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386er goes Mac27.2.2017

Am Wochenende hatte ich wieder den 386er angeschlossen und ein bißchen rumprobiert. Nur rumdaddeln wäre ja langweilig, also habe ich ihn mal mit ein paar Emulatoren gefüttert - einfach nur, um zu sehen, was davon überhaupt funktioniert bzw. verwendbar ist. Viele Emulatoren setzen ja eine FPU und/oder hohe Taktraten voraus, da hat man mit einem SX25 also schlechte Karten. Aber es ist immer interessant, es einfach mal auszuprobieren, anstatt gleich zu sagen "Geht sowieso nicht..."


Was mich dabei ein wenig überrascht hat, war der Macintosh-Emulator mit dem etwas unfreundlichen Namen Executor 2 (und der äußerst dämlichen Shareware/Demoversion-Einschränkung, daß sich das Programm nach 10 Minuten jeweils selbst beendet). Ich hatte vermutet, daß er sich entweder mit einer "FPU not present error"-Meldung gleich gar nicht starten lässt, oder aber im Betrieb so stark ruckelt, daß man den Mauszeiger kaum bewegen kann.


Aber siehe da, der läuft auf dem SX25 erstaunlich gut - relativ gesehen. Der Mauszeiger bewegt sich flüssig, und man kann sogar Anwendungen starten und in gewissem Rahmen verwenden, wie z.B. Texte mit Tex-Edit tippen. Das ist natürlich alles zu träge für effektives Arbeiten, aber mit einem DX40 sollte man da gut dabei sein.


Nun wundert es mich natürlich, wie er das schafft. Er müsste ja als echter Mac-Emulator einen kompletten 68000er emulieren, und den Rest der Mac-Hardware und dann noch die grafische Oberfläche und die Anwendungen. Und das alles bedienbar schnell auf einem SX25? Does not compute. Ich gehe davon aus, daß hier doch etwas gemogelt wird, und die Emulation nicht so komplex ist, wie sie sein sollte. Man müsste mal "echte" Mac-Dateiimages darauf probieren, anstatt nur das mitgelieferte Demo-Zeugs.


Ich konnte mich auch noch dunkel erinnern, daß im CF mal vor diesem Programm gewarnt wurde, weil es ziemlich im Dateisystem rumfuhrwerkt, oder gleich die FAT zerschießt. Letzteres ist mir zwar nicht passiert, aber Scandisk hat nach jeder Verwendung des Emulators immer mehrere 100 KB verlorene Dateifragmente gemeldet. Da ist also auch Murksi drin.


Hier dennoch ein paar Fotos mit Kollege 386er im Bild:



Die Bedienoberfläche des Emulators (altes MacOS?)



Sogar ein Spiel lässt sich in 256 Farben starten - die Mac-Demoversion von Lemmings.



Noch eine Nahaufnahme vom Desktop. Sieht ein echtes (älteres) Mac-System so aus? Ich habe nie eines benutzt.


Ansonsten suche ich immer noch einen C64-Emulator, der auf dem SX25 eine brauchbare Performance bringt. Ja, ich weiß, es gibt eine sogenannte "LowEnd"-Version namens c64s386.exe, aber die scheint mir extrem eingeschränkt. Kann doch nicht so schwer bzw. unmöglich sein, eine optimierte Performance unterhalb der 486er-Schwelle zu erreichen.

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Diskettenwirrwarr27.2.2017
Schön! Das geziegte Betriebssystem von den alten 68k-Macintosh heißt System 7, bzw. System 6 (der Vorgänger). Damit emuliert dein PC praktisch den Macintosh, den wir im November in deinem Blog vorgestellt hatten. Die Frage ist noch, ob der Emulator auch das Diskettenlaufwerk an deinem PC verwendet, oder ob es stattdessen eine Emulation eines Mac-Laufwerks ist. Die Mac-Disketten sind fieserweise nicht mit per Windows formatierten Disketten kompatibel, obwohl die physische Größe dieselbe ist. Mit dem Programm "Mac-In-Dos" kann man unter DOS aber auch Mac-Disketten erschaffen.
Mein Lieblingsprogramm für den Macintosh ist "The Sound Trecker", ein Musikplayer für MOD-Musikstücke vom Amiga. Damit kann man die Tonhöhe beim Abspielen verändern, was ziemlich flippige und andersklingende Töne ergibt.

< Bird >
Geschrieben von Anonymous

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