitalen Segnungen und der oft damit verbundenen Arroganz befasst? Warum sollte man mit solch kritischen Gedanken dann automatisch zum Wegbereiter von Trump und AfD werden? Ach ja, Vergangenheit böse, nur Gegenwart und Zukunft gut. Wer nicht voll und ganz im Jahr 2017 lebt (und sich nach Steinzeitkram wie einem Discman oder einem Nintendo 64 zurücksehnt) ist wohl gleich verdächtig, und muß dann mit Befremden und Betroffenheit registriert werden.

Falls ich das kunterbunte Geblubber wirklich irgendwie falsch verstehe, bitte ich um Korrektur. Ansonsten lege ich das unter der Rubrik Dunkelheit des 21. Jahrhunderts ab.

2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

386er goes Mac27.2.2017

Am Wochenende hatte ich wieder den 386er angeschlossen und ein bißchen rumprobiert. Nur rumdaddeln wäre ja langweilig, also habe ich ihn mal mit ein paar Emulatoren gefüttert - einfach nur, um zu sehen, was davon überhaupt funktioniert bzw. verwendbar ist. Viele Emulatoren setzen ja eine FPU und/oder hohe Taktraten voraus, da hat man mit einem SX25 also schlechte Karten. Aber es ist immer interessant, es einfach mal auszuprobieren, anstatt gleich zu sagen "Geht sowieso nicht..."


Was mich dabei ein wenig überrascht hat, war der Macintosh-Emulator mit dem etwas unfreundlichen Namen Executor 2 (und der äußerst dämlichen Shareware/Demoversion-Einschränkung, daß sich das Programm nach 10 Minuten jeweils selbst beendet). Ich hatte vermutet, daß er sich entweder mit einer "FPU not present error"-Meldung gleich gar nicht starten lässt, oder aber im Betrieb so stark ruckelt, daß man den Mauszeiger kaum bewegen kann.


Aber siehe da, der läuft auf dem SX25 erstaunlich gut - relativ gesehen. Der Mauszeiger bewegt sich flüssig, und man kann sogar Anwendungen starten und in gewissem Rahmen verwenden, wie z.B. Texte mit Tex-Edit tippen. Das ist natürlich alles zu träge für effektives Arbeiten, aber mit einem DX40 sollte man da gut dabei sein.


Nun wundert es mich natürlich, wie er das schafft. Er müsste ja als echter Mac-Emulator einen kompletten 68000er emulieren, und den Rest der Mac-Hardware und dann noch die grafische Oberfläche und die Anwendungen. Und das alles bedienbar schnell auf einem SX25? Does not compute. Ich gehe davon aus, daß hier doch etwas gemogelt wird, und die Emulation nicht so komplex ist, wie sie sein sollte. Man müsste mal "echte" Mac-Dateiimages darauf probieren, anstatt nur das mitgelieferte Demo-Zeugs.


Ich konnte mich auch noch dunkel erinnern, daß im CF mal vor diesem Programm gewarnt wurde, weil es ziemlich im Dateisystem rumfuhrwerkt, oder gleich die FAT zerschießt. Letzteres ist mir zwar nicht passiert, aber Scandisk hat nach jeder Verwendung des Emulators immer mehrere 100 KB verlorene Dateifragmente gemeldet. Da ist also auch Murksi drin.


Hier dennoch ein paar Fotos mit Kollege 386er im Bild:



Die Bedienoberfläche des Emulators (altes MacOS?)



Sogar ein Spiel lässt sich in 256 Farben starten - die Mac-Demoversion von Lemmings.



Noch eine Nahaufnahme vom Desktop. Sieht ein echtes (älteres) Mac-System so aus? Ich habe nie eines benutzt.


Ansonsten suche ich immer noch einen C64-Emulator, der auf dem SX25 eine brauchbare Performance bringt. Ja, ich weiß, es gibt eine sogenannte "LowEnd"-Version namens c64s386.exe, aber die scheint mir extrem eingeschränkt. Kann doch nicht so schwer bzw. unmöglich sein, eine optimierte Performance unterhalb der 486er-Schwelle zu erreichen.

1 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

The Final Link21.2.2017

Der definitiv letzte Beitrag zum Thema "Link´s Awakening" auf dem Gameboy-Emulator unter DOS, denn ich habe es nun bis zur Endsequenz durchgespielt.


Okay, zugegeben, ab und zu habe ich ein bißchen in eine Komplettlösung geguckt, aber meistens konnte ich es selbst lösen bzw. habe mir den richtigen Weg dann durch die Lösung nur bestätigen lassen. Wirkliche Sackgassen oder tödliche Fallen gibt es ja nicht oder kaum. Ich glaube, die einzige Möglichkeit für ein sofortiges Ableben im Spiel ist es, im Wucherladen zu klauen und dann trotzdem wieder reinzugehen. Der Ladenbesitzer ist dann wirklich sehr verärgert...


Den teuren Bogen braucht man übrigens tatsächlich nicht, das Spiel läßt sich auch ohne lösen.


Ein kleiner Bug bzw. Logikfehler fiel mir auf. Ist es ein Fehler im Emulator oder im Spiel selbst? Ich hatte doch große Probleme mit dem vorletzten Endgegner, also diesem großen Adler ganz oben im Eagle Tower. Der hat mich jedes Mal mit seinem Wind von der Plattform geweht. Irgendwann habe ich dann in die Lösung geschaut, ob mir vielleicht doch ein wichtiger Gegenstand fehlt, um ihn zu besiegen. Die Lösung sagte dann, daß man bei Problemen mit dem Adler erstmal zum letzten Tempel gehen sollte, um sich dort ein wirksameres Item zu holen - den Flammenstab.


Also habe ich den Eagle Tower wieder verlassen, ohne den Adler zu besiegen und das Instrument zu holen (das habe ich dann später gemacht). Vor dem Tower hat dann weiterhin der fliegende Gockel auf mich gewartet, und ist mir auch nachgelaufen. Und trotzdem war im Hühnerhaus auch ein zweiter fliegender Gockel, der mit Tarin rumgeblödelt hat. Wenn ich mit meinem Gockel rein bin, waren also zwei Stück im Raum. Ich hatte mich noch gewundert, woher der zweite auf einmal kommt, aber es ist wohl so, daß es derselbe sein soll - weil ich den Tower nicht beendet hatte, wurde er als Begleiter nicht gelöscht, aber gleichzeitig lief trotzdem das Skript an, daß ihn mit Tarin im Hühnerhaus zeigt. Nachdem ich das Instrument geholt hatte, lief es wieder in logischen Bahnen.


Zum Thema Skripte bzw. Eventflags austricksen: man kann übrigens den Endgegner komplett besiegen und sich trotzdem noch von der Endsequenz zurückziehen. Nach der Jubelmeldung über den Sieg erscheint der Text "Climb the stairs..." und kurz danach (und bevor die Stufen erscheinen) kann man noch Manbos Mambo spielen und sich zum Eingang vom Ei zurückteleportieren und auch wieder davonlaufen. Bringt halt relativ wenig, weil es nichts mehr zu lösen gibt, und die NPCs auch in ihren Satzschleifen hängen. Es eröffnet sich also leider keine komplett neue Welt. Schade. Der Endgegner ist dann auch nicht als besiegt vermerkt, sondern taucht wieder neu auf, wenn man zu ihm zurückläuft.


Ansonsten ist es natürlich sehr schade, daß das Spiel nun vorbei ist, weil man gerne noch weiter dort geblieben wäre. Wunderbar gemacht, sowohl von der menschlichen, als auch von der technischen Seite her. Ein Spiel dieser Art und Klasse sollte man wirklich mal auf dem C64 umsetzen, wie es ja in Ansätzen schon probiert wurde.

4 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Grumpy old man13.2.2017
Am Freitag hatte ich doch tatsächlich meinen 40. Geburtstag und sowas bringt einen doch auch etwas zum Nachdenken. Obwohl es das eigentlich gar nicht tun sollte.

Irgendwie fehlt mir zu diesem rechnerisch korrekten Alter subjektiv nach wie vor der Zugang. Das mag daran liegen, daß ich solchen Zeiträumen wie 20 oder 25 Jahren bekanntermaßen nur relativ wenig Bedeutung zuschreibe oder zugestehe. Meine Weltsicht und Meinung zu den Dingen sind daher kaum anders, als sie vor 20 Jahren oder mehr waren. Also warum sollte ich mich oder die Welt dann anders sehen, nur weil jetzt beim Alter eine 4 voransteht?

Mir fehlt da oftmals auch der Zugang zur "eigenen Generation", die sich doch relativ häufig mal auf Zeugs wie Karriere oder Geld fokussiert. Warum sollte ich Zeit und Aufmerksamkeit für so etwas verwenden? Solange ich genug Geld habe, um damit Nahrung, Benzin und Miete eigenständig zu bezahlen (und ein bißchen was für eine gute VHS oder ein Buch vom Flohmarkt übrig bleibt) ist für mich alles in Ordnung. Was würde ich denn mit zusätzlicher Karriere und mehr Geld anfangen? Schnickschnack kaufen, der als Bedarf bis vor kurzem noch gar nicht existiert hat? In "reife" Werte investieren? Meh. Ich konnte auch nie nachvollziehen, warum man sich mit höherem Alter für Geld "Lebensqualität" kaufen soll, und die Dinge plötzlich edler, besser, stärker, schneller etc. braucht. Das Denken ist mir fremd geblieben.

Ebenso fremd ist mir auch geblieben, warum sich Nonkonformismus und Hinterfragung mit den Jahren in Dinge wie z.B. brave Nostalgie oder zeitgemäß korrektes "Retrohobby" und Lifestyle nach Standardschema zu wandeln haben - immer einfacher, bequemer, und bloß nicht sozial unangenehm oder "zu altmodisch" auffallen. Die Leute, die im Alter von 20 Jahren z.B. "rebellisch" gegen eine technologische Standardisierung und das Wintel-Imperium argumentiert haben, sind nur ein paar Jährchen später Teil des Systems geworden. Und warum? Weil das alles schon sooooo lange her ist und man halt seine Perspektiven wechseln muß. Meh.

In dem Sinne habe ich vermutlich den Kontakt zur schnelllebigen Welt merklich verloren, weil diese eben solchen Regeln folgt. Das erklärt auch die Irritation online und offline aus diversen Richtungen (bzw. meinen Interesseverlust am Internet). Und manchmal habe ich den Eindruck, daß gerade die etablierte 30+ oder 40+ Generation besonders streng reagiert, wenn man anders sein will, und dieses auch ausspricht. Denn solche sozial auffallenden Flausen konnte man sich vielleicht in den 80er und 90er Jahren in der Jugend erlauben, aber doch nicht "gereift" im Jahr 2017.

Ist das, was ich beschreibe, nun leere Stagnation und Vergeudung von Lebenszeit? Von meiner Warte aus nicht. Auch wenn man seine Weltsicht in Jahrzehnten nicht ändert, gibt es doch innerhalb dieser Weltsicht so viele Details und Facetten und neue Dinge zu entdecken. Man muß halt nur mehr auf die kleinen Dinge schauen und diesen zu neuen Pfaden folgen. Und das kann belohnender und reichhaltiger sein, als Geld, Karriere, gekaufte Lebensqualität und irgendwelche Smartphone-Screens.

Der Beitrag sollte eigentlich länger werden, aber wer möchte schon eimerweise derlei Egozentrik übelster Machart lesen ;-).

4 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Noch mehr Link-Kram8.2.2017
In den letzten Wochen hatte ich mich mehr mit dem 386er und dem XT beschäftigt, aber ich habe den Windfisch natürlich nicht vergessen, die alte Schlafmütze.

Sieht doch schon ganz gut aus... (Stand von gestern)



Muß man eigentlich wirklich diesen überteuerten Bogen für 980 rupees kaufen? Ich habe es jetzt mal getan, aber das reisst doch ein großes Loch in die Finanzen, da man ja maximal 999 sammeln kann. Ist das Spiel ohne den Bogen eigentlich unlösbar, oder lassen sich auch Dinge wie der Wurfhaken oder der Bumerang weiterhin als Alternative dazu verwenden? Oder gibt es irgendwo gar einen Bogen umsonst zu finden - mal abgesehen vom Klauen beim Händler?

Die "berühmte" Quest mit der Meerjungfrau habe ich auch gelöst. Da geht es ja in der englischen Fassung um eine Halskette, die sie verloren hat. In der japanischen und deutschen Fassung ist das doch wohl das Bikini-Oberteil, oder? Dann muß die englische Fassung aber auch eine überarbeitete Grafik habe, denn die Halskette ist ja als item zu sehen. Da hat wohl mal wieder einer an die Kinder gedacht.

Ach ja, was ich irgendwie vernachlässigt habe, ist das Sammeln von diesen Muscheln, da habe ich bisher nur 16 Stück. Ist das ein Problem bzw. wird das später noch ein Problem?

0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Mysteries of DOS6.2.2017

Hier mal zum Mitraten für Leser zwei "mysteriöse" Ereignisse unter DOS/WfW 3.11, für die ich selbst auch keine rechte Erklärung habe. Vielleicht hat ja jemand Ideen. Das ist die Art von Fragen, die man früher im CF gestellt hätte.


Phänomen 1 - schnellerer DOS-Dateizugriff auf MP3 durch vormaligen Start von Windows (Notebook)


Das erste Ereignis betrifft das Notebook. Nun nehme ich das mit aktuellem MpxPlay unter DOS öfter mal zum MP3s hören her. Ja, ich weiß, neumodischer Digitalschnickschnack. Wenn man MpxPlay startet, liest er aus den Dateien im jeweiligen Musikverzeichnis die nametags der MP3s ein, so daß man das Lied mit vollem Namen und Interpreten in der Auflistung angezeigt bekommt. Ist ja auch gut so, hier wären kurze 8+3-Namen sicher etwas informationsarm.


Das interessante Phänomen ist nun, daß dieses Einlesen natürlich einen kurzen Moment dauert. Ruft man allerdings Windows 3.11 vorher auf, beendet es wieder, und startet dann unter DOS den MpxPlay, geht dieser Dateizugriff  bzw. das Einlesen der Namen mindestens dreimal so schnell. How come?


Die Beschleunigung des Plattenzugriffs kommt doch eigentlich aus der smartdrv.exe. Die wird ja aber bereits beim Starten in der autoexec.bat aus dem Windows-Verzeichnis geladen. Und trotzdem gibt der Aufruf von Windows noch mal einen "Boost" bei der Geschwindigkeit. Ich würde ja vermuten, daß er durch Windows in einen schnellen 32-bittigen Zugriffsmodus geht, und dieser auch nach Beenden erhalten bleibt, aber eigentlich ist der 32-bittige-Dateizugriff in Windows deaktiviert.


Das Phänomen tritt auch nur auf dem Notebook auf, und nur im Zusammenspiel mit MpxPlay. Die Fragestellung ist also: warum ist der Dateizugriff auf MP3-tags unter MpxPlay dreimal so schnell, wenn vorher Windows gestartet und wieder beendet wurde?


Phänomen 2 - Adressierungsgrenzen unter WfW 3.11 bei jpg und png unterschiedlich


Das zweite Phänomen betrifft jpg- und png-Dateien unter Windows 3.11. Nun sind ja auch "größere" jpgs von z.B. 2.500 x 3.000 Pixel Auflösung kein Problem unter WfW, und werden von xnview problemlos (natürlich etwas langsamer) geöffnet. Werden die Dateien allerdings zu groß, also z.B. 4.000 x 5.000 Pixel gibt es doch Probleme. Dann gibt es viel Plattenaktivität und irgendwann bleibt er hängen, und gibt sinngemäß eine Meldung aus, daß ein Speicherbereich oder "Rahmen" nicht adressiert werden konnte.


Obwohl xnview auf Win32s aufsetzt, gehe ich mal davon aus, daß es ein 16-Bit- bzw. Segmentierungsproblem in Windows selbst ist. Er versucht wohl, Speicher am Stück (?) für das Entpacken des großen jpg-Bildes zu reservieren, stößt aber irgendwann an eine Grenze. Da kann man vermutlich nix machen bzw. muß sehr große jpgs halt vorher verkleinern oder auf png konvertieren.


Jetzt aber das interessante Phänomen: mit png-Dateien funktioniert es problemlos, d.h. ich kann eine png-Datei mit 4.000 x 5.000 Pixel Auflösung unter WfW 3.11 öffnen und auch betrachten (gut, natürlich nicht in dieser Auflösung komplett auf dem Bildschirm, sondern im Ausschnitt bzw. verkleinert). Aber jpg und png sind doch eigentlich nur die Pack-Algorithmen für die Bilder, also wie kommt es, daß WfW 3.11 bei jpg-Bildern an eine Addressierungsgrenze stößt, png-Bilder gleicher Größe aber öffnet? Entpackt sollten doch die Bilder den gleichen Speicherplatz benötigen?


Vielleicht stehe ich ja irgendwie auf der Leitung, aber falls jemand Erklärungen für beide Phänomene hat, dann gerne her damit. Ich will mein DOS und WfW gerne so gut wie möglich kennen und Antworten auf alles haben.

0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Calvin und Hobbes31.1.2017

Hier ein paar kurze Comic-Gedanken, damit ich ein bißchen was zum Blog beitrage (ein größerer Faselbeitrag mit Computerthema ist aber in Arbeit, und kommt vermutlich nächste Woche).


Neulich hatte ich mir aus der Stadtbücherei das englische "Calvin and Hobbes Tenth Anniversary Book" von 1995 ausgeliehen. Es ist in der hiesigen Bücherei ja leider sogar bei Comics inzwischen schwierig geworden, noch irgendetwas im Regal zu finden, daß nicht digital koloriert wurde oder daß noch älter als 5 Jahre ist. Meh.


Irgendwo in einer Ecke im zweiten Stock bei den englischen Büchern hatte sich aber noch diese kleine handgezeichnete Perle vor der Aussortierung durch den mächtigen "Nicht mehr zeitgemäß"-Filter verstecken können. Und jedem Kenner von Bill Wattersons Werk muß ich wohl wenig über die Qualität und Komplexität von Calvin und Hobbes sagen.


Was ich bei der Sache besonders mag, ist der hohe Grad an Integrität des Künstlers. Zum Einen hat er trotz finanzieller Verlockungen nie zugelassen, daß Kommerzialisierung und Merchandise mit seinem Werk betrieben werden, weil es den Charakteren und ihrer Welt geschadet hätte. Zum Anderen war er immer stolz darauf, daß die Serie eine "low-tech, one-man operation" war. Last but not least hat er die Serie nach 10 Jahren auch freiwillig beendet, weil er einen Qualitätsverlust durch kommerzielle Überdehnung verhindern wollte.

Wenn nur manch andere Leute auch so denken würden. Matt Groening, ich blicke in deine Richtung.


In diesem Sinne die berühmten letzten Worte: "It´s a magical world, Hobbes, ol´ buddy... Let's go exploring!"

0 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Der Letzte seiner Art12.1.2017
Ein paar kurze Gedanken zum neuen Jahr und (mal wieder) zum Thema Lebensdauer und mögliche Langlebigkeit von Technik und Hardware.

Das hat zweierlei Gründe. Zum Einen hat Stefan Höltgen in der letzten Ausgabe vom Return-Magazin in seiner Kolumne die wohl verbreitete These geäußert "Nach spätestens 40 Jahren geht jeder Computer kaputt, und die dafür entwickelte Software kann nicht mehr weiter benutzt werden". In der Kolume selbst wird die Aussage dann aber auch hinterfragt bzw. die bequeme Emulation und allein die künstliche Nachahmung eines Originals als "perfekte" Lösung auch kritisch betrachtet. Gut so.

Zum Anderen haben wir mit dem Jahr 2017 jetzt gerade diese 40-Jahre-Schwelle erreicht. Es gab natürlich auch Vorläufer, aber das Jahr 1977 war im Bereich des "digital home entertainment" wohl ein merklicher Schritt hin zum verbreiteten privaten Besitz entsprechender Hardware, seien es komplette (8-Bit)Homecomputer mit Bildschirm, Tastatur und Speichermedien wie der Commodore PET, seien es Spielkonsolen mit auswechselbaren Modulen wie das Atari VCS. Es wäre also ab jetzt im Prinzip möglich, privates Programmieren und Daddeln mit 40 Jahre alter Hardware zu betreiben. Gibt es sie noch? Falls ja, warum gibt es sie noch?

Was macht eine Hardware langlebig? Zum Thema defekte Hardware und mögliche Reparaturen findet man in Büchern und online jede Menge Information, aber das beantwortet nicht die Frage, warum manchmal identisch gebaute Hardware (selbe Bauserie, selber Schaltplan, selbe Bausteine, selbe Fertigungsqualität und Sorgfalt, selbe Materialien etc.) so unterschiedliche Lebenszeiten hat. Warum waren manche C64 bereits nach relativ kurzer Zeit in den 80ern defekt, während andere aus der gleichen Bauserie noch heute problemlos laufen, ohne jemals auch nur eine Reparatur benötigt zu haben? Das hat natürlich mit vielen Faktoren zu tun - wie das Gerät behandelt wurde, wo es stand, wie viel Staub, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit es ausgesetzt war etc. Im Fall C64 trägt sicher auch das Verwenden eines externen Resetschalters zur Langlebigkeit bei, denn ohne einen solchen käme man um häufiges Ein- und Ausschalten am Netzschalter nicht herum - und gerade dann sind die unbestimmten Energiezustände in einem elektronischen System am Anfälligsten für technisches Versagen.

Als die Rechner damals aus der Fertigung gelaufen sind, konnte man jedenfalls nicht voraussagen, daß einige von ihnen auch nach Jahrzehnten noch aktiv sein werden. Das hatte niemand so geplant, und es war auch niemals von Konstrukteuren und Marketing so vorgesehen. Schließlich sollte man sich (auch damals schon) in bestimmten Intervallen wieder die neueste Hardware kaufen und "mit der Zeit gehen". Und trotzdem hat so manche Hardware den Strategen quasi ein Schnippchen geschlagen, da sie einfach nicht abtreten wollte, sondern lief und lief und weiterhin läuft - so daß es am Ende den meinungsbildenden Medien und den progressiven Konsumenten überlassen blieb, sich den "lahmen Steinzeitkram" aus Prinzip nicht mehr "antun" zu wollen.

Wenn ich mir da z.B. meinen 386SX so ansehe, dann war dieser sicher nicht für dauerhafte Verwendung konstruiert. Im Jahr 1991 sollte jedem Konstrukteur und jeder Qualitätskontrolle ersichtlich sein, daß ein solches Modell nicht für längere Zeiträume geplant sein kann, zumal man auch auf viele modulare Konzepte verzichten musste. Der Prozessor mit dem 16-bittigen Flaschenhals ist nicht auswechselbar und fest verdrahtet. Der Grafikchip mit einem halben Megabyte Speicher ist fest verdrahtet. Zu den 2 MB RAM onboard läßt sich bestenfalls ein einziger Speicherriegel hinzufügen, also maximal 4 oder 8 MB dazu. Der ganze Gedanke dahinter war Kostenersparnis durch günstigere Fertigung der SX-Reihe und vereinfachte Boards. Und trotzdem - er läuft nach 26 Jahren immer noch. In der originalen Konfiguration, ohne moderne Ersatzteile, und selbst nach etlichen Jahren Standzeit in einem ungeheizten und feuchten Raum (bevor ich ihn mir für umsonst mitgenommen habe).

Und trotzdem muß ich wieder zu der pessimistischen Aussage in der Kolumne zurückkommen. Auch wenn für manche Hardware aktuell noch keine 40 Jahre vergangen sind, so nimmt die Zahl der aktiven und einsatzbereiten (und vielleicht sogar noch 100% originalen Geräte) natürlich mit jedem Jahr ab. Wie viele originale und unverbaute C64 gibt es heutzutage noch? Wie viele originale und unverbaute "massengefertigte" 386er gibt es heute noch

Und dazu fällt mir noch ein wichtiger Faktor ein, über den besonders Leute, die allzu gerne mit "Massenfertigung, in die Tonne kloppen"-Aussagen zur Stelle sind, einmal kurz nachdenken sollten. Jedes alte Gerät, daß heute noch läuft, hat im Prinzip die Chance, einmal das letzte lauffähige Gerät seiner Art zu sein. Selbst wenn es heute noch Abertausende oder mehr davon gibt, die Zahl wird fallen. Und wenn ein Gerät tatsächlich schon so weit gekommen ist (und damit in gewisser Weise auch Zeugnis über den Respekt widerspiegelt, den es vom Anwender erfährt), hat es die mit jedem Jahr steigende Chance, als letzter Zeuge seiner Art oder Bauserie "aufrecht" zu stehen.

Dann hätte am Ende sogar das Produkt einer seelenlosen Massenfertigung die letzte Stufe der Individualität erreicht.

11 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Link Nachtrag und Frohe Weihnachten22.12.2016
Ein bißchen geht es ja voran mit dem Link-Spielen, siehe hier:



Wirklich frustriert hat mich bisher nur der Flaschengeist als Endgegner im zweiten Tempel. Zu dem bin ich mit nur 4 Herzen rein und es hat sich doch etwas in die Länge gezogen, bis er endlich besiegt war.

Ansonsten werde ich jetzt mit dem Emulator-Spielen wohl trotzdem ein paar Tage aussetzen, da ich den pfeilschnellen Pentium 166 ja über Weihnachten immer in die Ecke stelle, und mich nur mit C64 und 386er beschäftige. Das Ganze auch, um ein klein wenig ein Zeichen gegen die digitale "nur neu und schnell ist gut"-Geschenkewelle zu Weihnachten zu setzen. Zumindest für mich selbst.

Ich wünsche allen Bloglesern Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr :-).

2 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Link to the DOS12.12.2016
Ich bin ja eigentlich kein Freund von Emulatoren. Entweder, es gibt ein Spiel für eine bestimmte Plattform, oder man verwendet eben das originale Gerät. Schließlich gehört die greifbare Hardware und ihre materielle Existenz als haptische Erfahrung mit zum anwenden und/oder spielen. Außerdem mißfällt es mir immer, wenn Emulatoren sogar unter DOS auffallend hohe Hardwareanforderungen stellen, "nur" um ein älteres Gerät nachzubilden.

Das mag zwar bisweilen notwendig sein, weil eine akkurate Nachbildung der komplexen Bausteine nicht ohne eine gewisse Rechenleistung auskommt, aber auch hier gäbe es zumindest manchmal sicher auch elegantere Lösungen, die mit "weniger" auskämen. Ich habe da oft den Verdacht, daß die Programmierer ihren Emulator halt auf dieser oder jener schnellen PC-Hardware geschrieben haben, und dann einfach davon ausgehen, daß diese Hardware als gegeben zu gelten hat (weil sie ja eh "jeder" haben sollte).

Aber sehen wir uns ein praktisches Beispiel an.

Vor einigen Monaten hatte ich auf einem SNES-Emulator unter DOS den Zelda-Teil "A Link to the Past" durchgespielt. Das ging in Farbe und bunt sogar "noch" auf dem Notebook mit Pentium 120 (siehe hier) - vermutlich würde auch ein schneller 486er ausreichen. Obwohl ich sonst ja kein Konsolenspieler bin, hat mir das Spiel sehr gut gefallen. Diese Art von Action-Adventure oder auch Action-RPG gibt es zugegeben unter DOS kaum, von eher fragwürdigen Portierungen wie "Knights of Xentar" mal abgesehen. Wobei Letzteres durchaus auch auf einem 386er läuft. Aber es sollte doch gerne wieder etwas Zelda-mäßiges sein, falls möglich mit dem selben Stil und Gameplay.


Die neueren Teile sind ja alle auf 3D ausgelegt bzw. auf moderne 32-Bit-Konsolen, für die man massig Rechenleistung braucht. Gefällt mir beides nicht. Also landete ich letztendlich bei dem spielerisch sehr ähnlichen "Link´s Awakening" - welches es aber dummerweise nicht für SNES, sondern nur für den Gameboy in Monochrom gibt. Also musste dafür ein guter Gameboy-Emulator unter DOS her. Was an sich erst mal kein Problem darstellt, denn man findet etliche Programme dazu online, darunter auch viele neuere DOS-Programme aus dem 21. Jahrhundert. Praktisch ergaben sich aber doch einige Schwierigkeiten.


Viele dieser neueren Emulatoren scheinen unter DOSBox für DOSBox geschrieben zu sein, also eine Emulation in der Emulation. In echtem DOS 6.20 wollten diese jedenfalls nicht so recht. Auch mit der Hardwareerkennung hapert es, so konnten Programme mit einer gepflegten ISA-Soundkarte nur wenig anfangen. Meh. Ich will doch den orchestralen Sound einer Gameboy-Erfahrung erleben ;-). Last but not least sind auch die Hardwareanforderungen oft extrem hochgeschraubt. So steht z.B. in der txt zu einem Emulator, daß man auf einem Rechner mit 400 Mhz wohl noch mit den Frameskip-Werten herumprobieren sollte, um flüssiges Gameplay zu erreichen. Sonst noch was? Wie kann es sein, daß ein bunter SNES-Emulator völlig stabil auf einem Pentium 120 läuft, und hier ein monochromer Gameboy-Emulator plötzlich nach 500+ Mhz kräht? Wohlgemerkt alles unter reinem DOS.


Am Ende haben ich dann einen älteren Emulator namens VGB gefunden. Und siehe da, die moderaten Anforderungen in der txt werden mit "486DX-33 (empfohlen DX-66)" angegeben. Na also, es geht doch. Das macht zwar optisch und komfortmäßig jetzt nicht besonders viel her, der Bildausschnitt ist ein wenig klein geraten, und die Farbwahl ist auch nicht ganz original, aber wohl in der Optik anpassbar. Egal. Es ist absolut flüssig spielbar, inklusive Ton und Musik.. Und für ein Gameboy-Modul scheint die Welt des Spiels auch extrem umfangreich zu sein. Also fangen wir doch gleich mal an.








Die Schlußpointe der ganzen Story ist mir übrigens schon bekannt bzw. steht sie ja eigentlich auch im Spieltitel. Aber sei es drum. Das erste Instrument habe ich im ersten Tempel bereits gefunden, aber das ist wohl nur ein kleiner Schritt hin zur Lösung. Ein paar Tauschgeschäfte habe ich auch schon gemacht, als letztes habe ich jetzt die Bananen vom Krokodil bekommen. Nun sagt mir die Eule, ich soll in den Sumpf gehen und die Kiddies vor der Bibliothek erzählen mir, daß ich einen entführten Hund retten soll. Den habe ich in einer Höhle wohl auch schon gefunden, aber da steht so ein grober Klops im Weg und macht mich jedes Mal nieder. Mal überlegen und weitergucken.


Hat es von den Bloglesern sonst schon jemand durchgespielt?

4 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Infotainment oldschool5.12.2016


Zur Zeit habe ich nicht viel Neues zu berichten, aber vielleicht ist das hier ja ganz interessant: dieser Tage habe ich 10 Ausgaben der naturwissenschaftlichen Zeitschrift "Kosmos" hereinbekommen - und zwar aus dem Zeitraum von 1947 bis 1950.

Die Zeitschriften sind für ein Alter von fast 70 Jahren in einem erstaunlich guten Zustand, lediglich etwas vergilbt. Das ist zwar sonst nicht so mein Zeitbereich, da mich hauptsächlich Zeitschriften aus den 70er Jahren interessieren, aber es ist dennoch interessant, zu sehen, daß auch "so kurz" nach dem Krieg schon wieder naturwissenschaftliche Magazine zur allgemeinen Bildung in einer Auflage von 50.000 Exemplaren erschienen sind - natürlich mit einem Vermerk, daß die Publikation durch die alliierten Militärbehörden freigegeben ist.


Die Cover sind eher beschaulich-deutsch mit meist Tier- und Landschaftsbildern, aber die Artikel im Heft widmen sich durchaus komplexeren Themen wie z.B. Astronomie und Physik. Was sind Isotopen? Wie ist ein Atom aufgebaut? Was ist ein Cyclotron? Woher bezieht die Sonne ihre Energie? Die Kernfusion ist auch korrekt beschrieben, nur das Alter der Sonne wird mit "etwa zwei Milliarden Jahren" nach heutigem Wissensstand falsch angegeben.


Hierbei ergibt sich natürlich wieder die Frage "Warum alte wissenschaftliche Zeitschriften lesen, wenn die Information im besten Fall unvollständig und im schlechtesten Fall vollkommen falsch sind?" Vielleicht, weil sie eben ein Spiegel ihrer Zeit sind, und gerade in diesem Fall aufzeigen, daß auch in schwierigen Zeiten der Wunsch nach Wissen weiterbesteht. Dies zeigt sich besonders gut an den für moderne Augen eher seltsamen "Werbeanzeigen" im Jahr 1947, die nur den Namen des Produkts erwähnen, und dann dazu schreiben, daß es das Produkt im Moment gar nicht zu kaufen gibt, sondern erst irgendwann in besserer Zukunft wieder. Während sich also die Zeitschrift Gedanken über Forschung und Fortschritt machte, mangelte es selbst an Grundnahrungsmitteln. Und auch bei den privaten Anzeigen werden gerne mal Bücher etc. im Warentausch bzw. Tausch gegen "Rauchwaren" gesucht.


Darüber hinaus sind viele Artikel auch in dem Sinn ein wenig zeitlos, da sie abenteuerliche Themen und Streifzüge durch die Natur beschreiben, und gerade durch ihre Bescheidenheit (Exkursion durch die Insektenwelt eines Hauses mit der Lupe) angenehm sind. Also durchaus interessante Literatur aus einer Zeit, als es noch nicht selbstverständlich war, sich etliche Formen der Bildung durch Infotainment, Bibliotheken, Internet und Hochglanzmagazine überall besorgen zu können.


Und obwohl ich ein wenig zurückhaltend war, werde ich mich jetzt doch mit Interesse durch alle Ausgaben lesen.

3 Kommentare | Schreibe einen Kommentar | Permanent Link

Page 1 von 23
Letzte Seite | Nächste Seite



hosted by simpleblog.org