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Mysteries of DOS6.2.2017

Hier mal zum Mitraten für Leser zwei "mysteriöse" Ereignisse unter DOS/WfW 3.11, für die ich selbst auch keine rechte Erklärung habe. Vielleicht hat ja jemand Ideen. Das ist die Art von Fragen, die man früher im CF gestellt hätte.


Phänomen 1 - schnellerer DOS-Dateizugriff auf MP3 durch vormaligen Start von Windows (Notebook)


Das erste Ereignis betrifft das Notebook. Nun nehme ich das mit aktuellem MpxPlay unter DOS öfter mal zum MP3s hören her. Ja, ich weiß, neumodischer Digitalschnickschnack. Wenn man MpxPlay startet, liest er aus den Dateien im jeweiligen Musikverzeichnis die nametags der MP3s ein, so daß man das Lied mit vollem Namen und Interpreten in der Auflistung angezeigt bekommt. Ist ja auch gut so, hier wären kurze 8+3-Namen sicher etwas informationsarm.


Das interessante Phänomen ist nun, daß dieses Einlesen natürlich einen kurzen Moment dauert. Ruft man allerdings Windows 3.11 vorher auf, beendet es wieder, und startet dann unter DOS den MpxPlay, geht dieser Dateizugriff  bzw. das Einlesen der Namen mindestens dreimal so schnell. How come?


Die Beschleunigung des Plattenzugriffs kommt doch eigentlich aus der smartdrv.exe. Die wird ja aber bereits beim Starten in der autoexec.bat aus dem Windows-Verzeichnis geladen. Und trotzdem gibt der Aufruf von Windows noch mal einen "Boost" bei der Geschwindigkeit. Ich würde ja vermuten, daß er durch Windows in einen schnellen 32-bittigen Zugriffsmodus geht, und dieser auch nach Beenden erhalten bleibt, aber eigentlich ist der 32-bittige-Dateizugriff in Windows deaktiviert.


Das Phänomen tritt auch nur auf dem Notebook auf, und nur im Zusammenspiel mit MpxPlay. Die Fragestellung ist also: warum ist der Dateizugriff auf MP3-tags unter MpxPlay dreimal so schnell, wenn vorher Windows gestartet und wieder beendet wurde?


Phänomen 2 - Adressierungsgrenzen unter WfW 3.11 bei jpg und png unterschiedlich


Das zweite Phänomen betrifft jpg- und png-Dateien unter Windows 3.11. Nun sind ja auch "größere" jpgs von z.B. 2.500 x 3.000 Pixel Auflösung kein Problem unter WfW, und werden von xnview problemlos (natürlich etwas langsamer) geöffnet. Werden die Dateien allerdings zu groß, also z.B. 4.000 x 5.000 Pixel gibt es doch Probleme. Dann gibt es viel Plattenaktivität und irgendwann bleibt er hängen, und gibt sinngemäß eine Meldung aus, daß ein Speicherbereich oder "Rahmen" nicht adressiert werden konnte.


Obwohl xnview auf Win32s aufsetzt, gehe ich mal davon aus, daß es ein 16-Bit- bzw. Segmentierungsproblem in Windows selbst ist. Er versucht wohl, Speicher am Stück (?) für das Entpacken des großen jpg-Bildes zu reservieren, stößt aber irgendwann an eine Grenze. Da kann man vermutlich nix machen bzw. muß sehr große jpgs halt vorher verkleinern oder auf png konvertieren.


Jetzt aber das interessante Phänomen: mit png-Dateien funktioniert es problemlos, d.h. ich kann eine png-Datei mit 4.000 x 5.000 Pixel Auflösung unter WfW 3.11 öffnen und auch betrachten (gut, natürlich nicht in dieser Auflösung komplett auf dem Bildschirm, sondern im Ausschnitt bzw. verkleinert). Aber jpg und png sind doch eigentlich nur die Pack-Algorithmen für die Bilder, also wie kommt es, daß WfW 3.11 bei jpg-Bildern an eine Addressierungsgrenze stößt, png-Bilder gleicher Größe aber öffnet? Entpackt sollten doch die Bilder den gleichen Speicherplatz benötigen?


Vielleicht stehe ich ja irgendwie auf der Leitung, aber falls jemand Erklärungen für beide Phänomene hat, dann gerne her damit. Ich will mein DOS und WfW gerne so gut wie möglich kennen und Antworten auf alles haben.

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