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Ein Blog mit kritischen Texten zum digitalen und polierten Zeitgeist des 21. Jahrhunderts, zum persönlichen Leben im 20. Jahrhundert als Aspekt der privaten Individualität und Denkanregungen dazu, warum auch sogenannte "alte", analoge und imperfekte Dinge ihren Reiz haben. Warnung: das Blog kann blasphemischen Mangel an Respekt für die überlegene "Großartigkeit" der Moderne enthalten. RSS-Feed: http://www.simpleblog.org/rss.php?u=Bruchbach

Literarische Fingerübungen8.8.2016

Weil ich sonst auch nichts Neues für das Blog habe, hier mal ein wenig selbstgebastelte Literatur aus meiner Richtung. Ich habe mich die letzten Tage mal wieder an eine fiktive Story gesetzt und einfach drauflos getippt.


Und weil jener seine Werke immer gut verkauft, habe ich in grandioser Selbstüberschätzung mal was fantasy-scifi-mäßiges in der Stilrichtung von Neil Gaiman versucht. Und das bedeutet ja doch fast buchstäblich, sich mit den Göttern anzulegen ;-).


Angefangen zu schreiben habe ich auf dem 386er mit DOS-Works (mit der Version aus den späten 80ern, die jedem Euro-PC beilag). Das Schreiben auf dem 386er macht allein schon deswegen Spaß, weil die IBM-Tastatur so schön klickediklack macht. Ungefähr nach der Hälfe des fertigen Textes bin ich dann per Diskette zum Pentium gewechselt, habe die DOS-Datei dort einfach per "write" in WfW importiert (keine Probleme), dann über die Zwischenablage in den Netscape Composer übernommen, und dort nochmals weitergeschrieben, bis es ca. 27 Seiten waren.


Wobei ich mich doch mal bei der Fa. Netscape beschweren sollte, daß ihre ansonsten grandiose Textverarbeitung namens Composer weder eine Rechtschreibprüfung, noch eine Seitenansicht hat ;-).


Ein Meisterwerk an Einfallsreichtum und Originalität ist die Story bisher nicht, und wird es auch nicht werden, aber es ist wohl seit langem die erste fiktive Geschichte, bei der ich beim Schreiben länger als 3 - 4 Seiten durchgehalten habe. Und die späteren Seiten sind besser als der holprige Anfang. Es sind ein paar sehr verbockte Abschnitte drin (unterstes Groschenheftniveau), aber auch ein paar Szenen, Dialoge und "Bilder", die mir sehr gut gefallen.


Die erste Formulierung, die mir so gut gefallen hat, daß ich (nachdem ich mir selbst auf die Schulter geklopft hatte) ernsthaft einplante, die Geschichte eventuell weiter zu schreiben, war glaube ich jener schöne Satz hier:


"Wir sind das Feuer in euren Synapsen in reiner Form, nur viel größer und mächtiger zwischen den Räumen und Zeiten und allem jenseits davon. Stellt euch einen Bereich der Raumzeit von der Größe einer Galaxie vor, der in Flammen steht, nur weil ein bewußter Gedanke in ihm ist. Weil ein Funke in ihm geboren wurde..."


Wer also Interesse an einer Lektüre der gesamten Arbeit hat, siehe hier:


http://www.bruchbach.de/selene.pdf


Dafür musste ich mir sogar die Zugangsdaten für meinen Webspace wieder suchen. Stellte sich heraus, daß sie in einer txt-Datei auf dem Notebook lagen. Kommt ja nix weg.


Kritik ist gerne willkommen. Es ist mir bewußt, daß viele Tippfehler und Plotlöcher drin sind, und auch viele Abschnitte auf niedrigem Niveau. Da müsste viel überarbeitet werden, auch strukturell. Es ist eine Art von Fingerübung. Ich habe einfach mal für ein paar Tage drauf los geschrieben, und das kam dabei heraus. Wer der Meinung ist, daß ich meine Energie lieber für bessere Dinge verwenden sollte, darf dies gerne sagen. Und wer der Meinung ist, daß das völlige Fehlen von Smartphones in der Story klar aufzeigt, daß sie nur von mir sein kann - weiß ich selber ;-).


Wer ernsthafte Ideen für den Storyfortschritt hat, kann die auch gerne vorbringen, denn im Moment habe ich nur einzelne Szenen und Dialoge ab Seite 27 und noch keinen festen Zusammenhang.

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>>9.8.2016
Vielen Dank. Du hast ein gutes PDF-Format gewählt. So lässt es sich unter Windows 98 öffnen. Die Geschichte erinnerte mich an diverse schöne Animes, in denen ein Junge und ein Mädchen als Duo in irre Welten eintauchen. "Das Schloss im Himmel" ist da nur ein Beispiel dafür.
Was mir besonders gefallen hat, ist der genaue Blick, der auf die Natur mit ihren kleinen Dingen geworfen wird. Der Wischtelefon-Trend und das ständige Kommunizieren von Belanglosigkeiten läuft dem zuwider und lenkt die meisten Menschen unseren Alters von unserer natürlichen Außenwelt ab. Wenn's wenigstens glücklich machen würde, so wie Computerspiele zum Beispiel, aber ist Facebook dem Wohl der Menschen wirklich förderlich?

Gerade, als ich hier kommentieren wollte, ist mein Netscape abgestürzt. Als ich den Browser wieder öffnete, war der bis dahin geschriebene Text noch da. Schön, dass die mittelalterliche Technologie mit ihren eigenen Macken klarkommt. Chris, hast du an deinem Computer schonmal IRC zum Laufen gebracht? Unsere beiden Maschinen sollten Kontakt aufnehmen. Das könnte bereichernd werden.

< Bird >

Mann, hier zu kommentieren ist schon selbst wie ein eigenes Adventure. Aber wie Seli sagte, sie hat es nicht kommen sehen und das war gut.
Geschrieben von Anonymous

<i>Untitled Comment</i>10.8.2016
Danke für den Kommentar. Ich weiß, kommentieren ist hier schwierig im Blog, da kann ich leider nix dran ändern. Längere Kommentare einfach per Email an mich, Bluesman.BGM@t-online.de.

IRC habe ich nicht, privat bin ich zur Zeit auch gar nicht online.

Das Umwandeln in ein "modernes" Format wie pdf hat ganz gut funktioniert, wobei es da komischerweise aber ein paar Buchstaben durcheinandergewürfelt hat. In meiner htm-Datei steht z.B. das Wort "Öko-Renaissance", in der pdf ist aus dem "R" plötzlich ein "n" geworden. Naja, neue Rechner halt ;-).

Am Freitag kommt wahrscheinlich nochmal ein kleines Update zur Story mit ein paar Korrekturen von Tippfehlern.

Stimmt, ist irgendwie schon etwas animelastig im Stil, nur ohne Grabscherei ;-). Also good old Ghibli. Dabei wollte ich eigentlich in Richtung Neil Gaiman gehen.

Kleiner Nachtrag noch, ich will ja keine Unwahrheiten über "alte" Programme verbreiten: Netscape Composer 4.08 hat sehr wohl eine Seitenansicht und eine Rechtschreibprüfung. Habe ich nur nicht richtig geguckt.

Edited by Bruchbach on August 10, 2016 at 8:27 am
Geschrieben von Bruchbach

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